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Inneres Zittern und Watte im Kopf

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

21.04.2005 | 10:56 Uhr

Hallo! Bin 46 Jahre und habe gerde dieses Forum entdeckt, das mir eine große Erleichterung verschafft. Seit drei Monaten leide ich unter Dauerschwindel, einem heftigen - mehr innerlichen - Zittern und einer Benommenheit, die sich anfühlt, als nähme ich nur noch von fern oder wie durch einen Trichter am Leben teil. Dazu kommen eisigkalte Wellen in den Beinen und ein Brennen auf der Haut. Internistisch, neurologisch, ohrenärztlich etc. ist nichts Krankhaftes gefunden worden. Meine FÄ ist bestürzend ahnungslos und bescheinigt nach einem Test erste hormonelle Veränderungen.
Zeitweise habe ich - wie ich jetzt zum erstensmal lese, nicht als Erste - geglaubt, totkrank zu sein. Ich möchte erstmal nichts einnehmen, da ich davon überzeugt bin, dass ein Großteil der Beschwerden mit großen Ängsten rund um die Wechseljahre verbunden ist (habe ziemlich schreckliche Vorbilder), und suche eigentlich nach Frauen, denen es ähnlich gehtIch hoffe, jemand antwortet mir!

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21.04.2005, 11:32 Uhr
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Hallo Polly,

zu Deinen Symptomen kann ich nichts sagen, da ich (noch) nicht all zuviele Wj-Beschwerden habe. Ich hab nur festgestellt, das meine Haut gerade im Gesicht sehr trocken geworden ist und ich tlw mehr friere als schwitze.

Wenn Dich die Ärzte schon eingehend untersucht haben, sind ja offensichtlich andere Krankheiten auszuschließen. Im Zweifel würde ich mal einen zweiten Frauenarzt aufsuchen, wenn Dir Deine FÄ so bestürzend ahnungslos erscheint.

Ich muß nur immer grinsen, wenn ich auch von anderen Frauen lese die sich freuen, dieses Forum entdeckt zu haben so wie ich. Ich finde diesen Zustand (ich bin im übrigen 48 J.) im Moment irgendwie einfach nur blöd, wo man nicht weiß, wo man dran ist. Steckt man nu mittendrin oder nicht? Soll man mal zum Arzt wegen seiner Beschwerden oder noch abwarten? Diese Unsicherheit nervt irgendwie, mich jedenfalls.

Ansonsten denke ich ist eine gewisse Gelassenheit sicher angebrachter als allzuvieles Grübeln über das was kommt oder kommen kann. Es kommt sowieso und da muß frau eben durch.

Gruß... Mauserl

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21.04.2005, 12:03 Uhr
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Hallo Polly, deinen Bericht habe ich gelesen. Mir geht es ein wenig so wie dir. Schlafstörungen, zucken in den Beinen, Stimmungsschwankungen. Dann gibt es mal wieder eine Zeit wo es mir sehr gut geht. Keine Schmerzen, super Laune. Es wechselt ständig. Eigentlich vemisse ich nichts, ich habe alles und es sollte mir immer gut gehen. Ich bin 52 und es sind mit 100%iger Sicher WJ Probleme. Manchmal, wenn ich wieder schweißgebadet bin, denke ich auch an eine schlimme Krankheit. Aber das ist Unsinn, unser Körper macht ganz einfach einen Prozess der Umstellung durch. Danach ( in einer unbestimmten Zeit ) geht es uns wieder gut. Vielleicht spielt auch das Unterbewußtsein eine große Rolle. Frau denkt so, jetzt ist es vorbei, ich werde alt. Wir haben in unserer heutigen Zeit auch keine großen Probleme, die Frauen früher hatten keine Zeit um in sich hineinzuschauen.
Ich bin zuversichtlich und ich freue mich auf die Zeit wo ich ohne Ängste und Probleme mein Leben genießen kann.
Du bist nicht krank, fang mit positivem Denken an´, Du kannst sowieso nichts ändern.
Millionen Frauen müssen da durch, wir leider auch.
Renate

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21.04.2005, 12:23 Uhr
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Hallo Polly,
ich habe massive Beschwerden und auch dieses innere Zittern und nicht schlafen können, Gelenkschmerzen, Depressionen usw. und alles seit 1 1,2 Jahren.Ich hab es nicht mehr ausgehalten und versuch jetztseit 2 Tagen mit Hormonen.Hab einen Gestagenmangel.(Bin 46 Jahre)
Hab ja alles was Pflanzlich ist probiert.
Ich wünsche Dir, das Du es so schaffst.

