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Einseitige Unterleibsschmerzen !

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

20.03.2007 | 10:47 Uhr

Hallo,
seit ca. drei Wochen plagen mich Unterleibsschmerzen links, Richtung Eierstock. Ich dachte, dass sich das Problem mit Einsetzen der Periode löst. Tut es aber nicht. Die Schmerzen lassen sich als brennend und stechend beschreiben. Ich wache z.Zt. jede Nacht nach drei Stunden Schlaf auf und bin wach. Wenn das so weitergeht, bin ich mit meinen 3000 Büchern demnächst durch. Kennt jemand von euch einen so anhaltenden Schmerz und was wurde diagnostiziert. Ich war bei meiner Ärztin, die mir sagte, dass am Eierstock was sei, das aussähe, wie eine geplatzte Zyste. Morgen ist Kontrolltermin. Ich hab richtige Panikattacken !! Ah ja: bin 45 Jahre alt, schilddrüsenlädiert (Hormone spinnen viel) und laut Hormonspiegel nicht in den Wechseljahren.
Viele Grüße
Suse

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21.03.2007, 09:14 Uhr
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Hallo Suse,

ja, das Sigma ist diese Biegung.

Meine Endo wurde bei der histologischen Untersuchung in der entfernten Gebärmutter 2004 entdeckt. Ein halbes Jahr später wurde bei einer Bauchspiegelung eine Zyste am Eileiter entfernt, in der sich ebenfalls Endozellen befanden, ebenso im Bauchfell.
Wiederum ein viertel Jahr später bekam ich leichte zyklische Blutungen aus dem Darm. Bei einer Darmspiegelung konnte keine andere Blutungsursache festgestellt werden. So habe ich jetzt seit 1 1/2 jahren meine Tage im Darm :-)
Endo-Schmerzen sind im allgemeinen NUR zyklische Schmerzen.

Lieben Gruß
Freya

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21.03.2007, 09:22 Uhr
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Hallo Zicklein,
das mit dem Dickdarm hat mir gestern hier auch Freya gesagt. Ich glaube, ihr liegt richtig. Meine Vermutung ist das auch, wenn nur nicht der blöde Befund der Frauenärztin wäre (am Eierstock sei was, sähe aus, wie geplatzte Zyste). Termin zur Darmspiegelung habe ich und werde das auch durchziehen.
Geht es dir seit der Antibiotikaeinnahme gut? Waren deine Blutwerte während der Darmentzündung schlecht (meine sind nämlich ganz normal)? Rat zur Darmsanierung: Cystustee oder die Marie-Treben-Mischung Ringelblumen, Brennesssel und Schafgarbe.
Bin froh, euch hier gefunden zu haben. Vielen Dank !
Gruß
Suse

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21.03.2007, 15:49 Uhr
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Hallo Freya,

das ist aber eine üble Odyssee, die du da beschreibst.

Ich komme jetzt von der gyn. Untersuchung. Heute meinte die FA., dass es doch eher ein schnellwachsendes Myom sei, aber etwas untypisch. Ich möge zur Uniklinik Tübingen, um eine zweite Meinung einzuholen. Das Beste wird sein, wenn ich zu meiner früheren FA. gehe, die meinen Bauch schon seit 20 Jahren kennt (bin ungezogen, darum ist langer Anfahrtsweg notwendig) und werde mich mit ihr besprechen.

Was würdest du an meiner Stelle tun ?

Freya, darf ich fragen, wie alt du bist? Hast du Wechseljahrsbeschwerden? Wenn ja, sind die anders angesichts deines Endo-Handicaps?

Gruß
Suse

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21.03.2007, 16:07 Uhr
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Hallo suse,

ich würde ERST zu deiner alten FA fahren, und dann, um ALLE Risiken auszuschließen, auch noch in die Uniklinik fahren. Egal, was da schnell wächst, wenn es denn etwas Wachsendes ist, du kommst nicht eher zur Ruhe, bis es GANZ GENAU abgeklärt ist !!!

Ich bin 49, hatte seit der Geburt meines 2. Kindes vor 16 Jahren ein Myom, was mir aber keinerlei Beschwerden gemacht hat. 2003 hatte ich öfter mal Schmerzen während der Periode, die dann von Monat zu Monat schlimmer wurden bis zu Ohnmacht. Da dachte mein FA schon an Endo, ich habe mich allerdings gescheut, eine Bauchspiegelung machen zu lassen und die Schmerzen ertragen. 2004 war dann das Myom ganz plötzlich 13 cm groß und eine Ader platze in diesem Myom, sodass die Blutung nicht mehr zu stoppen werden konnte und die Gebärmutter innerhalb weniger Stunden entfernt werden musste. Die Eierstöcke blieben erhalten.

