Dosierung Progesteron

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

20.07.2019 | 09:28 Uhr

Liebe Frauen,

ich habe schon einige Fragen an euch gestellt und bisher war ich immer sehr erleichtert für die vielen tollen Antworten, die ich erhalten habe. Deswege erhoffe ich mir auch dieses Mal gute Tips.

Ich bin 45 Jahre alt und leide sehr stark unter einer Östrogendominanz. Der Versuch mit Qlaira verlief bereits nach 3 Wochen desaströs...ich landete mit allen Progesteronmangelsymptomen und starken Blutdruckschwankungen sowie Herzrasen über bis zu 8 Std täglich im KH. Somit setzte ich das Präparat ab.

Nun befinde ich im ersten Zyklus danach und habe ab dem 10. Tag mit 100 mg Progestan vaginal gestartet. Heute am 17. Tag merke ich, dass mir diese Dosis so gar nicht mehr ausreicht. Bin schon bei 200 mg und selbst dies ist nach wenigen Std scheinbar zu wenig, da alle Symptome wie Unruhe, Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Zittern, Juckreiz am Körper usw. schnell wieder auftauchen.

Wieviel Progesteron kann man dann nehmen ? Auch 300 oder 400 mg ? Zumindest bis sich alles wieder aufgesättigt hat ? Habe Angst vor Überdosierung und weiß nicht wie die sich zeigt...müde bin ich nicht, eher aufgedreht die ganze Zeit.

 

Vielen Dank vorab für eure Hilfe ich bin froh über jeden Tip.

Herzlichst  Mask :THUMBS UP:

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20.07.2019, 09:59 Uhr
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Hallo Mask,

ich würde mich mit deinen Fragen an den Expertenrat wenden, da deine Beschwerden doch ziemlich speziell sind.

LG Liz

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20.07.2019, 10:49 Uhr
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Liebe Liz, darf ich dich fragen wie du das mit 50mg morgens und abends.machst.ich habe Progesteron ja auch nicht so gut vertragen, könnte mir so verteilte Mengen gut vorstellen. Gibt es 50mg Kapseln oder teilst du sie? Reicht das dann für 1 Hub Gynokadin? Glg Jorinde 

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20.07.2019, 11:00 Uhr
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Liebe Jorinde,

ich nehme täglich insgesamt 1 Hub Gynokadin und eine 100 mg Progesteron Kapsel.

Ich nehme jeweils morgens und abends 1/2 Hub Gynokadin sowie 50 mg Progesteron vaginal. Da es keine 50er Kapseln gibt, schneide ich sie einfach mit einer Nagelschere in der Mitte auf und führe die halbe Kapsel so tief es geht vaginal ein. Mit ein bisschen Übung klappt es nach ein paar Tagen ganz gut.

War gestern bei meiner Gyn, alles ist bestens.

LG Liz

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20.07.2019, 11:07 Uhr
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Ganz lieben Dank. Das wäre vielleicht auch eine Lösung für mich. Liebe Grüße, Jorinde 

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20.07.2019, 11:23 Uhr
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Einen Versuch ist es wert. Ich habe 1,5 Monate sämtliche Dosierungen ausprobiert.

Jetzt bin ich sehr zufrieden und kann auch damit viel besser schlafen.

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20.07.2019, 10:46 Uhr
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Liebe Mask, der Körper muss sich gewöhnen. 200mg ist schon eine hohe Dosis. Für eine Östrogendominanz ist das Progesteron in der Regel zu schwach. Da wird eher ein synth. Gestagen wie Chlormadinon, wenn du zb unter Zysten Bildung oder extrem starken Blutungen leidest.

 

Progesteron angel, Östrogendominanz, Östrogenmangel, das wechselt sich oft bunt ab in den Wechseljahren und oft kann man die Symptome nicht eindeutig zuordnen was von was kommt. 

Speicheltests sind umstritten und zeigen oft völlig unseriöse, extrem hohe oder niedrige Werte an. Bluttests zeigen eine Tendenz, aber sind letztlich auch Momentaufnahmen. 

Beim Progesteron kannst du nur eine Weile dabei bleiben, wenn du es gut verträgst, ist es schon die halbe Miete, dann beruhigt sich dein Hormon Haushalt vielleicht nach ein paar Zyklen.

Ansonsten schließ ich mich Liz an, frag doch Dr. Grüne oder Prof. Bohnet. Unsere Ringelblume ist ja gerade im Urlaub. 

