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Ich bin neu hier

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

22.11.2020 | 11:53 Uhr

Ein Hallo an alle hier,

ich heisse Susanne, 52 Jahre, glücklich verheiratet und habe 2 Hunde.

Seit geraumer Zeit plagen mich die Wechseljahre und ich brauche einfach Leidensgenossinnen, denen es auch so geht, denn geteiltes Leid ist halbes Leid!

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich auch mit diversen Problemen zu tun habe. Inneres Zittern und Vibrieren, Muskelzucken in allen Körperteilen, und ich mich wohl auch in den Wechseljahren bzw. schon danach befinde. 

Ich bin 52 Jahre alt und habe bis Februar 2019 die 3-Monatsspritze bekommen, danach (weil angeblich noch nicht in den Wechseljahren) hat mir mein Frauenarzt die Simonette verschrieben und nachdem ich mir letzten Herbst eine neue FÄ gesucht habe, die mich gründlich untersucht hat und gesagt hat, da kommt nichts mehr, wurde die Pille abgesetzt.

Wann ich das letzte Mal meine Regel hatte, kann ich gar nicht sagen, weil während der 3.Monatsspritze hatte ich nur gelegentliche Schmierblutungen und seit letztes Jahr November noch nicht mal mehr die.

Heftige Muskelzuckerei habe ich seit Mai letzten Jahres, nachdem mir so ein schlauer Orthopäde Einlagen verschrieben hat, die ich dann ganztägig getragen habe (hat mir niemand gesagt, dass man im 5 Minutentakt damit anfängt), wenn man noch nie welche hatte. Meine ganze Körperstatik hat sich so verändert, dass mein Osteopath mich im Oktober letzten Jahres erstmals wieder richtig ausgerichtet hat. Obwohl ich die Einlagen nur rund 3 Wochen getragen habe, hatte ich danach Beschwerden die nie richtig weggegangen sind.

Diese inneren Vibrationen (wie so ein Schüttelfrost, damals hauptsächlich auf dem Rippenbogen) waren so heftig, dass ich ein Gefühl hatte, als wenn ich anfange mit den Zähnen zu klappern. Allen Ärzten, denen ich davon erzählt haben, zucken einfach nur mit den Schultern.

Vor 4 Wochen war ich dann bei einer Endokrinologin, die dann alle möglichen Blutwerte genommen hat. Schilddrüse etc. alles o.k., nur die Hormone völlig im Keller.

Vitamin B 12 immer noch recht niedrig, mein Vit D sehr guter Wert, da ich täglich 5.000 IE supplementiere. Magnesium nehme ich 800 mg, 2 x täglich 200 mg Citrat, abends 400 mg Oxid. MSM, Omega 3 , Q 10 und einen Vitamin B Komplex sowie Selen und Zink ebenfalls.

Ausserdem ernähre ich mich gesund, koche selber, rauche nicht und trinke abends gerne mal ein Radler oder einen leckeren Wein.

Heftige Hautprobleme habe ich auch (nie gehabt, jeder Pubertier wäre neidisch auf meine Pickel), trotz negativem Allergietest bin ich mehrfach morgens völlig aufgequollen aufgestanden (einmal war vermutlich ein Rotwein schuld, das andere Mal ein Hefeweizen)....trockene Haut und mehrfach schon Scheidenentzündungen sowie Probleme mit der Blase.Wassereinlagerungen im Körper (seit Monaten unterhalb vom rechten Auge immer eine leichte Schwellung).

Was mich am meisten verrückt macht, ist diese innere Unruhe, dieses Zittern, Vibrieren und dieses Zuckerei in den Muskeln und diese Kribbelei im ganzen Körper.

Fibromyalgie habe ich auch seit Jahren, Verkürzung aller Faszien im vorderen Körperbereich...

 

Hört der Mist auch mal auf?

Es grüßt ganz herzlich

 

Susanne

 

 

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22.11.2020, 11:56 Uhr
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Noch vergessen, Fersensporn an beiden Füssen habe ich auch noch...

Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch

 

Susanne

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gestern, 08:29 Uhr
Kommentar

Liebe Susanne,

ich dachte, dass meine Zwillingsschwester diesen Text geschrieben hat. Das alle kenne ich nur zu gut. Ich vertrage seit meine Hormone sich verabschiedet haben kein Histamin mehr.

