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Depressionen in den Wechseljahren

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

10.09.2019 | 18:18 Uhr

Hallo ihr Lieben, 

vor nunmehr 21/2 Jahren bin ich in eine schwere Depression gerutscht mit Angst- und Panikattacken von früh bis spät. Ich habe das erste Jahr dieser Depression meist nur 2 Stunden nachts geschlafen, so schlecht ging es mir. Ich habe alles versucht, am Ende denke ich hat mir die HET mit bioidentischen Hormonen am besten geholfen. Ich wollte absolut kein AD nehmen, obwohl es im Nachhinein wahrscheinlich besser gewesen wäre. Diese Depression hat mich völlig verändert, ich hatte über zwei Jahre keine Gefühle mehr und auch jetzt bin ich nicht mehr die Alte. Ich ruhe nicht mehr in mir, in meinem Inneren finde ich kein richtiges Zuhause mehr. Ich sehe alles sehr negativ, bin viel am Grübeln, das Leben macht mir keine Rechte Freude mehr. Es fehlt mir echte innere Freude, Zufriedenheit. Das alles ist mir verloren gegangen .

Vielleicht hat ja jemand ähnliches durchgemacht und schreibt mir von seinen Erfahrungen. 

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11.09.2019, 09:16 Uhr
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Hallo Heike!

Ich kann dir sagen, dass ich ähnliches durchgemacht habe, ich weiß nicht ob wir schon mal miteinander geschrieben haben, aber wenn du öfters hier liest, dann kennst du meine Geschichte schon.

Falls nicht, hier nochmal die Kurzfassung: Ich war schon immer Angstpatientin und kenne daher Angst und Panikattacken sehr gut. Bin dann mit ca. 37 als es ganz schlimm war dadurch auch in eine Depression gerutscht. Das hatte zwar damals nichts mit WJ zu tun, aber das ist ja egal, die Symptome sind die selben und ich weiß genau, wie man sich fühlt. Ich habe dann mit einem AD begonnen und das hat mir sehr gut geholfen. Ich nehme es seither durchgehend, weil ich trotz AD nicht völlig angstfei war/bin und das Gefühl habe ich brauche dieses Medikament. Vor zwei Jahren hatte ich die Dosis reduziert weil es mir so gut ging und ich das einfach mal ausprobieren wollte. Ein halbes Jahr lang hatte ich keine Probleme. Letztes Jahr im Frühjahr fing es mir dann plötzlich sehr schlecht. Ich denke das wurde durch verschiedene Faktoren ausgelöst: eine Grippe, starke Hormonschwankungen, die geringere AD-Dosis und wer weiß was noch alles mitgespielt hat.

Zu der Zeit ging es mir extrem schlecht und ich war depressiv, litt unter starker innerer Unruhe, litt unter ständigem Gedankenkreisen, konnte mich  über nichts mehr freuen usw.

Ich war dann bei allen möglichen Ärzten und es wurde im Endeffekt meine AD-Dosis erhöht und das hat mir dann auch geholfen. Jetzt geht es mir wieder gut.

Im Wechsel ist es ja so dass, wenn weniger Östrogen produziert wird dadurch auch der Serotoninspiegel sinkt. Manche Frauen leiden mehr darunter, manche weniger, ich denke das ist auch eine Frage der Grundveranlagung. Jetzt gibt es im Prinzip wenn man mit pflanzlichen Mitteln, Sport usw dem nicht beikommt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man nimmt ein AD um den Serotoninspiegel zu heben, oder man macht eine HET, dann wird der Östrogenwert erhöht und dadurch müsste dann der Serotoninwert ebenfalls steigen. Du schreibst, bioidentische Hormone haben dir geholfen. Aber allzusehr dann doch nicht, wenn es dir noch immer so schlecht geht oder? Vielleicht wirken die einfach zu schwach?

