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Wie gehen eure Partner damit um

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

08.01.2021 | 10:26 Uhr

Hallo ich bin neu hier, und bin erstaunt wie viele die gleichen Beschwerden haben. Seid 2017 fing es bei mir an schwere depri, Angst unruhig Gedanken karusel und und und ganz viel heulen ob wohl es keinen Grund gab, ständiges laufen, also bewegungsdrang, und ständig das Gefühl von kribbeln im Körper . Und ganz schlimm war für mich alles in frage zu stellen mein ganzes Leben, und man kommt da nicht raus. Mein Partner mit dem ich jetzt 22 Jahre zusammen bin, hat immer zu mir gestanden und auch meine Kinder. Wie gehen eure Partner damit um.. Freue mich über eine Antwort. Lg ank. :IN LOVE:

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08.01.2021, 12:02 Uhr
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Hallo liebe Ank,

das kommt mir gerade alles sehr vertraut vor.

Dafür, dass ich nicht in einer schwere Depression rutsche, sorgen gerade, glaube ich, Antidepressiva, die ich seit vielen Jahren nehme.
So bleibt es (bis jetzt) bei Tagesschwankungen, die aber teilweise ziemlich extrem sind.

Zu Deiner Frage  zum Partner: Ich denke, meiner ist ein großer Teil des Problems. Das Leben hat sich jahrelang um ihn gedreht - er schafft es irgendwie immer, dass sich der Fokus wieder auf ihn richtet, ist dabei aber sehr lethargisch, negativ (er genießt das - sagt er auch selbst).
Ich habe den Absprung nicht frühzeitig genug geschafft (er hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, ich hatte ein schlechtes Gewissen, einfach zu gehen).
Inzwischen habe ich mir mein Leben hier so eingerichtet, dass ich im Frühjahr noch dachte, ich wäre eigentlich  zufrieden und glücklich (wenn man das so sagen kann), wie es jetzt ist. Man kann, wenn man miteinander auskommt, ja auch einfach so zusammen wohnen und die Vorteile für beide  genießen.

Die wichtigste Rolle in meinem Leben spielen meine Hunde. Und auch für die bin ich noch hier im Haus, weil wir extrem günstig wohnen (ich könnte mir das sonst gar nicht leisten) und dabei einen riesigen Garten haben.

Und damit fing die Sache im Frühjahr eigentlich an. Ich bekam plötzlich Angst, psychisch labin  zu werden (obwohl ich es da gar nicht war). Mich plagten zunehmend Angstgedanken, dass ich die Zeit mit den Hunden nicht genieße könnte - was damals total abstrkt war, aber mir gingen die Gedanken nicht aus dem Kopf und lösten regelrechte Panikschübe aus.

Ich suchte mir Hilfe beim Sozialpsychiatrischen Dienst, aber bevor sich daraus etwas ergab (Therapie etc.), war der Schub vorbei und mein Leben wieder normal.

Das Ganze wiederholte sich im Spätsommer, da zum ersten Mal mit dem Zwangsgedanken, warum ich eigentlich noch kämpfe (ich hatte im Leben schon viele gesundheitliche Probleme, bin ein Stehaufmännchen, das immer lebensbejahend und positiv war, aber immer wieder kam was nach).

Dieses Mal war es dieser Gedanke, der die Panikschübe auslöste.
Auch diese Phase verging nach gut zwei Wochen (mit Gedankenkontrolle und Ablenkung).

Ich hatte schon damals den Verdacht, dass Hormone eine Rolle spielen könnten, da beide Phasen damit begannen, dass ich einige Nächte  ungewöhnlich gut und lange geschlafen hatte (ich schlafe eigentlich seit Jahren schlecht), ließ Hormone testen und stellte fest, dass die Östrogene im Keller waren. Versuchte es mit Traubensilberkerze. Da die aber die Hitzewallungen irgendwann nicht mehr unterdrückten, dachte ich , sie helfen nicht mehr und setzte sie wieder ab.

Es ging gut bis Heiligabend. Von da an ging das Gedankenkarussell wieder los. Das Irre dabei ist, dass es mir immer gut ging, solange ich abgelankt war. Dann fange ich wie zwangsweise an, etwas, das eigentlich positiv ist, zu hinterfragen. Dass das keine guten Gefühle macht, ist klar. Das abzustellen aber nicht leicht.