Zu den Symptomen gehören Nackenschmerzen, Zähneknirschen, Zahnfleischschwellungen,Schmerzen in der Ferse, Pickel, Migräne, entzündete Blase, Gelenkschmerzen, Schmerzen wie Fibromyalgie, plötzlich gnz trockene haut, Mund trocken, Augen geschwollen, Niesreiz, Nase zu, Gefühl wie Grippe uvm. Möglicherweise geht es dir genau so?! LG

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22.11.2020, 21:02 Uhr
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Hallo Susanne, 

herzlich willkommen bei uns Wechseljahresgeplagten! Ja, diese Zeit ist eine große Herausforderung, für mich persönlich die größte die ich bisher in meinem Leben zu bewältigen habe. Ich hatte viele Jahre mit schweren Depressionen und Panikattacken zu tun, auch das Innere Vibrieren hatte ich jahrelang. Kein Arzt konnte mir helfen, ich habe mir viel Info aus dem Internet und diesem Forum geholt. Als ich völlig am Ende war habe ich mit bioidentischen Hormonen angefangen, sie haben mir sehr geholfen, allerdings hat auch das Jahre gebraucht um zu wirken. Von den NEMs her bist du gut aufgestellt, ich nehme ziemlich das gleiche, Magnesium ganz wichtig, aber die anderen auch. Mein Vitamin D Wert ist auch sehr gut, ich nehme zweimal pro Woche 20000 Einheiten. Was ich dir noch raten könnte wäre CBD Öl, ein gutes Mittel für sehr viele Beschwerden, hat mir für die Psyche sehr gut getan. Oder Aminosäuren, generell eine eiweißreiche Ernährung und wenn es geht Bewegung. Irgendwann wird es besser, aber ich musste und muss immer noch sehr viel dafür tun. 

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gestern, 06:49 Uhr
Antwort

Hallo Heike,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich habe am 30.11. einen Termin bei meiner FÄ. Auf Anraten der Endokrinologin werde ich mit meiner FÄ besprechen, wie man mich am besten auf bioidentische Hormone einstellen kann.

Bewegung an frischer Luft habe ich. Wir haben 2 Labradore, die viel Auslauf und Beschäftigung benötigen. Ich mache auch täglich meine Dehnübungen für meinen Fersensporn. Bis Februar bin ich auch 1 x wöchentlich zum Aquawalking gegangen. Ist ja leider wegen Corona derzeit nicht möglich.

Die Wechseljahre fallen ja wirklich bei vielen Frauen in eine Umbruchphase. Bei mir sind seit 2015 sehr viel schlimme Dinge passiert, mein Vater erkrankte 2015 schwer, dann 2016 meine Mutter. Meine Mutter starb im November 2016, mein Vater dann im April 2017. Beide waren erst Anfang 70. Da ich aber keine Geschwister habe, stand ich da ganz allein vor (mein Mann hat mich wahnsinnig gut unterstützt, trotz allem lag die ganze Verantwortung für meine Eltern auf meinen Schultern). Im Mai 2017 starb dann meine Emma (Labradorhündin, 15 Jahre). Ich habe mich von diesen Schicksalschlägen noch nicht wirklich erholt und seit letztem Jahr kommen diese körperlichen Beschwerden noch dazu. Ich bin vermutlich schon deutlich länger im Wechsel, hatte aber seit 2015 nicht wirklich Zeit, mich um mich selbst zu kümmern.

Irgendwie finde ich es aber sehr tröstlich, dass hier Leidensgenossinnen sind, denen es ähnlich geht und man nicht von oben herab behandelt wird. Die meisten Ärzte zucken mit den Schultern, wenn man ihnen diese Symptome schildert und das Einzige, was ich bisher gehört habe, war: "Das habe ich ja noch nie gehört!"

Ärzte haben auch generell keine Zeit...Seit 2016 schreibt mein Rheumatologe in seinen Bericht, dass ich Hyperferritinämie habe und mein Hausarzt um Abklärung bittet. Letztes Jahr bin ich dann direkt nach den Blutergebnissen zum HA. Der hat dann gesagt, dass müssen wir im Auge behalten und 1 x im Jahr abchecken. 

