Avatar

Umzug und die Umstellungsprobleme

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

25.07.2020 | 13:06 Uhr

Hallo Ihr lieben Frauen,

ich habe mich länger nicht gemeldet (ich bin die, die sich meistens wegen Herzstolpern und der damit verbundenen Ängste meldet), möchte Euch aber gerne von einer für mich großen Veränderung berichten und was diese mit mir macht. 

Ich bin in der vergangenen Woche innerhalb desselben kleinen Ortes, in dem ich wohne, umgezogen (bin Single). Weil ich es beruflich so gewöhnt bin, habe ich alles sehr gut organisiert und es hat alles gut geklappt. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich mich erstmal so fremd fühlen würde! Die Wohnung ist sehr schön und ich habe auch endlich ruhigere Nachbarn, aber ich komme noch nicht so recht zur Ruhe. Ich war fast 13 Jahre in der anderen Wohnung und war so froh, als ich endlich was passendes neues gefunden hatte.

Nun erschreckt mich noch fast jedes neue Geräusch und wenn ich morgens aufwache, fühle ich mich noch fremd!

Kennt das jemand von Euch? Auch bei der Arbeit (ich arbeite Vollzeit an einer Uni) gibt es Veränderungen, irgendwie alles zur selben Zeit. Die Stresswoche letzte Woche habe ich ganz gut gewuppt, aber jetzt bin ich groggy und lustlos und fühle mich irgendwie verloren. Warum nur? Kann ein Umzug, der gewollt war, so ein Gefühl auslösen? 

Danke fürs Zuhören bzw Lesen. Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende! 

Liebe Grüße, 

Elena 

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Avatar
Beitrag melden
25.07.2020, 17:16 Uhr
Antwort

Hallo Elena,

ich finde es ganz selbstverständlich, dass du dich im neuen Heim noch fremd fühlst. Es ist nicht einfach sich umzugewöhnen, daß wird schon noch ein wenig dauern. Ich kann mich auch nicht so schnell umstellen. Auf Arbeit ändert sich stets irgendetwas und immer kommt etwas Neues. Zum Teil ist es das Salz in der Lebenssuppe und manches Mal lästig, aber am Ende gewöhnt man sich daran. So wird es dir mit deiner neuen Wohnung auch gehen. Sicher wirst du die alte Wohnung nie vergessen, aber ein geborgenes Heim in der Neuen gefunden haben. Ich habe seit über 14 Jahren eine andere Wohnung, habe die alte aber nie vergessen. Gib dir die nötige Zeit und erfreue dich an deinem neuen Zuhause.

Das du nach dem Umzug ausgepowert bist ist okay. Zum einen sind wir schließlich alte Wechseltanten und zum anderen hat es sicher auch viel Arbeit gemacht.

Sende dir ganz liebe Grüße

 

Beitrag melden
26.07.2020, 00:03 Uhr
Kommentar

Liebes Gumpelchen,

vielen Dank für Deine verständnisvolle Antwort. Ich merke einfach, wie 

Schwer mir solche Veränderungen inzwischen fallen, auch, wenn sie notwendig sind. Mir war sogar die berechtigte Neugier der neuen, eigentlich ganz netten, Nachbarn zuviel. Es war wohl einfach zuviel Stress die letzten Wochen, auch beruflich. Mir tun alle Gräten weh, unglaublich. Vielleicht sollte ich einfach mal stolz darauf sein, dass ich bis jetzt alles bewältigt habe. Stattdessen immer wieder Unsicherheiten und Fragezeichen. Aber es wird schon 

Liebe Grüße, 

Elena 

 

 

 

 