Wenn das einige Zeit anhält, wirde es natürlich auch schwerer, dagegen anzugehen, denn das zermürbt. Dazu habe ich heftige Hitzewallungen, schlafe schlecht, bin unruhig, habe üble Stimmungsschwankungen - klar, wenn die Gedanken ständig ins Negative gehen. Und obwohl ich weiß, dass die Gedanken eigentlich keine (oder nur eine geringe) Grundlage haben, fühlen sie sich so plausibel an, dass ich sie immer wieder hinterfrage und schon bin ich wieder in der spirale gelandet.

Mein Lebenspartner, mit dem ich darüber viel rede (anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn ich wollte nicht, dass er sich schlecht fühlt), kann sich da nicht hineinversetzen, aber versucht zu helfen.
Oft triggert er mich aber erst recht dadurch. 
Wenn jemand sonst immer anders ist und nun auf einmal fürsorglich, ist das auf der einen Seite toll, fühlt sich aber irgendwie nicht so authentisch an, auch wenn er es damit wirklich ernst meint.

Theoretisch weiß ich, dass ich einfach nur meine Gedanken in eine andere Richtung bringen muss (was mir tageweise auch gelingt), und es mir dann wesentlich besser gehen würde. Wenn da nur nicht das fiese Männlein im Hinterkopf sitzen würde, das mir das irgendwie vergrätzen will, indem es fragt "wozu eigentlich"?

Für Partner ist das bestimmt keine einfache Situation. Als es mir in der Vergangenheit schon mal noch schlechter ging (hatte versucht, meine Tabletten abzusezten), hatte ich deswegen ein permanent schlechtes Gewissen, und versuche darum auch, trotzdem immer so gut wie möglich zu funktionieren - meinem Partner würde das umgekehrt herum nicht im Traum einfallen.

Liebe Grüße
Joana

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08.01.2021, 19:31 Uhr
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Hallo liebe Joana,

ich kann das genau nachvollziehen mit den Gedanken. Ich bin mittlerweile 60 J. und hatte es bis vor einem Jahr gut hinbekommen. Ein wenig Progesteron, ein wenig Estreva Gel und alles war super.

Vor ca. einem 3/4 Jahr ging es mir nicht mehr so gut. Ich vertrug die Hormone nicht mehr. Also abgesetzt. Das war natürlich fatal. Ich bin in ein regelrechtes Loch gefallen. Blutdruck abwärts, Zittern ohne Ende, Kraftlosigkeit in den Waden und Füßen. Ich habe wirklich Panik geschoben. Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Bin seit dem krankgeschrieben. Von einem Arzt zum anderen. Bis ich als "Bekloppte" abgestempelt wurde. Habe dauernd geheult und gemerkt, dass ich immer mehr abbaue. Die Angst wurde immer schlimmer. Ich habe aber keine Andidepressiva genommen. Ich vertrage kaum Medikamente. Muss Magenblocker nehmen, die vertrage ich auch nicht gut. Mein Mann hat sich sehr um mich gekümmert. Er ist wirklich so lieb und versucht alles, damit es mir gut geht. Aber ich merke, dass er auch nicht mehr derselbe ist wie vor einem Jahr. Wir haben nur gelacht und viel unternommen. Das ist jetzt nicht mehr so der Fall. Das macht mich auch traurig. Ich versuche daher immer wieder mich aufzubauen, ohne seine Hilfe, damit ich auch für ihn da sein kann. Corona schwächt uns beide aber auch seelisch. Eher unbewusst. Ich habe jetzt eine Wiedereingliederung angefangen. Ich hoffe ich halte noch lange durch.

Das mit den Gedanken kenne ich zu gut. Man will gar nicht negativ denken. Doch plötzlich hat man das Gefühl, im Kopf ist ein Gegner, der genau das von dir will. Ich habe mal gelesen, dass das Gehirn, immer wieder den Körper scannt, ob alles in Ordnung ist, vielleicht stellt man sich deshalb auch Fragen, die eigentlich gar nicht erforderlich sind. Das Gehirn will sozusagen prüfen, ob alles zum größten Teil "perfekt" ist. Wenn das nicht der Fall ist, fängt man an zu "denken, grübeln, hinterfragen".

Ich habe aber dann gemerkt, dass mein ganzer Köper eigentlich richtig verkrampft ist. Ich hatte eine sogenannte Schockstarre. Da ist die Wurzel. Durch Verspannungen bekommt man die schlimmsten Gedanken und Gefühle. Das sogenannte Stopmuster. Mit anderen Worten, das Gehirn merkt beim scannen, dass was nicht stimmt und versucht mit allen Mitteln das zu analysieren um sich und dem Körper  zu helfen.

