Avatar

Progesteron oder Opipramol oder beides?

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

14.01.2021 | 19:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

 

hach, Kinners, ich bin hier gerade Rudine-Ratlos! :-(

Nachdem ich die vergangenen drei Nächte immer gut in den Schlaf kam, bin ich regelmäßig früh mit massiven Angstattacken aufgewacht.
Keine Panikattacken in dem Sinne, sondern einfach eine massive Angst (vor allem Möglichen). Das Gefühl durchzudrehen.

So geht es einfach nicht weiter, auch, weil ich mich durch die Angst viel zu sehr selbst beobachte, und darum war ich ganz froh, dass ich heute meinen Routinetermin beim Psychdoktor hatte.
Der riet mir, zusätzlich zu meinen Venlafaxin mal für zwei Wochen morgens und abends jeweils eine Opipramol zu nehmen, bis sich das wieder stabilisiert hat.

Ist für mich auch ok, denn alles ist besser, als dieses Hickhack momentan - ein Therapeut, der mit mir arbeiten könnte, ist grad auch nicht in Sicht.

So, und nun ist heute zeitgleich die Progesteron-Creme angekommen, die ich von Biovera bestellt habe. In die hatte ich eigentlich auch die Hoffnung gesetzt, dass sie  etwas gegen die Ängste und Unruhe helfen könnte.

Nun bin ich mir total unsicher, ob ich die auch heute Abend zum ersten Mal schmiere, oder erst warte, wie das Opipramol wirkt und sich alles etwas stabilisiert hat, und dann erst mit dem Progesteron anfange.

Denn angenommen, es geht mir morgen in irgendeiner Weise blöd oder schlechter als vorher, weiß ich ja sonst gar nicht, ob es nun von den Opi oder dem Progesteron kommt.

Tagsüber wechselt es momentan von gut auf innere Anspannung (merke ich vor allen Dingen im Bereich des Sonnengeflechts). Bin ich innerlich angespannt, ist meine Stimmung ansonsten komischerweise meistens gut.
Oder es ist dann wie heute Nachmittag - nachdem es mir nach dem Arztbesuch erst mal gut ging, hab ich jetzt wieder dieses komische "ichkönnteheulen" Gefühl hinter den Augen und im Hals. Kann dabei aber ganz normal mit allem weitermachen - hab grad ne Festplatte eingebaut und so, bin also nicht sonderlich nervös dabei.
Ätzend ist es trotzdem. Nun hab ich auch einen Kaffee getrunken, vielleicht kann ich den mit den überreizten Nerven auch grad nicht ab und es äußert sich so? Von Schokolade bekomme ich das grad komischerweise auch.

Ach menno, was mache ich denn jetzt? Habt Ihr eine Empfehlung?

Liebe Grüße
Joana

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Avatar
Beitrag melden
14.01.2021, 20:23 Uhr
Antwort

Hallo Joana, 

vom Progesteron darfst du dir keine kurzfristigen Erfolge erhoffen, ebenso wenig wie von den Hormonen generell. Hast du einen Hormonstatus  machen lassen? Damit fängt das ganze eigentlich an, bei einem Frauenarzt der sich mit Hormonersatztherapie auskennt. Ich nehme bioidentische Hormone seit fast fünf Jahren und lerne immer noch dazu. Oftmals passe ich auch an wenn ich meine die Dosis ist zu hoch oder zu niedrig. ProgesteronCreme beruhigt zwar, kann aber auch matschig machen und schwindelig, je nach Dosierung. Zum Einschlafen am besten geeignet ist Famenita 100, Progesteron in TablettenForm. Man braucht einiges an Erfahrung um die Wirkung abschätzen zu können. Evtl fehlt dir auch Östradiol, je nachdem wie alt du bist und wie dein Zyklus aussieht. 

Beitrag melden
14.01.2021, 20:49 Uhr
Kommentar

Hallo Heike,

danke für Deine schnelle Antwort. Ja, das mit dem beruhigend oder auch matschig fühlen mit dem Progesteron habe ich vor neun Jahren auch empfunden, als ich es schon mal probiert hatte.
Damals hatte ich allerdings auch noch meine Mens und wollte es eigentlich als Ersatz zur Dreimonatsspritze gegen die Endometriose nehmen. Da ich damals mit der Endo nicht mehr so viele Probleme hatte, und Utrogest Kopfschmerzen bekam und mich eher matschig als gut gefühlt habe, hatte ich es wieder gelassen.

Einen Hormonstatus habe ich vor ein paar Monaten machen lassen, nachdem ich jetzt drei Jahre schon nicht mehr meine Mens hatte. Östrogen und Progesteron sind im Keller.

Meine FA hatte mir, weil ich jetzt zunehmend Probleme bekam, vor zwei Wochen ein Kombiprodukt mit Estradiol und einem künstlichen Gestagen verschrieben. Damit bekam ich aber sofort die selben Probleme wie früher von der Mini-Pille mit Östrogen und Gestagen.

Also wollte ich es jetzt selber in die Hand nehmen und mit Progesteron anfangen und später dann naturidentisches Östrogen dazu.

Ich glaube aber, ich sehe erst mal zu, dass ich mit dem Opipramol auf einen grünen Zweig komme und fange dann in ein paar Wochen mit dem Progesteron an. Dann kann ich etwaige "Matschigkeits-Zustände" vielleicht auch etwas besser ertragen als momentan.

Liebe Grüße und danke für Dene Antwort!

Joana

Avatar
Beitrag melden
18.01.2021, 09:01 Uhr
Antwort

Auf keinen Fall AD und keine synthetischen Hormone, wurde dir ja eigentlich in der FB Gruppe auch gesagt...wenn du natürlich immer wieder mit AD oder synthetischen Sachen beginnst, brauchst du auch keine bioidentischen nehmen 

Beitrag melden
18.01.2021, 18:00 Uhr
Kommentar

Oh man:-X manche wollen es nicht vestehen. Ich schmeiß mir lieber mal ein AD rein und alles wird gut. Sorry....

Diskussionsverlauf
Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Übersicht: Expertenrat