Avatar
Beitrag melden
26.07.2020, 06:06 Uhr
Antwort

Guten Morgen Elena

Ich kann es dir nachfühlen. Ich bin 53, wechseljahrstechnisch aus dem gröbsten raus und habe seit ca 10 Jahren immer schlimmer werdende Probleme, mich auf Neues einzustellen. Ich brauche übergebührlich lange, um mich an eine neue Situation zu gewöhnen.
Schon ein Abschied für ein paar Wochen von einem Angehörigen ist so schwer, als ob er nach China geht und zwei Jahre dort ohne Kontaktmöglichkeit auf einen Berg zieht. Es dauert jetzt alles etwas länger. Auch morgendliche Rituale, das Einschlafen, einkaufen.... nicht direkt so, als wäre ich über Nacht alt geworden, nur halt etwas träger im Geist. Eine neue Wohnung haben wir letzten November bezogen. Auch wegen zu lauten Nachbarn in der alten. Hier ist es viel schöner, aber richtig gespürt habe ich das erst nach 3 Monaten. Der Stress hing mir ewig nach. 
Ich finde das richtig blöd, dass ich so bin. Ich mag es nicht. Vielleicht gewöhne ich mich daran. Oder es wird wieder besser. Keine Ahnung.

Nach einer Woche muss das nicht alles toll und schick sein. Auch nicht ohne WJ. Mach dir deshalb keinen Stress und genieße so gut es eben geht!

Schönen Sonntag!

Vila

Beitrag melden
26.07.2020, 08:32 Uhr
Kommentar

Liebe Vila, 

ich kann Dich gut verstehen. Was Du über den Abschied von Angehörigen schreibst, kenne ich auch. Und auch mir fällt es schwer, mich so zu akzeptieren, wie ich gerade bin und wie ich mich fühle. Ich mag diese Übergangsphasen nicht: Das Alte noch nicht ganz vorbei, im Neuen noch nicht angekommen. Morgen geht es nach 14 Tagen wieder ins Büro und auch da ist vieles anders. Ich war bisher immer sehr flexibel und anpassungsfähig und nach außen bin ich das auch immer noch. Aber innerlich empfinde ich die Veränderungen nicht als spannend,  sondern eher "bedrohlich",  was aber albern ist.

In der Zeit des Lockdowns habe ich selbst das alles angestoßen, vielleicht muss ich mir und meiner Seele einfach mehr Zeit geben

Ich wünsche Dir dasselbe und einen schönen Sonntag. 

 

Elena

 

 

Avatar
Beitrag melden
26.07.2020, 21:12 Uhr
Antwort

Liebe Elena, wir sind vor 4 Jahren umgezogen, da GI g es mir auch gerade nicht so gut. Und dann hieß es Umzug Hauskauf einschließlich der Renovierung der alten und des neuen Wohnraums. Und ich hatte dazu 3 Monate Zeit. Ich dachte zwischenzeitlich, daß schaffe ich nie. Mein Mann war bis zum Schluß arbeiten und hatte nur eine Woche frei für den neue Job Beginn. Und  der neue Wohnort war über 200  km entfernt, also nichts, was man schnell mal nebenbei erreicht.

Kommischer Weise, tat mir dieser Art von Stress irgendwie gut. Ich habe alles super geschafft war immer wie elektrisiert... Aber dann als ich alles geschafft hatte, kam das tief... Völlige Erschöpfung...

Ich habe mich immer gewundert, wie ich das geschafft habe, aber es ging. Nur waren damit die Reserven ganz schön geleert wurden. Es war merkwürdig neu und anders, aber alles auch vertraut... Wir hatten Glück und eine nette Nachbar, so daß wir uns hier schnell heimisch gefühlt haben... 

Also liebe Elena, gib dir jetzt erstmal ein bißchen Zeit. Ich habe mich zb an Bekannten Dingen wie Couch oder Schrank festgehalten, weil es ein bekannter Anblick war... Aber die Geräusche waren natürlich anders, ein altes Haus, da knackt und knirscht es. War manchmal etwas unheimlich... Damit ich schnell Kontakt bekam, bin ich zum Frauenfrühstück gegangen und ins Gemeindezentrum. Dadurch hatte ich schnell Kontakt und fühlte mich eingebunden, während mein Mann arbeiten musste... 