Ich habe mir ein Buch geholt, über Pohltherapie und hatte auch eine Therapeutin gefunden. Allerdings konnte sie das im Buch verfasste nicht so umsetzten. Ich versuche jetzt größtenteils selber das hinzubekommen und mit meiner Psychotherapeutin. Es ist sehr schwer verspannte Muskeln und Fazien zu lösen. Sport hilft mir gut für die Seele. Allerdings habe ich seit Monaten Kribbeln und Tauheit im Fuß. Das wirft micht manchmal sehr in meine Angst zurück. Die Angst nicht mehr laufen zu können ist enorm. Aber ich gebe nicht auf.

Ich wünsche Euch allen, dass ihr körperlich beweglich bleibt. Das ist wirklich ganz, ganz wichtig. Tut alles dafür. Viel, viel Glück!!!

Ganz liebe Grüße

von Ulrike

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08.01.2021, 20:46 Uhr
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Hallo Ulrike,

das, was Du da über das Gehirn sagst, das den Körper abscannt und dann negative Gedanken macht, ist sehr interessant und macht Sinn.

Da würde ich mich gerne mal näher mit befassen, denn irgendwo muss der Kram ja herkommen. 

Wenn ich jemand wäre, der Probleme verdrängt, könnte ich es ja verstehen, wenn sich da irgendwo das Unterbewusstsein meldet - aber das ist bei mir nicht der Fall - ich weiß eigentlich ganz gut, was in meinem Leben nicht so toll läuft.
Klar, heißt das nicht automatisch, dass es einem damit dann auch gut geht, aber ich denke immer, dass da doch noch was anderes sein muss.

Vermutlich bedingt sich beides gegenseitig. Probleme machen Verspannungen, schwankenden Hormone bringen sowieso vieles durcheinander, und dann ist da das Hirn, das beim Scannen immer wieder auf irgendwelche Blockaden stößt und das dann in (zum Teil total unsinnige) Gedanken umwandelt.


Danke für den Tipp!

Viele liebe Grüße

Joana

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10.01.2021, 13:37 Uhr
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Liebe Joana danke für deine Antwort .ja das ist schwierig mit den Gedanken ,ich nenne ihn den kleinen troll ,um ihn ab zu stellen bin ich auch in Bewegung gehe auch mit meinem Hund viel laufen, mittlerweile kann ich mich auch hinsetzen und lerne die Gedanken an zu nehmen ,das habe ich in der Therapie gelernt was nicht immer einfach ist. Das dein partner ein teil deiner Lage ist ,ist schade doch denke ich das du h damit umgehen kannst ,und ein weg gefunden hast das beste raus  zu machen .ich bin auf einen gut weg hoffe ich ,wenn es mir schlecht geht kostet es Kraft und Energie sich selbst raus zu holen  ,und dann wünsche ich mir eine kleine Hütte im Wald  nur für mich um zu schauen was passiert mit einem.AT nehme ich auch ,und mache seid einigen monaten ein Hormon Therapie nach langem gerede mit den Ärzten . es ist schön zu wissen das man nicht alleine mit dem leiden ist . aber wir Frauen sind starke wesen und Kämpfen . lg Ank.:IN LOVE:

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08.01.2021, 12:56 Uhr
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Oh je, Entschuldige bitte meinen langen Text, da sind mal wieder die Pferde (oder Hormone) mit mir durchgegangen.

Ich wollte aber noch kurz etwas schreiben, das mir selber immer wieder hilft, wenn ich es mir bewusst mache:

Dass Du in dieser Lebensphase Dein ganzes Leben hinterfragst, ist für einen selbstreflektieren Menschen (und ich glaube, davon haben wir hier viele im Forum) ziemlich normal.

Schließlich ändert sich das Leben rapide. Der Lack fängt an zu bröseln, die Kinder, wenn man denn welche hatte, gehen aus dem Haus, man fragt sich, was gewesen wäre, wenn man an dem oder dem Punkt im Leben einen anderen Weg eingeschlagen hätte, die Elter werden alt, Freunde krank ...
Das Leben scheint (und damit meine ich wirklich SCHEINT) auf einmal viel belastender zu werden als früher.

Aber weißt, Du, was es es eigentlich ist, dass es uns so schwer macht? Es sind nicht die Gedanken, die wir haben, denn Gedanken sind eigentlich nichts weiter als willkürliche Impulse, die aus unserem Unterbewusstsein aufpoppen.