Ich habe dieses Jahr im Sommer eine Seite im Netz gefunden, dass Hyperferritinämie mit einem niedrigen B 12 Spiegel zu tun haben kann. Meiner war zu niedrig und ist immer noch ein wenig zu niedrig. Ich habe dann mit Rücksprache einer Freundin (PTA)hochdosiert Vit B12 und einen vernünftig dosierten Vit B Komplex genommen. Bei der Endokrinologin kam jetzt heraus, dass mein Ferritinwert wieder im Normalbereich ist und mein Vit B 12 mittlerweile auch bei 320 liegt. Alles unter 450 kann allerdings noch Probleme machen. Ich habe mir von Uwe Gröber ein Buch gekauft, was die wichtigesten NE auflistet und erklärt (Tipp von meiner Freundin). 

Man ist immer mehr auf sich gestellt, auf die Ärzte darf man bei solchen Wehwehchen nicht rechnen. Da muss einem erst ein Fuß abfaulen.....

Ich wünsche Euch allen hier eine schöne Woche!

LG

Susanne

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gestern, 08:05 Uhr
Antwort

Hallo Susanne,

auch von mir herzliches Willkommen hier im Forum, schön, dass du hier hin gefunden hast. Ich bin 56 Jahre, seit ca. 6 Jahren mit WJ Beschwerden und wir haben auch einen Labrador, im Dezember dann 8 Jahre alt.:-)

Ja, ich kann vieles von dir direkt unterschreiben, insbesondere der Umgang mit den Ärzten. Als ich vor einigen Jahren mit meinen Beschwerden zum Hausarzt, Frauenärztin etc. gegangen bin, habe ich zwar Mitgefühl aber weitgehenst Ratlosigkeit erfahren, so, wie  du es auch beschreibst " ...davon hab ich noch nie gehört" und die gut gemeinten Tipps zur Entspannung etc. Mittlerweile bin ich auch "selbst" diagnostisch unterwegs, hatte auch eine zeitlang Progestoron oral und als Creme genommen, anfangs gute Erfolge, später nicht mehr, Östrogene gehen nicht wegen Vorbelastung familiär. Mein größtes Problem waren und sind die Schlafstörungen, Hitze, Stimmungsschwankungen, Gelenk- und Muskelschmerzen.

Vitamin D und B12 nehme ich auch, Magnesium nach Bedarf nachts. Ich möchte auch wieder einen Bluttest machen, zu Corona Zeiten alles aufwändig, aber bestimmt aufschlussreich. 
Ich nehme seit ein paar Wochen wieder eine Minidosis (3 Tropfen) eines ADs zum schlafen, das scheint mir zu reichen, und wenn das so ist, okay. Habe auch so viel durchprobiert die Jahre, CBD Öl hat mir auch etwas geholfen, vielleicht sollte ich das wieder probieren. 
Ich hatte auch einige schwierige Ereignisse zu verdauen die letzten Jahre, aktuell kümmere ich mich um meine pflegebedürftige Mutter aus der Ferne, die von einer 24 Stunden Kraft betreut wird, was soweit gut klappt, alles andere an Behörden, Finanzen, Krankenkasse, Krankenhausaufenthalte.... und alles was so anfällt, regel ich, da kommt einiges zusammen und ich wohne 150 km entfernt. 
Dafür versuche ich soviel möglich mit unserem Labbi raus zu gehen, das tut gut, in Corona Zeiten noch mehr. Ernährung und Bewegung ist ein wichtiger Teil zum Wohlbefinden trotz allen anderen Beschwerden, gelingt einem aber nicht immer, man ist nicht immer motiviert.

Ich wünsche dir einen guten Austausch hier, ich lese auch regelmäßig mit hier, es tut gut, nicht alleine unterwegs zu sein und auf offene Ohren zu stoßen mit viel Empathie und oft guten Ratschlägen und Zuspruch. 
LG Greta 

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gestern, 08:56 Uhr
Antwort

Guten Morgen zusammen, 

auf der Suche nach Gleichgesinnten hat Susannes Beitrag mir Mut gemacht, mich euch anzuschließen und mich zu melden.

Hatte vor einiger Zeit mich schon umgetan eine Gruppe zu finden, die sich persönlich trifft aber irgendwie gibt es bei uns zu dem Thema nix. Scheint doch noch ein Tabuthema zu sein oder woran liegt es. 

Mein Hormonstress schlägt auf ganzer Linie zu und ich finde es schwierig zu sagen was kommt woher. Hab vor zig Jahren nach meiner letzten Entbindung eine Postpartale Depression gehabt und damit fing das Chaos an. Nach und nach hat sich die Funktion der Schilddrüse immer mehr verabschiedet und ich habe Hashimoto entwickelt. 

