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Hormonersatztherapie...einige Fragen ...Dosierung?

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

12.07.2019 | 10:48 Uhr

Liebe WJlerinnen!

Der letzte Monat war ziemlich heftig. Ihr kennt ja diese Beschwerden leider auch.

Ganz doll waren die Hitzewallungen und Schlafstörungen. Auch abendliche Angst kam hinzu. Es war sogar manchmal so heftig, dass ich schon ab nachmittag Angst vor der Angst hatte. Siekrabbelte richtig an mir hoch...

Nach Hormoncheck, Mammografie und Krebsvorsorge hat mir die Frauenärztin 200 mg Famenita und 2 x Lenzetto verschrieben. Sie sagte, die Eierstöcke hätten lt. Ergebnis ihre Funktion gänzlich eingestellt und die Hirnanhangdrüse versucht verzweifelt diese irgendwie zu motivieren.

Habe ja bis März 10 Jahre lang ununterbrochen die Lamuna 20 genommen (keine Probleme in dieser Zeit). Aber jetzt, sagt die FÄ, herrscht hormonelles Chaos...und diese Medikation würde mir helfen. In 7 Wochen, wenn nichts auffälliges ist, soll ich zur Blutkontrolle kommen.

Gestern habe ich die erste Famenita vaginal genommen. Hab mich nicht getraut gestern auch noch Lenzetto zu nehmen. Daher erst heute morgen. Habe sehr schlecht geschlafen. War gefühlt jede Stunde wach. Mir ist übel und seit mittags (es fing schon im Büro an) war ich innerlich sehr verzweifelt und heule nur. Ich bin so müde und abwesend...frage mich, ob das Alles auf diese einmalige Gabe von Famenita zurückzuführen ist. Auch mein blöder Tinnitus ist gefühlt lauter geworden.

Letzte Woche (ok, ich hatte Urlaub...) stand ich nicht so neben mir.Ist 200 mg Famenita vielleicht zuviel? Sollte ich es lieber oral nehmen (allerdings reagiert mein Magen bei Medis nicht so freundlich). Habe hier im Forum gelesen, dass viele nur 100 mg nehmen. Startet man immer höher? Sprüh ich Lenzetto zur gleichen Zeit, wie ich Famenita zu mir nehme? Oder soll ich dazwischen etwas Zeit vergehen lassen. 

Lieben Dank fürs Zuhöhren,

Manjana

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12.07.2019, 12:10 Uhr
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Liebe Manjana,

leider ist ja Ringelblume, die ganz viel zu HT weiß und Ratschläge gibt, gerade in der Sommerpause. Vieles hat sie ja unten schon mal geschrieben.

Aus meiner Sicht hat deine Frauenärztiin wirklich Recht. Du warst durch die Pille nun jahrelang in einer ausgeglichenen hormonellen SItuation, durch das Absetzen ist alles durcheinander. Famenita und Lenzetto sind die mildeste Form der Hormontherapie, da über die Haut heutzutage als risikoärmer gilt und beides biodientische Hormone sind, also sie gleichen den körpereigenen.

Bei mir klappte es nicht, aber ich bin noch in der Perimenopause und weiß echt nicht, wann endlich die Bluterei aufhört. Aber dadurch kann ich die bioidentischen noch nicht so nehmen, wie es sinnvoll wäre, da das Progesteron nicht ausreicht, um die Blutungen zu stoppen, und zugeführtes bioident. Östrogen zu manchen Zeit meine eigene Produktion noch toppt.

Insofern ist deine Ausgangslage doch besser, da du ja gesagt hast, die Frauenärztin hat die Menopause bestätigt (ich nehme an, deine LH/FSH Werte sind menopausal typisch hoch).

Mit dem Östrogen ist es so, dass man es abends oder morgens nehmen kann, oder auch verteilt 1 x abends, 1 x morgens, wenn man sowieso 2 Hübe nimmt. Es ist davon abhängig, wo deine Probleme sind, ob du nächtliche HItzewallungen hast oder eher tagsüber. Da wirst du evtl. probieren müssen. Aber das Östrogen ist über die Haut gut verträglich. Ich kenne nur das Gel, aber das Lenzetto hört sich noch komfortabler an.

Das Famenita wiederum. Du wirst die Diskussionen verfolgt haben. Vaginal oder oral ist die Frage. 

Erstverschlimmerung - diesen Begriff finde ich nicht zutreffend, es geht ja einmal darum, dass der Körper sich gewöhnen muss. Das heißt ja nicht, dass es sich verschlimmert, sondern dass man Nebenwirkungen merkt und der Körper sich an die neue Lage auch wieder gewöhnen muss.

Aus dieser Sicht ist es oft sinnvoller, mit einer kleinen Dosis anzufangen, also 1 Hub Östrogen plus 100 mg Progesteron. Dann gewöhnt der Körper sich langsam und man kann ja immer noch steigern.

Andererseits wird die Frauenärztin wahrscheinlich davon ausgehen, dass du die gängige Dosis 2 x Östrogen, 200mg Progesteron (bei 2Hub Östrogen wird diese Dosis als notwendig zum Gebärmutterschutz erachtet) brauchst und dir weniger nicht dauerhaft reicht. So kämst du dann recht schnell auf die Werte, die du brauchst und gewöhnt warst (die Lamuna ist zwar niedrig dosiert, aber man muss das ja umrechnen).

Typische Nebenwirkungen, bei Östrogen sind Wassereinlagerungen, Brustbeschwerden (oft am Anfang, gibt sich dann, manchmal zeigt es an, dass zuviel Östrogen da ist), bei Progesteron Müdigkeit und Schwindel. Deshalb ist es sinnvoll Progesteron immer abends zu nehmen.

Vielelicht kann die Ärztin dir doch 100 mg Kapseln verschreiben? Dann könntest du langsam steigern?

Ansonsten gibt es neben der bioidentischen auch Kombipillen, mit denen manche Frauen besser klar kommen.

Ich hoffe, diese Info hilft dir erst einmal. Es gibt hier ja sehr viele Threads zu dem Thema, da kannst du auch noch nachlesen.

Alles liebe von mir, Jorinde

 

 

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12.07.2019, 21:10 Uhr
Antwort

Hallo Manjana, man macht ja eigentlich erst nach 6 Monaten ohne Hormone einen Hormonstatus...ich nehme ja auch seit letzten Jahr Famenita 200( ohne Lenzetto), da ich ja noch meine Periode habe, wenn auch unregelmäßig . 

Glg chipgirl 

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