Was uns dann belastet, ist das Gefühl dazu. Und die Gefühle sind es auch (besonders die negativen, denn wir sind auf Flucht vor Gefahr gepolt), die diesen Gedanken am Leben halten.
Ist wie eine Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt.

Man kann aber lernen, die Gefühle, die man zu Gedanken hat, zu modulieren oder eben in eine reale Position zu rücken.

Und das ist, deswegen haben bestimmt auch viele von uns mit so etwas zu kämpfen,  zusätzlich erschwert, wenn die  Hormone verrückt spielen, denn die haben ja nun mal einen Einfluss auf unsere Stimmung.

Unsere Stimmung allerdings auch auf die Hormone. Darum lässt sich auch da mit der richtigen Strategie etwas machen.

Ich persönlich weiß, dass ich eigentlich grad mal einen Therapeuten bräuchte, der mir dabei hilft, obwohl die die Strategien aus der Vergangenheit gut kenne.

Aber manchmal ist man so gefangen in seinem Gedankenwust, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Das Prinzip erklärte mir ein Psychologe mal anhand eines sehr anschaulichen realen Beispiels:
Als LSD noch nicht auf dem Markt war und erprobt wurde, hatte man z wei Probandengruppen, die es testen sollten.
Den einen wurde es mit nach Hause gegeben mit den Worten, es wäre eine neue Droge, die total tolle und interessante, zeitlich begrenzte Bewusstseinszustände hervorruft.

Die anderen Probanden bestellte man ins Krankenhaus mit der Anmerkung, dass diese Droge gefährlich wäre und man den test deshalb streng ärztlich kontrollieren müsse.

Im Nachgang bewerteten die Probanden, die LSD mit nach Hause bekamen, als absolut postiv und faszinierend.
Die Probanden aus dem Krankenhaus hatten damit einen Horrortrip.

Ich denke, das erklärt ein bisschen, was ich vorher geschrieben habe.
Wir selber machen unsere Gefühle und entscheiden dadurch, welche Gedanken bleiben oder nicht.

Alles bedingt sich gegenseitig.

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08.01.2021, 15:00 Uhr
Antwort

Hallo Ank, 

Mir geht es seit Ende Oktober 2019 nicht mehr wirklich gut. Angefangen hat alles mit dem plötzlich Tod meiner Mutter und im Anschluß kamen noch viele andere Sorgen dazu und das hat mich kaputt gemacht. 

Ich habe am Anfang auch nicht daran gedacht, dass ein Teil meiner Probleme (Angstattacken, hoher Blutdruck, Herzrasen, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen etc...) auch auf die Wechseljahre zurückzuführen sind.

Ich war bei verschiedenen Ärzten und nichts wurde gefunden, alles ist soweit in Ordnung. Trotzdem bin ich nicht mehr wirklich auf die Beine gekommen. 

Mein Freund hat mich von Anfang unterstützt und war zu jeder Tages-und Nachtzeit (hat mich 2x mitten in der Nacht in die Notaufnahme gefahren) für mich da. Ich hatte großes Glück, denn das war genau das was ich gebraucht habe.

Ich habe mich dann endlich im eine Therapie bemüht und einen Platz in einer psychosomatischen Klinik. Ich wollte meinem Partner nicht mehr so zur Last fallen, weil ich Angst hatte, dass es ihm irgendwann einfach zu viel wird (wir sind jetzt erst 3 Jahre zusammen). 

Er hat kurz vor meinem Klinikaufenthalt (ab Mitte November) mal geäußert, dass es nur noch Probleme bei uns gibt und kaum was zu lachen. Das hat mir Angst gemacht, aber er hatte recht. Es war ihm alles scheinbar ein bisschen zu viel. 

Als ich die 4 Wochen in der Klinik war, hat er sich auch endlich erholen können, darüber war ich sehr erleichtert. Um mich haben sich Fachleute gekümmert und er musste sich nicht ständig Sorgen um mich machen, weil ich ja unter ärztlicher Aufsicht war. Er hat die 4 Wochen sehr genossen und hat alles mögliche unternommen. 

Auch jetzt ist er weiter für mich da, aber da es mir jetzt viel besser geht, ist er auch entspannter. Für mich beruhigend, wenn auch ihm eine Last abgenommen wird. Ich hoffe, das bleibt alles so. 

So viel zu meinen Erfahrungen. 

