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Schlafstörungen seit über 5 Jahren

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

21.08.2020 | 15:21 Uhr

Hallo zusammen,

habe schon öfters hier im Forum mitgelesen und mich nun angemeldet.

mein Thema ist nicht neu, und viele sind ähnlich unterwegs.

Seit über 5 Jahren bin ich durch die Wechseljahre mit Schlafstörungen, neben anderen Symptomen, belastet, und manchmal denke ich, es hört nieeeee auf, macht den Alltag oft so schwer. Hatte im Frühjahr 2013 eine GebärmutterEntfernung mit 49 Jahren, ca. 1 Jahr später ging es los... bis vor der OP hatte ich absolut regelmäßig meine Periode und null Beschwerden. Das war ein wirklich tiefer Einbruch. Hab über die Jahre vieles ausprobiert ( diverse pflanzliche Mittel, antidepressiva zum einschlafen und zuletzt famenita 200, 100, und 10% ProgesteronCreme bioidentisch, in Apotheke angefertigt). famenita war anfangs ein Wundermittel, habe wochenlang super geschlafe, aber auch vermehrt Kopfschmerzen und Schwindel, auf 100 umgestiegen, zuletzt auf die Creme, mal besser, mal schlechter, ein ständiges auf und ab, das macht einen echt fertig. 
Ich würde mich gerne mit anderen austauschen ,die Ähnliches durch machen, es hilft, zu wissen, dass es viele andere gibt, die auch betroffen sind.

danke. :-)

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21.08.2020, 16:31 Uhr
Antwort

Hallo,

ich habe die bioidentische Progesteroncreme 8% und damit kann ich herrlich schlafen. Nehme sie allerdings auch erst seid 4 Wochen. Ich muss in 2 Monaten wieder hin zum Gyn und dann werde ich neu eingestellt.

gruss Christiane 

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21.08.2020, 18:07 Uhr
Kommentar

Hallo Christiane,

danke für deine Antwort. 
ich habe nächste Woche Freitag Termin bei meiner Frauenärztin und möchte das alles nochmal besprechen. Bei mir waren ja auch die ersten Wochen mit famenita (200, später 100) ein Träumchen, ich dachte, ja!, endlich etwas gefunden, was hilft, dann kamen zunehmend Kopfschmerzen und der Schlaf wurde auch wieder schlechter, dann habe ich auf Empfehlung meiner Ärztin auf die Creme umgestellt, das ging auch eine Zeitangabe ganz ok aber auch weniger gut als mit den Kapseln. Zur Zeit jongliere ich hin und her mit Kapseln und Creme, auch mit 1 Tag Pause, also jeden 2. Tag nur, also einige Variationen zum ausprobieren, auch auf Raten meiner Ärztin, weil es bei jeder Frau eben individuell unterschiedlich ist. Ich denke, das ausprobieren mit unterschiedlichen Dosen kann vielleicht auch Zuviel durcheinander bringen, dazu kommt, dass eben auch der Hormonspiegel in diesen Jahren immer wieder Schwankungen unterworfen ist, was eine Therapie so schwierig macht. 
Wenn man so lange schon mit dem Thema unterwegs ist, hat man immer wieder die Hoffnung, endlich was passendes gefunden zu haben, auch für die vielen Wochen am Anfang mit Progesteron bin ich dankbar, hab ich da wieder seit langem gut geschlafen! man pendelt immer zwischen dem Bewusstsein: ja, es sind die Wechseljahre, es ist nicht schön, es wird irgendwann besser...und zwischenzeitlich mit völliger Erschöpfung und Resignation durchs Leben, ich frage mich öfters, wie lange ich noch durchhalte...., meine Kollegin ist 62 und hatte NIE irgendwas !!!!! 
Ich bin gespannt, was meine Ärztin sagt am Freitag, bis dahin nehme ich ab und an paar Tropfen Aponal ( Antidepressivum zum schlafen), das hab ich für Notfälle. Mit der Dosis Progesteron bin ich zur Zeit ziemlich ratlos.

