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Diagnostik vorzeitige Wechseljahre

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

14.01.2020 | 17:34 Uhr

Hallo zusammen, 

ich (40 Jahre alt) habe seit etwa 2 Jahren einen sehr unregelmäßigen Zyklus. Der letzte Zyklus startete am 7.12. und seitdem nichts mehr. Vor etwa 2 Wochen bekam ich Hitzewallungen (vornehmlich nachts), die ich erst auf einen gleichzeitig bestehenden Infekt der Nasennebenhöhlen geschoben habe. Da mir das ganze aber eigenartig vorkam, bin ich heute zur Frauenärztin (eine Vertretung, da meine FA auf Fortbildung ist). Die machte einen Ultraschall, sagte mir, die Schleimhaut wäre nicht aufgebaut und ich sei in den Wechseljahren. Da ich jung wäre, müsse ich nun eine Östrogenpille nehmen (falls das nicht reiche, eine HET). Ich war tatsächlich wie vor den Kopf gestoßen, weil ich damit nun nicht gerechnet habe und jetzt im Nachhinein gefühlte 1000 Fragen. Einmal würde ich gerne wissen, ob die Beschwerden nicht auch durch die Schilddrüse (ich schramme immer leicht an einer Autimmunthyreoditis vorbei, Kontrolltermin ist im Februar) kommen könnten? Vielmehr aber: ist ein Ultraschall und ein bisschen Anamnese ausreichend, um da eine gesicherte Diagnose zu stellen? Kein Blutbild? Keine Ursachenforschung? Das ist ja nun alles recht früh - klar, ich bin nicht mehr UNTER 40, aber gerade 40 geworden. 

Ich wäre über Antworten, Zuspruch (bin traurig) und Tipps sehr dankbar. :-(

Viele liebe Grüße! 

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14.01.2020, 18:25 Uhr
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Hallo Diane,

wende dich bitte an ein Hormonzentrum mit einer endokrinologischen Gynäkologie.

Zusätzlich hast du die Möglichkeit im Expertenrat Hormontherapie deine Fragen zu stellen.

Da sollte jetzt eine genaue Diagnostik incl. Blutbild erfolgen, damit du weißt woran du bist und dort hast du dann auch die Gelegenheit deine Fragen zu stellen.

LG Ringelblume

 

 

 

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14.01.2020, 18:59 Uhr
Antwort

Liebe Diane,

da kann ich mich Ringelblume nur anschliessen. Du brauchst einen Endokrinologen. Die kennen sich auch mit der Schilddrüse aus, oder überweisen weiter. So erhältst du ein genaues Bild von deiner hormonellen Situation und gleichzeitig auch die richtige Behandlung. 
Bis dahin Kopf hoch! 
LG Midi 

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15.01.2020, 04:33 Uhr
Antwort

Hallo Diane, 

Vom Alter her kann es natürlich sein, ging bei mir auch mit 40 los.  Aber ohne einen Hormonstatus kann man natürlich nix machen.  Und eine Pille musst du erst recht nicht nehmen!! Es gibt auch bioidentische Hormone die bei Wechseljahresbeschwerden genommen werden können und viel gesünder für den Körper sind. 

Da ich auch Hashimoto habe, weiß ich auch immer nicht, ob meine Beschwerden von der SD oder den WJ kommen. 

Glg chipgirl 

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15.01.2020, 13:34 Uhr
Antwort

Liebe Diane, 

dein Gefühl trügt dich nicht, ein Ultraschall reicht ganz bestimmt nicht aus für eine Diagnose. Ich kann nur auch noch einmal wie alle anderen Frauen betonen, dass du in einem endokrinologischen Zentrum besser beraten wirst. Dort wird auch die Schilddrüse mit ins Auge gefasst. Es kann ja sonst auch sein, du hast wegen Stress oder Zufall einen Zyklus ohne Eisprung gehabt und es hat sich deshalb kaum Schleimhaut aufgebaut. (Wir haben hier bei solchen Ultraschallaussagen auch schon viele Überaschungen erlebt. Auch ich selbst hörte schon, es habe sich kaum mehr was aufgebaut, und dann kam noch eine Blutung. Ich bin aber auch schon älter als du und in den WJ).

Die Diagnose vorzeitige Wechseljahre muss ein Experte stellen, dafür wird auch das Anti-Müllersche-Hormon (AMH) bestimmt, das die Anzahl der Eizellen anzeigt und diverse andere Blutwerte wie das FSH und natürlich die anderen Hormone.

Und dann wird auch ausführlich besprochen welche Behandlung sinnvoll ist, normalerweise wäre das bei definitiver Diagnose von frühzeitigen Wechseljahren wohl auch eher eine längerfristige Hormontherapie mit bioidentischen Hormonen oder einer Kombi aus Östrogen per Gel und einem Gestagen, je nachdem was du gut verträgst.

Östrogen alleine dürfen ohnehin nur Frauen ohne Gebärmutter nehmen, alle anderen brauchen ein Gestagen/Progesteron dazu.

GLG Jorinde

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15.01.2020, 17:39 Uhr
Antwort

Hallo zusammen, 

ich danke euch für all die Antworten, die mir auch bestätigt haben, dass weitere Diagnostik erfolgen sollte.

Ich habe nun in der nächsten Woche erstmal einen Termin bei einer Endokrinologin hier vor Ort und muss mich nun noch auf die Suche nach einem geeigneten Zentrum finden. In der Nähe gibt es nichts, ich fahre aber auch quer durchs Land wenn es sein muss.

Ich denke, die Symptome (unregelmäßiger Zyklus, Hitzewallungen und nicht aufgebaute Gebärmutterschleimhaut) haben die Gynäkologin zur Diagnose verleitet. Also ich (auf ihre Frage hin) sagte, ich wolle keine weiteren Kinder, war die Sache für sie vermutlich geklärt. Aber natürlich möchte ich eine Ursache haben und natürlich hege ich die leise Hoffnung, dass das alles ein Irrtum ist und, sofern man die Ursache behandelt, das Ganze umkehrbar ist.

LG Diane

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15.01.2020, 18:05 Uhr
Kommentar

Das ist ein guter Schritt. Ich wünsche dir kompetente Ärzte und eine gründliche Untersuchung.

Dazu gehören FSH, Östrogen, Progesteron, Antimüllerhormon, Vitamin D ein großes Blutbild, Nebenniere und natürlich zur Vorsicht nochmal die Schilddrüse.

Vielleicht macht das dein Endo sogar alles mit oder kann dich an eine endokrinologische Gyn verweisen.

Oftmals findet man so etwas in Kinderwunschzentren oder an einem Endokriniologikum.

Viel Erfolg!

Ringelblume

 

 

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