Ich hatte im letzten Winter von heut auf morgen mit starken WJ-Beschwerden zu tun: ständiger Hanrdrang, Herzklopfen, Herzrasen, extreme Schlaflosigkeit über Wochen, Frierattacken, Angst, Unruhe --- das volle Programm. Ob mit Endo oder ohne - es ist dasselbe !
Ich darf allerdings keine Hormone nehmen, Östrogene grundsätzlich nicht, Progesteron unter ständiger Kontrolle wäre eventuell zu vetreten. Ich habe mich bisher entschlossen, keine Hormone zu nehmen. Eine Psychotherapie hat mir sehr geholfen mit mir ins Reine zu kommen und eine positive Lebenseinstellung zu gewinnen.

Lieben Gruß
Freya

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22.03.2007, 07:32 Uhr
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Guten Morgen Freya,
wenn meine Informationen richtig sind, so werden auch in der Gebärmutter Hormone produziert, nicht nur in den Eierstöcken. Ausserdem lese ich, dass wenn die Gebärmutter raus ist, der hormonelle Regelkreislauf gestört ist. Könnte das volle WJ-Programm mit der entfernten Gebärmutter zusammenhängen? Ich bin etwas untergewichtig, habe immer wieder Probleme mit der Brust und möchte daher keinesfalls Hormone nehmen. Meine Ärztinnen finden das auch i.O. Hast du pflanzliche Präparate genommen? Ich merke z.B., dass ich Sojaprodukte gar nicht vertrage.
Noch ein Wort zur Uniklinik: ich bin sehr misstrauisch unserem Gesundheitswesen gegenüber und glaube, dass jedes Krankenhaus daran interessiert ist, die OPs voll zu bekommen. Glaubst du, dass man dort tatsächlich eine objektive Auskunft bekommt?
Viele Grüße
Suse

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22.03.2007, 08:54 Uhr
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Hallo suse,

ob das volle Programm der WJ mit der Entfernung der Gebärmutter zusammenhängt, weiß ich nicht ! Bei mir lag zwischen Entfernung und Beginn der massiven Beschwerden gut 1 Jahr ! Klingt also eher unwahrscheinlich...
Ich bin auch schlank, wiege bei 1.63 zwischen 56 und 57 kg, wog allerdings auch schon weniger.
An pflanzlichen Mitteln habe ich lediglich Remifemin plus zu Beginn der massiven Beschwerden genommen, also Traubensilberkerze mit Johanniskraut. Mir ging es mit den Tabletten ein gutes halbes Jahr lang wesentlich besser, wurde dann wieder schlechter und nach Absetzen des Präparats ging es sofort wieder bergauf. Da ich zur gleichen Zeit allerdings auch in psychotherapeutischer Behandlung war, kann ich natürlich nicht eindeutig zuordnen, was genau der Grund der Verbesserung meines psychischen UND physischen Befindens war /ist.

Zum Thema Pro/Kontra Uniklinik kann ich nur für die Uniklinik Lübeck sprechen. Ich habe in der Gynäkologie nur die allerbesten Erfahrungen gemacht (als Kassenpatientin) und würde jederzeit wieder dorthin gehen. Ich hatte DORT nicht den Eindruck, wild drauflos operierenden Ärzten ausgeliefert zu sein. Es wurde sehr gründlich untersucht, liebevoll umsorgt, genauestens erklärt, die verschiedenen OP-Methoden durchgesprochen, Risiken und Folgen für das spätere Leben erklärt usw. usw. Vom tgl . entspannenden Fußbad bis zu aufbauenden Kraftnahrung (war zu der Zeit sehr blutarm und dünn) war alles dabei !!!

Wäre ICH an DEINER Stelle würde ich mich mal nach dem Ruf der Gynäkologie erkunden. Du musst dir ja auch nicht von heut auf morgen die Gebärmutter entfernen lassen. So weit ich das jetzt verstanden habe, geht es erst einmal um eine KONKRETE Diagnose. Und die wirst du nur anhand einer Bauchspiegelung bekommen. Die letzten Sonos beim FA ergaben doch bisher immer nur WOHL ein untypischen Myom. Und gegen das Wort WOHL reagiere ich absolut allergisch und misstrauisch.

Bei meinem (mittlerweile gelernten ) Umgang mit Ärzten lasse ich mir jedenfalls nicht die Butter vom Brot nehmen, sprich: mich mit Vermutungen abspeisen. Du hast ein Recht auf eine hieb- und stichfeste Diagnose und einer daraus sich ergebenden, für DICH sinnvollen, Behandlung ! Wenn dann ABSOLUT kein pathologischer Befund zu erkennen ist, muss man sich damit abfinden. Aber soweit bist du ja noch lange nicht.