Wenn das Leben keine Freude mehr macht und man nur noch am Grübeln ist, dann ist das ja kein Zustand. Ich würde an deiner Stelle darüber nachdenken, es doch mit einem AD zu versuchen oder mit einer HET. Eine Gesprächstherapie zusätzlich tut ebenfalls der Seele gut.

LG

Toffifee

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11.09.2019, 12:48 Uhr
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Hallo liebe Toffifee, 

vielen Dank für deine Antwort. Es tut sehr gut zu wissen, dass es auch andere Leute mit den gleichen Problemen gibt. Das Schlimmste an den Depressionen, abgesehen von dem eigenen Leid natürlich, ist dass es keiner versteht. Das war auch für mich so schlimm, die Diskrepanz  zwischen meinem inneren Erleben und der normalen Außenwelt. Überall geht das Leben weiter nur in mir selbst ist es zusammengebrochen.  Wie soll man das einem normalen, gesunden Menschen begreiflich machen. Wenn ich ehrlich bin habe ich schon seit meiner Jugendzeit mit depressiven Phasen zu kämpfen, ich konnte das ganze aber nicht einordnen. Nie im Leben wäre ich auf Depressionen gekommen, das sind doch Leute die den ganzen Tag im Bett liegen und zu nichts fähig sind. Erst durch diese schwere Depression habe ich erkannt um was es geht. Früher dachte ich immer dass die Hormone für mein PMS und die ganze miese Stimmung verantwortlich sind, dass sie aber scheinbar auch regulierend auf die Psyche wirken habe ich erst jetzt erkannt. Ich habe für mich entschieden es noch bis Ende des Monats abzuwarten, ich will noch einmal mit meiner Frauenärztin reden und seit gestern habe ich wieder angefangen die Laif 900(Johanniskraut) zu nehmen. Sie haben mir schon mal gut geholfen, allerdings darf die Depression nur noch leicht sein, sonst bringt es nix. 

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11.09.2019, 23:22 Uhr
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Hallo Heike , wenn ich das hier alles so lese ,dann mache es einem echt Kopfzerbrechen, was man durch den Wechsel so alles durchmacht. Mir geht es ähnlich. Ich habe aber überwiegend mit Ängsten zu tun. Morgens direkt nach dem Aufwachen geht es schon los. Gibt aber unterschiedliche Tage. Noch im Bett liegend fange ich an direkt meine Aufmerksamkeit auf meine Gedanken und Gefühle zu richten. Und dann dauert es keine halbe Minute und das Unwohlsein geht los. Manchmal Frage ich mich ,ist es erst die Angst die aufkommt und dann gehen die komischen Gedanken los . Oder ist es der Kopf der wirres Zeug denkt , und dann kommen die unangenehmen Gefühle. Das Problem ist ,man kann kaum erklären was einem Angst bereitet. Es ist manchmal so banale Situationen. Es sind bei mir immer nur kurze Anflüge aber sehr unangenehm. Dann bekomme ich Angst vor den Gedanken und denke, warum denkst Du so merkwürdig,  und warum macht Dir das Angst. Also ein völliges Wirrwarr. Ich habe Angst davor Angst vor der Zukunft zu haben,  obwohl ich das nicht habe. Oder Angst davor vor etwas anderem Angst zu bekommen. Angst davor an Depressionen zu erkranken. Oder ich beobachte Menschen und bekomme plötzlich ein komisches Gefühl. Schwer zu erklären. Dann habe ich plötzlich Angst vor dem leben oder Angst den Sinn des Lebens nicht zu verstehen. Obwohl es ja nicht so ist. Quasi immer Angst vor der Angst. Ich Frage mich manchmal,  war das schon alles oder was kommt noch? Ich hab immer in Saus und braus gelebt und bin ziemlich ruhig geworden. Hatte immer einen Partner ,war nie alleine . Und nun bin ich mehr oder weniger alleine. Hab keinen richtigen Job der mir Spaß macht und geh fast nicht mehr weg am WE. Und das alles macht mir Angst, diese Veränderung. Es fühlt sich an als wenn es das war. Ja alles anders als vor 2 Jahren. 