Allen ein schönes Wochenende. :-)

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27.08.2020, 10:01 Uhr
Antwort

Hallo Greta, 

Famenita bzw. natürliches Progesteron allein langt nach meiner Erfahrung nicht aus für einen guten Schlaf. Progesteron sorgt für müde werden und gutes einschlafen, natürliches Östrogen ist zuständig für das Durchschlafen. Ich hatte auch jahrelang massive Schlafprobleme, mittlerweile nehme ich früh einen halben Hub natürliches Östrogen als Creme, nachmittags 1 Hub, auf Abends einen Hub Progesteron Creme und dann bevor ich ins Bett gehe eine Famenita 100. Damit schlafe ich gut ein und auch durch. Famenita 100 wird über die Leber verstoffwechselt und bringt nochmal einen anderen Effekt als die Creme alleine, nur die Creme allein reicht mir nicht . Man muss auch sehr viel probieren bis man seine individuelle Dosis findet. 

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27.08.2020, 21:13 Uhr
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Hallo Heike50,

danke für deine Antwort. Ich habe mich jahrelang schwer getan mit dem Gedanken, Hormone zu nehmen, deshalb hab ich auch viele Jahre rum probiert, bis mir dann irgendwie alles egal war, Hauptsache schlafen. Famenita war dann ja auch anfangs wie ein Wundermittel, aber genau, wie du es beschrieben hast, einschlafen geht gut, durchschlafen weniger gut, das ist Aufgabe des Östrogens. Das werde ich morgen mit meiner Ärztin besprechen. Östrogen cremen soll ja ein recht geringes Risiko für Brustkrebs haben, da ich ja keine Gebärmutter habe, besteht da auch kein Risiko. Bin auch unsicher, was es bedeuten kann, wenn ich dann irgendwann die Hormone wieder absetze, kommt dann "alles" wieder?
Habe gestern wieder eine famenita 200 abends genommen, das ging ganz okay mit schlafen, mache ich heute wieder. Morgen wie gesagt der Arzttermin, mal schauen. 
schönen Abend. 

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28.08.2020, 17:38 Uhr
Antwort

Hallo Greta, 

auch ich war viele Jahre der Ansicht, dass es in den Wechseljahren keine Hormone braucht, bis ich schwere Depressionen, Angst- und Panikattacken bekam. Über drei Jahre habe ich gebraucht um mich einigermaßen wieder herzustellen. Mittlerweile weiß ich, Hormone sind lebensnotwendig. Und bioidentische Hormone gleichen denen im Körper ja völlig, also habe ich wegen Krebs oder dergleichen überhaupt keine Angst. Außerdem kommt man ja eh nicht mehr auf das Niveau vor den Wechseljahren. Wenn die Hormone mir also helfen ein Leben zu führen, das ohne Hormone in keinster Weise mehr lebenswert war, stellt sich die Frage nach dem für und wider für mich gar nicht. Ich wünsche dir von Herzen dass du Hilfe findest.  

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28.08.2020, 18:19 Uhr
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Hallo Heike,

ich war heute bei meiner Ärztin und ja, sie hatte Zeit, vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen, dass sie mir sagt, wie es jetzt weiter geht. Jedenfalls hat sie sich meine Progesteron- Geschichte angehört und vorgeschlagen, für 3 Monate zusätzlich Östrogene zu cremen, ergänzend zum Progesteron. Dem hätte ich auch zugestimmt, auf ihre Nachfrage nach familiären Vorbelastungen Richtung Schlaganfall und Thrombose, musste ich dies leider bejahen. Sowohl meine Mutter selbst als auch in der Familiengeschichte gibt es gerade bei Schlaganfällen viele Vorfälle. Für sie war das damit ein no-Go, also, dass sie mir Östrogene verschreiben würde, das wollte sie nicht verantworten. sie meinte, sie kenne die aktuelle Studienlage nicht zu bioidentischen Hormone, ein Restrisiko bestehe auch hier, sie bejahte aber auch deutlich, das man abwägen sollte hinsichtlich der Lebensqualität, nur eben nicht bei meiner Familiengeschichte. 
Ich erwähnte dann auch nochmal die Möglichkeit einer schlafanstossenden Dosis von Antidepressivia und ob das im Vergleich zu den Hormonen in der Risikoabschätzung nicht günstiger wäre, was sie bejahte. Letztendlich bleibt die Entscheidung bei mir, ob ich weiterhin das Progesteron nehme, ob als Kapsel oder Creme und mich damit so durchschlage oder eben die Hormone ausschleiche und abends ein paar Tropfen des Antidepressivums nehme und dann sehe, wie ich damit klar komme. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich es handhaben werde. Weil das Östrogen jetzt für mich nicht in Frage kommt, muss ich mir jetzt nochmal eine neue Strategie überlegen. 

 

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