Glg Jorinde 

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20.07.2019, 13:01 Uhr
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Liebe Jorinde,

lieben Dank für deine Rückmeldung. Ich weiß, dass 200 mg Progesteron vaginal schon eine hohe Dosis sind, doch leider nimmt mein Körper keine Pille oder Gestagene an. Ich habe das Gefühl mein Körper will sich nicht "verschaukeln" lassen, einige Progesteronmangelsymptome werden etwas besser, einige bleiben bestehen. Scheinbar docken die Rezeptoren doch nicht richtig an.

Im Expertenrat hat Frau Dr. Grüne einer Endometriosepatientin grünes Licht gegeben für bis zu 600 mg Progesteron vaginal. Auch ihr Endokrinologe hat dies zur längeren Einnahme genehmigt.

Nun bin ich ja im Wechsel und ich weiß bestätigt durch mehrfache Blutuntersuchungen, dass nur Progesteron zu niedrig ist (Östradiol 55,7 pg/ml und Progesteron 3,1 ug/l gemessen in der 2. Zyklushälfte). Ich bekomme noch regelmäßig meine Periode, habe auch keine aufsteigenden Hitzewallungen, die typ. für Östrogenmangel stehen. In den Nächten bin ich immer zwischen 3-5 Uhr wach.

Denkst du ich könnte ein paar Zyklen versuchen aufzusättigen auch in höheren Dosen ? Angeblich soll ein ZUIEL sich in Müdigkeit zeigen oder ? Eine Umwandlung in Östrogen sei nicht zu befürchten, so Frau Dr. Grüne in anderen Beiträgen bereits gefragt.

Leider kenne ich niemanden, der dies schon so erlebt hat.

 

Freue mich über eine Hilfestellung,

herzlichst gedrückt, Mask

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20.07.2019, 13:44 Uhr
Kommentar

Liebe Mask, leider kann ich dir da keine derartige Hilfestellung geben. Klar wird Progesteron in höheren Dosen zb auch bei der Kinderwunsch Behandlung eingesetzt. Aber das ist sehr individuell, ob eine Frau Progesteron und in solchen Dosen verträgt. Vielleicht fragst du wirklich am Besten Frau Dr. Grüne oder deine FA. Ich würde auch nicht auf den Rat hin "ja nimm doch einfach mal 400" einer Forums frau ein Medi erhöhen. Aber ich bin sehr vorsichtig bei allem. Glg Jorinde 

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20.07.2019, 13:50 Uhr
Antwort

Hallo Mask,

einen Rat kann ich dir leider nicht geben, da ich selber erst vor 10 Tagen mit dem Progesteron angefangenn habe, allerdings nicht vaginal sondern transdermal.

Zur Müdigkeit wurde mir im Expertenrat geschrieben, dass die schlafanstoßende und beruhigende Wirkung nur über die orale Einnahme zu erreichen sei, bezüglich der vaginalen Anwendung sei diese Wirkung nicht wesentlich ausgeprägt. Vielleicht ändert sich dies bei sehr hohen Dosierungen, das weiß ich nicht.

Ich creme derzeit eine Minimenge, ich schätze mal ca. 25-30 mg auf die Haut. Laut Expertenrat soll das Progesteron beim Cremen auf die Haut unzureichend aufgenommen werden und auch nicht schlaffördernd wirken können. In den letzen  Tagen habe ich bis auf ein oder zwei Ausnahmen gut und lange geschlafen, war aber an einigen Tagen tagsüber sehr müde. Wenn das auf Dauer so bleibt, dann müsste das ja schon am Progesteron liegen, weil ich über lange Zeit arge Probleme mit dem Schlafen hatte. Obwohl das ja dem Expertenrat widerspricht, zumal ich ja auch nur eine Minimenge über die Haut aufgetragen habe. Vaginal soll ja viel mehr zur Wirkung kommen.

Mir wurde von meinem FA gesagt, dass ein zuviel an Progesteron, die Symptome unter den man leidet und die man mit der Einnahme behandeln möchte, verstärken können. Und da sehe ich für mich auch ein Dilemma. Geht es einem dann schlecht, weil man zu wenig oder zu viel genommen hat? Ich bin da derzeit vorsichtig, denn eine Verstärkung der Symptome aufgrund einer Überdosierung möchte ich natürlich vermeiden. 

Bist du dir denn sicher, dass deine Symptome wie Zittern, Unruhe und Herzrasen von zu wenig Progesteron kommen. Es könnte ja vielleicht sein, dass es auch an einem zuviel liegen könnte? Es ist wirklich ein Elend. 

Ich hoffe, dass dir hier noch gute Tipps und Hilfestellungen gegeben werden können, da ich mich nicht auskenne. Ich wollte dir auch nur schreiben, was mir im Expertenrat über die Müdigkeit geschrieben wurde und was mir mein FA über eine Verstärkung von Symptomen aufgrund von zu viel an Progesteron gesagt hat. 

LG

Perelin

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