Viele Grüße

Iris

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21.04.2005, 14:54 Uhr
Antwort

auch so geht.Liebe Grüße an Euch alleHallo Polly,
bin 44 Jahre alt und habe erst jetzt dieses Forum gefunden.Mir gehts manchmal richtig schlecht,Blutdruckschwankungen,Schwindel ,Müdigkeit,depressive Phasen,Schwäche und super schlechtdrauf und aggressiv.Du siehst,von Allem ist was dabei.Oft schon dachte ich,daß ich schwer krank sei.Bin so erleichtert,daß es anderen Frauen

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21.04.2005, 17:11 Uhr
Antwort

Hallo Polly!
Ich kann dir meine Erfahrungen mit dem Schwindel beschreiben: hat vor einem knappen Jahr bei mir (bin 50)sehr heftig angefangen, alles drehte sich schon vor dem Aufstehen im Bett! Hat mir große Angst gemacht, bin gleich zu meiner Internistin, das große Rätselraten ging los, ich wurde von einem Arzt zum nächsten geschickt: HNO, Orthopäde, Neurologe, Kardiologe, als auch noch Herzrhythmusstörungen dazu kamen. Keiner hat etwas gefunden. Der Kardiologe, ein älterer Herr mit viel Erfahrung, hatte die Vermutung WJ und mich an meine Frauenärztin zurückgereicht, aber nicht ohne mir vorher ein Schwindeltraining zu zeigen, das man selbst machen kann und das keinen Cent kostet. Ich konnte damit den Schwindelspuk unter Kontrolle bringen. Ab und zu kommt er wieder, aber ich kenne ihn ja nun, er ängstigt mich nicht mehr und ich kann aktiv was dagegen tun, das ist für mich auch immer ganz wichtig.
Ich hab auch noch andere WJ-Beschwerden, aber seit ich weiß, dass ich nicht schwer krank bin, denk ich weniger drüber nach, habe weniger Angst oder depressive Verstimmungen, gegen die mir übrigens Ausdauersport gut hilft.
Ich hoffe , ich konnte dir ein wenig helfen und wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße
GabiZ

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21.04.2005, 18:01 Uhr
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Hallo ....

was ist eigentlich dieses Schwindeltraining??? Wüßte zu gerne näheres darüber - ist es zu beschreiben, eine Art ,,Gebrauchsanweisung zu machen?

Wäre dankbar...

Alles Liebe

Martina

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21.04.2005, 19:51 Uhr
Antwort

Hallo Gaby,

ich möchte mich Martinas Frage anschließen - wie funktioniert dieses Schwindeltraining, ich glaube, dies wäre für viele hier interessant.

Liebe Grüße und schon jetzt danke für deine Antwort

Uschi

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21.04.2005, 23:20 Uhr
Antwort

Als ich gerade diese Beiträge gelesen habe, sind mir wirklich Tränen gekommen. Seit Jahren bin ich bei FÄ und HausÄrztin mit dem Zittern in den Beinen vorstellig. Wegen nächtlichem Herzrasen, Depressionen, Watte im Kopf (sic), Schweißausbrüche, Unruhe, Angst von einem Arzt zum anderen, alle Untersuchungen negativ. Gottseidank, aber diese Unsicherheit blieb. Wirklich niemand hatte bisher bei dem Zittern in den Beinen an WJ gedacht! Endlich hab´ich auch für diese Beschwerden, an die ich mich inzwischen schon als meinen persönlichen Spleen gewöhnt hatte, Gefährtinnen, die mir das Leben damit ehrlich erleichtern. Ich spinne also nicht oder wenigstens nicht alleine.
Bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben. Übrigens meine zeitweiligen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses hab ich im Buch von Marion von Ramin beschrieben gefunden, was mich auch getröstet hat.

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22.04.2005, 08:30 Uhr
Antwort

Guten Morgen Polly,

du schreibst, du möchtest ert einmal nichts einnehmen gegen deine doch sehr heftigen Beschwerden?

Vielleicht kannst du aber mit homöopathischen Mitteln ein wenig ausgleichen. Bei Schwindel hilft wohl das hier im Forum bereits mehrfach empfohlene Mittel Vertigoheel ganz gut. Interessantes hierüber kannst du z.B. auf der Seite www.biogesellschaft.de nachlesen (Unter Krankheiten gehen, dann unter Was tun gegen Schwindel).

Ansonsten könnte dir vielleicht die Einnahme von Melissa/Sepia ein wenig weiterhelfen (www.wala.de - zuerst unter Arzneimittel gehen, dann unter Pat.info, dann unter Selbsthilfe, und zuletzt unter Wechseljahre) Dieses Mittel hilft gut bei vegetativen Störungen und auch bei Verstimmungen.
Es hat mir gegen ganz verschiedene Zipperlein (z.T. ähnlich den deinen) ganz gut geholfen.

Liebe Grüße und einen schönen beschwerdefreien Tag
Uschi

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