Lg Anga 

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08.01.2021, 17:18 Uhr
Antwort

Liebe Ank, liebe Anga, 

das kenne ich auch. Habe alles in Frage gestellt was mein bisheriges Leben, auch meine Partnerschaft betraf. Es ging mir sehr schlecht. Depressionen, Angstzustände, Panikanfälle und ich habe versucht darauf eine Erklärung zu finden. Wusste nicht das das die Wechseljahre sind. Ich lebe in einer intakten Ehe, aber irgendwie kam mir alles unwirklich vor und es gab Momente da wusste ich nicht mehr was ich wollte. Glaubte ich brauchte Abstand. Musste mein Mann dann beruflich weg, bekam ich auch wieder Ängste. Wollte nicht alleine sein. Erst als sich die Depression legte und besser wurde konnte ich auch wieder Partnerin sein. 
Bin mit meinem Mann schon über 20 Jahre zusammen Und er hat mich noch nie in so einem Zustand erlebt. Es geht mir zwar besser von der Psyche aber körperlich macht mir der Wechsel stark zu schaffen. 

Ich drück für die noch nicht so lange bestehende Partnerschaft die Daumen und hoffe ihr steht das durch. 
Dieses Forum hilft mir sehr. 
Ganz liebe Grüße Gabi 

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09.01.2021, 09:07 Uhr
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Liebe Gabi,

das kann man sich in dem Moment immer gar nicht vorstellen, dass man das wieder anders sieht - oder zumindest schlecht.

Ich fand mein Leben ansich bis vor zwei Wochen auch echt ok, dann kamen  die Gedanken, die ich aber zunächst noch als nicht realistisch sehen konnte und als lästig empfand. Aber sie kamen so hartnäckig wieder, das ich sie zunehmend hinterfragt habe und am Ende überhaupt nicht mehr wusste, was ich jetzt denken und fühlen sollte.

Irgendwie hat mich das jetzt in so einen Ausnahmezustand reinkatapultiert.
Gestern Abend, nachdem ich von meinen Eltern (mein Vater hatte Geburtstag) nach Hause kam, war zum ersten Mal wieder alles gut - also, ohne, dass ich mich ständig ablenken musste.

Heute Morgen aus einem  ansich nicht schlechten Traum aufgewacht, wo ich mit jemandem zusammen ein Istrument bauen wollte.

Mein erster Gedanke: Das könntest Du ja wirklich mal machen. Mein zweiter Gedanke: DAS WILL ICH ABER NICHT!

Ich hab mir dann gesagt, dass ich das ja auch nicht muss, und gedanklich nach irgend etwas Positivem gesucht, an dem ich mich festhalten kann, und schon war ich wieder drinnen in der Angstspirale.

Nach dem Frühstück geht es dann meist, aber ich merke, dass es innerlich brodelt und ich mich auch beim Lesen der Beiträge teilweise total triggern lasse.

Liebe Grüße

Joana

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10.01.2021, 14:05 Uhr
Kommentar

 

Hallo Gabi

dieser Text hätte von mir stammen können . genau so  ist es oft bei mir,und weis auch nicht warum ich das Infrage stelle , da ich auch in einer intakte  Beziehung . ich denke einfach das es die Hormone sind ,die ganze Veränderung die auf einem zu kommt .Dann wenn eine Familie hat ,hat man doch mehr oder weniger nur funktioniert,so fand  ich das ,und dann schwub in man 50 und da klopf jemand bei dir an und fagt wär bist du den ,dann fängt man an, das leben zu hinter fragen schwierig.ich drücke dir  und auch alle mit Schreiber das wir igendwann drüber lachen können . lg Ank.:IN LOVE:

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08.01.2021, 23:05 Uhr
Antwort

Hallo Ank, 

Mein Partner ist grossartig.

Wenn es mir nicht gut geht - und das ist seit 6 Wochen Dauerzustand - muss ich mit jemandem reden. Er kriegt also alles ab:SORRY:

Er hört zu, ist verständnisvoll, ich bin froh, dsss es ihn gibt. Als ich phasenweise wegen Hormonschwankungen keinen Appetit hatte, war er schon mal sauer, als er gekocht hatte, und ich keinen Bissen hinunter bekam. Mir hat das so leid getan, es waren Lieblingsgerichte von mir, aber ich konnte nichts essen. Er hatte sich so viel Mühe gegeben und war angepisst. Verständlich... hab ihm dann erklärt  wie es mir geht, und er sah auch, dass ich heulend vor dem Teller sass... schwierig, manche Männer machen da einiges mit!

LG

Claudia

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