Liebe Grüße. Suza 

Beitrag melden
26.07.2020, 22:04 Uhr
Kommentar

Liebe Suza, 

vielen Dank für Deine Reaktion und Deine persönliche Umzugserfahrung. Da hattest Du ja ein ganz schön heftiges Programm damals. Respekt,  wie Du das gemeistert hast! Das Gefühl,  sich erstmal an vertrauten Möbeln festzuhalten, erlebe ich auch gerade. Ich habe einiges neu angeschafft, freue mich aber gerade darüber, meine Couch zB mitgenommen zu haben. Wenn ich bedenke, wie oft ich mir schon ausgemalt habe, mal ganz.hier wegzugehen, einen neuen Job anzufangen, alles neu anzufangen... Und jetzt ist schon der reine Wohnungswechsel eine seelische Herausforderung. 

 

In einem anderen Post schreibst Du, dass es Dir aktuell schlecht geht. Das tut mir leid. Ich kenne diese Phasen ja auch und würde Dir gerne etwas vernünftiges raten. Kann Dir aber heute erstmal nur sagen, dass ich Dich sehr gut verstehe.

 

Gute Nacht und alles Liebe, 

Elena 

 

 

 

Beitrag melden
29.07.2020, 22:21 Uhr
Kommentar

Liebe Elena, ich hatte damals bei dem Umzug die Erfahrung gemacht, dass es geht, wenn es muß. Komischer Weise. Ich dachte erst, daß schaffe ich nie und dann. Das hat mich ganz gewaltig gepuscht... Und den Umzug und Neuanfang habe ich im Nachhinein auch nicht bereut. 

Dieses hoch und runter, der Hormone, macht mich nur fertig. Ein etwas ausgeglichenes Lebensgefühl wäre schön. Aber es wird hoffentlich wieder. Meine Mutter war auch schlimm drauf in den Wechseljahren. Aber nach ihren 50 Geburtstag wurde es dann besser. Da ich 50 bin, hoffe ich auch, dass es bald besser wird... Aber wer weiß. Immer wenn ich denke, es geht aufwärts, kommt das nächste...

Liebe Grüße. Suza 

Beitrag melden
31.07.2020, 10:39 Uhr
Kommentar

Liebe Suza,

das kann ich alles gut nachvollziehen. Meiner Mutter ging es in den Wechseljahren auch sehr schlecht. Dann bekam sie Hormone, allerdings damals viel zu hoch dosiert, was erst bei einem Notarzt-Einsatz festgestellt wurde. Als das ganze dann mal runtergefahren wurde, ging es ihr ganz langsam besser. Sie ist Jahrgang 1934 - in der Generation hat man die Verordnungen von Ärzten noch nicht in Frage gestellt.

Das Auf und Ab der Hormone ist wirklich anstrengend, manchmal eine Tortur. Warum die Natur uns Frauen das antut... Manchen geht es ja gut im Wechsel, aber ich glaube, die meisten leider mehr oder weniger stark. Und noch immer kennen sich die meisten Ärzte nicht wirklich aus. Außerdem finde ich, dass zum Thema Klimakterium und den unterschiedlichen Beschwerdebildern und möglichen Behandlungen viel mehr geforscht werden müsste. Ich glaube, wir sind vielleicht die erste Generation, die das alles nicht mehr so unhinterfragt über sich ergehen lassen will und nach ganzheitlicher Hilfe sucht. Und die Frauen, die nach uns nachrücken, werden vielleicht noch "lauter" werden. Gut so!