Wie willst du denn nun weiter vorgehen ? Sind die Schmerzen konstant oder variieren sie in der Stärke ?

Lieben Gruß
Freya

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22.03.2007, 09:07 Uhr
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Hallo Freya,
es ist seltsam: ich hatte gestern einen Traum, der erst mal katastrophal und beängstignd war. Dann habe ich plötzlich gewusst, dass der Traum eine ganz andere Bedeutung hat. Seit dieser Nacht sind die Beschwerden besser geworden. Nicht weg, aber besser.
Eina andere Teilnehmerin hier hat mir ähnliches berichtet wie du bzgl. des Darms. Dort sitzt mein Problem, ich bin fast sicher. Die Uniklinik Tübingen hat keinen so guten Ruf, glaube ich. Eine Freundin war dort und ich war entsetzt von dem, was sie berichtet hat.
Ich wiege 53 kg und bin fast 1,70 m groß. Ich kann mir Gewichtsverlust nicht leisten. Weisst du etwas, wovon man zunehmen kann?
Viele Grüße und bis bald
Suse

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22.03.2007, 09:42 Uhr
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Hallo Suse,

das Thema Zunehmen haben wir gerade drüben im von Tag zu Tag. Webmaus hat da was gepostet über Bitterstoffe. Sie möchte auch gern zunehmen.
Letzten Winter haben wir zusammen eine Marzipan-Kur gemacht. Jeden Tag ca. 75 g Marzipan (webmaus hat, glaube ich, noch mehr gegessen, war dann allerdings allergisch gegen die Mandeln :-)) Bei mir hat es etwas angeschlagen, so knapp ein Kilo, aber ich brauche auch nur noch 1-2 kg. um zufrieden zu sein.
Bei deinem Gewicht kannst du dir wahrlich keinen weiteren Abstieg leisten ! Da will ich mal gaaaanz still sein !!!
Hat dein Arzt eine Erklärung für das geringe Gewicht ? Stress, Schilddrüse, genetische Veranlagung ???

Wenn du den Grund für die Bauchschmerzen im psychischen Bereich siehst (hatte ich im Laufen meines Lebens auch mehr als genug), dann hat es mir geholfen, den Darm spiegeln zu lassen, bestätigt zu bekommen, dass er gesund ist, und die Beschwerden psychosomatischer Natur sind. Das ist dann wohl der Reizdarm, den wir hier schon angesprochen haben. Die Erkrankung deines Vaters hängt wie ein Damoklesschwert über dir. Wenn du, wie ich, nur in verstärkter Form, ein Darm-Mensch bist, kann das natürlich auch die Erklärung für dein geringes Gewicht sein. Ich weiß nicht, ob ich es hier oder drüben schrieb : bei Stress und Sorgen saust mein Gewicht nach unten, obwohl ich normal esse !
Und allein die Angst und Ungewissheit ,die das Thema Darm in deiner Psyche anrichtet, bringt dich in diesen Teufelskreis.

Wie gehst du nun weiter vor ? Interessiert mich wirklich !!

Lieben Gruß
Freya


P.S. Es gibt auch ein Forum für Reizdarm

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22.03.2007, 10:00 Uhr
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Hallo Freya,
hab jetzt grad bei meiner anderen FA angerufen. Die Kuh an der Rezeption wollte mir für nächste Woche keinen Termin geben (...wir haben schon alles soooo voll...). Solche Sachen klär ich dann mit meiner Ärztin, jetzt also Termin nächsten Mittwoch um 12.00 Uhr. Ich bin schon wieder auf 180 wegen dieser Sache, merkst du´s?
Wir sind eine schlanke Familie, ich allerdings am schlimmsten. Ich hab grad schlechte SD-Werte, darum ist auch das Gewicht runter. Aber ich kriegs einfach nicht mehr hochgepäppelt.
Marzipankur wär nix für mich, tät´s mir schlecht werden.
Du hast aber vollkommen recht mit Damoklesschwert: also lasse ich die Darmspiegelung in zwei Wochen machen.
Ich komm aus der alternativen Ecke und habe Tendenzen, mich selber zu therapieren. Funktioniert oft auch, diesmal will´s aber nicht richtig.
Freya, wie ist das bei dir oder anderen Leuten: hast du ein Gefühl dafür, wenn sich etwas Schlimmes anbahnt oder gibt es sowas nicht?
Viele Grüße
Suse

PS: ein weiterer Grund für geringes Gewicht ist sicherlich auch, dass ich Vegetarierin bin und eigentlich sehr agil, flink, beweglich und viele Wege zu Fuss gehe.

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