Und dann kamen die Wechseljahre dazu. Ach ja, ich bin 52, hab ich gar nicht erwähnt... Und damit war das Hormonchaos perfekt. Ich leide vorallem unter psychischen Symptomen, vorallem Ängsten, körperliche Zipperlein kann ich eher wegstecken. 

Oft weiß ich halt nicht wo was herkommt und ich arbeite an vielen Baustellen. Ernährung umgestellt, Nahrungsergänzungsmittel, Körpertherapie,... Ihr kennt das. 

Und im Laufe der Zeit habe auch ich echt das Vertrauen in die Ärzte und auch in manche Heilpraktiker verloren. Und langsam ist es mir auch peinlich von Arzt zu Heilpraktiker zu rennen weil ich mir wie ein Hypochonder vorkommen. 

Wie ihr auch bin ich stolze Hundebesitzerin und die Hunderunden tun mir mega gut. Besonders wenn ich mit meiner Freundin unterwegs bin fühle ich mich abgelenkt und genieße die Natur. 

Ansonsten lese ich sehr gern, mag Sport wenn mein Körper mich lässt, mache Yoga und treffe mich gerne mit meinen Kindern. Einen Ehemann gibt's auch. Und da der niiiieee krank ist oder war kann der so gar nix nachvollziehen. 

Ich freue mich auf einen Austausch und schicke liebe Grüße, Ulrike 

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gestern, 14:14 Uhr
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Hallo Susanne, hallo Ulrike,

willkommen im Club! Ich bin ebenfalls 52 (starker Jahrgang;-)), habe mich auch schon etwas über die allgemein dürftige Informationslage zu diesem Thema gewundert und bin froh, auf diese Seite gestoßen zu sein. Austausch ist wichtig, schon um manche Dinge, die da so mit einem passieren, einordnen zu können.

Ich habe keinen Hund, bin aber trotzdem ein "Draußi" und oft dreimal pro Woche sportmäßig in Freien unterwegs. Meine überwiegend männlichen Sportkameraden lassen keine Ausrede (Regen, Kälte ...) gelten, und das ist genauso wirksam für die Motivation wie ein Hund, mit dem man rausgehen muss! Auch mir tut die Bewegung an der frischen Luft sehr gut. Die Natur erdet mich ziemlich zuverlässig.

Ich war, wie Ulrikes Mann, bisher eigentlich nieeee krank und weiß erst durch das Forum, in welche Schublade ich die Veränderungen, die ich in letzter Zeit an mir feststelle, stecken muss.

Zu wissen, dass die zeitweise Schlafslosigkeit, das Herzklopfen, die Stimmungsschwankungen den Wechseljahren geschuldet sind, war für mich sehr beruhigend. Ich weiß jetzt: Der Körper befindet sich im Umbau, da holpert und scheppert es ab und zu mal, wie das so ist auf einer Baustelle. Ich hoffe inständig, dass mein Körper das gut hinbekommt, sich danach wieder einkriegt und dann vielleicht anders, aber wieder rund läuft. Ist ja irgendwo auch ein natürlicher Vorgang.

Und wenn es mir unterdessen mal richtig sch... gehen sollte, setze ich mich künftig an den Computer, jammere hier ein bisschen und weiß, dass ich Verständnis finden werde, wo es meinem sonstigen Umfeld vielleicht fehlt.

Schön zu wissen, dass Ihr hier seid!

Liebe Grüße

Anori

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gestern, 16:07 Uhr
Antwort

Irgendwie ein beruhigendes Gefühl, dass Frau nicht alleine ist. Auch, wenn wir ja hier sind, weil es uns nicht so toll oder sogar recht bescheiden geht. 

Geteiltes Leid ist halbes Leid!

In diesem Sinne einen schönen kuscheligen Abend!

 

Susanne

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gestern, 18:04 Uhr
Antwort

Ach ich freu mich von euch zu lesen. Es tut wirklich gut von anderen zu erfahren, dass es ihnen ähnlich geht. 

Auch dass hier im Forum einige mit Ängsten unterwegs sind, beruhigt mich. Frau zweifelt ja schon mal schnell an sich und ihrem Verstand. Und ich hab dann oft das Gefühl, dass es allen gut geht nur mir nicht:-|.

Einen schönen Abend euch allen und liebe Grüße von Ulrike 

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