Was meinen Umzug betrifft: Ja, die ganzen wochenlangen Vorbereitungen, das Ausmisten, der Formalkram, dann der Umzug selber hat sehr gut geklappt und ich habe wirklich eine sehr schöne, große Wohnung. Das ist alles super. Ich glaube, das mir zu schaffen macht, dass sich zur selben Zeit die Koordinaten in meinem Job sehr geändert haben und ich vor neuen Aufgaben mit einem neuem Chef stehe. Das sind große Veränderungen auf zentralen Ebenen meines Lebens (wie gesagt, ich lebe allein und habe auch keine Kinder). Ich habe unterschätzt, wie sehr das doch Einfluss nimmt auf meine Verfassung. Ich bin eigentlich ein Mensch, der sich alleine, mit seinem Freundeskreis und auch seiner fordernden Arbeit etc. sehr wohl fühlt. Im Moment habe ich aber so ein unbestimmtes Verlangen nach Geborgenheit und einer Schulter zum anlehnen, nach Ruhe und Frieden, einem Gefühl von "Sicherheit".

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende. Es geht bestimmt wieder aufwärts bei Dir!

Elena

Beitrag melden
02.08.2020, 16:57 Uhr
Kommentar

Liebe Elena, 

Ich denke es ist normal, daß man trotz ausgefüllten Soziallebens sich einfach mal nach Geborgenheit und einer Schulter sehnt. Gerade, wenn so viel Neues passiert. Und ein Umzug ist ja keine Kleinigkeit...

Mit den Generationen hast du bestimmt recht. Ich sehe dass schon an meiner Tochter. Sie hatte mit 14 ersten Frauenarztbesuch ihren Vater mit, weil ich dienstlich unterwegs war. Und keinerlei Probleme damit. Wäre bei mir unmöglich gewesen,weil zu peinlich... Aber jetzt ist die neue Generation viel entspannter dabei...

Liebe Grüße. Suza 

Avatar
Beitrag melden
03.08.2020, 15:04 Uhr
Antwort

Liebe Elena,

ich wollte mal fragen, wegen deinem Herzstolpern und den Ängsten. ist es besser? Was hast du gemacht das es besser ist? Ich habe nämlich die selben Symtome und könnte manchmal durchdrehen vor Angst ich sei Herzkrank. Angefangen hat das mit 47 Jahren und jetzt bin ich 51 und es ist noch häufiger geworden. 

viele Grüße Christiane 

Beitrag melden
03.08.2020, 15:59 Uhr
Kommentar

Liebe Christiane,

aktuell habe ich weniger Herzstolpern, das schwankt  bei mir sehr. Meistens habe ich das schubweise, also, wenn, dann habe ich es über mehrere Wochen ziemlich heftig. Und dann oft wochenlang gar nicht oder nur ganz leicht. Wenn ich so einen "Schub" habe, habe ich meistens auch große Angst, gehe zum Arzt, lasse mich checken - aber es kommt nie etwas dabei heraus. Alles im Rahmen, höre ich dann.

Ich nehme dann auch 2 x täglich Tromcardin Tabletten ein, ein kleines bisschen hilft es. Ansonsten nehme ich keine Medikamente, auch keine Hormone. Meine Erfahrung ist, dass Ablenkung am besten hilft, auch, wenn man das erstmal nicht glaubt. Also: Das Stolpern spüren und trotzdem irgendwas machen.

Ängste habe ich aber auch ganz unabhängig vom Herzstolpern. Diese hängen aber dann mehr mit meiner Lebenssituation zusammen, die ich im Moment anstrengend finde (habe noch zwei 86jährige Eltern, die weit entfernt wohnen), zusätzlich zum Vollzeitjob etc. etc..

Während meiner Periode sind die Ängste oft stärker. Mir hilft da Lasea und Gespräche mit guten Freundinnen. Die Wechseljahre sind schon der Hammer, in jeder Hinsicht.

Hast Du Dich denn ärztlich gut durchchecken lassen?

Liebe Grüße,
Elena

 

Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Übersicht: Expertenrat
afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2021/02: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Gong Verlag GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.lifeline.de

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.