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12.09.2019, 06:37 Uhr
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Hallo Heike50!

Lese schon länger mit und bin seit kurzem auch aktiv geworden. Ich vermute, daß ich in den Anfängen des Wechsels stecke. Habe verkürzte Zyklen, einen Überhang des PMS und meine schon vorher bestehende Angst-Deprigeschichte hat sich voll zurückgemeldet. Das ging mit 43 los, jetzt mit 45 ist es endlich dank Psychotherapie, AD, Sedacur forte und Cimicifuga besser. Schlafe seit 2 Jahren ca. 6 Std. die Nacht und wache morgens oft unruhig und mit Herzklopfen auf. Kann mittlerweile besser damit umgehen und es nebenherlaufen lassen. In schlechten Phasen fehlt mir vor allem eine innere Sicherheit und Lebensfreude. Funktioniere dann nur noch. Hab harte Zeiten hinter mir und bin jetzt wieder zum Glück zuversichtlicher und fröhlicher. Das tut sehr gut. Führe das auf die Erfolge der Psychotherapie, Cimicifuga (seit Mitte Juni) und eine verbesserte Beziehung zu meinem Mann zurück. Aufgrund meiner Erfahrungen wußte ich zwar, daß es wieder besser wird, hatte aber in den schweren Phasen emotional nur selten Zugriff darauf. DAS war echt schwer. JETZT ist es wieder besser, ich erkenne mich selbst wieder. UND DAS IST TOLL! 

Bei mir ist es definitiv eine Mischung aus Vorbelastungen, Veranlagung, hormoneller Umbruch und aktuellen Problemen gewesen, die mich ins Tief gebracht haben und deswegen finde ich auch die Therapie auf allen Ebenen wichtig.

Ich kann dir auch nur empfehlen, nach einer Psychotherapie ausschau zu halten. Oft gibt es bei kirchlichen Stellen Angebote, bei denen man schneller zum Zuge kommt als bei einer Psychotherapie.

Viel Erfolg und alles Gute.

VG Die_Hummel

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12.09.2019, 10:18 Uhr
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Liebe Hummel!

Bei mir ist das genauso wie bei dir, Veranlagung, Vorbelastungen usw., schon in ganz jungem Alter Angstpatientin gewesen. Da hat man es glaube ich in den WJ schwerer als jemand ohne diese Vorgeschichte. Zum Glück hilft mir mein AD sehr gut. Und wie du sagst, wenn es einem so schlecht geht ist Therapie ebenfalls eine wichtige Stütze. Selbst wenn man kein AD nimmt und es lieber mit Hormonen versucht kann man trotzdem zusätzlich eine Therapie machen. Ich finde es nicht richtig, das als "auf die Psychoschiene abgeschoben" zu bezeichnen, denn auch wenn es hormonell bedingt ist, so wirkt es sich doch auf die Psyche aus und da kann man jede Unterstützung brauchen.

LG

Toffifee

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12.09.2019, 15:26 Uhr
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Ach ihr Lieben, ich bin so froh von euch und euren Schicksalen zu hören, eure Geschichten zeigen mir dass ich nicht allein bin und auch andere zu knabbern haben. Ihr habt recht, wenn schon eine depressive Veranlagung da ist wird es in den Wechseljahren definitiv nicht leichter. Dass es allerdings so schlimm  kommt hätte ich auch nicht gedacht. Ich nehme jetzt seit ein paar Tagen das Laif 900 wieder, es ist mein letzter Versuch und danach werde ich mich wohl mit einem AD befassen. Ich habe fürchterliche Angst vor diesem Medikament, wenn ich allein an die Nebenwirkungen denke kommt mir das kalte Grausen. Aber wenn alles nichts nützt werde ich es zumindest versuchen. Meine Lebensqualität hat genug gelitten. Bei den Hormonen werde ich aber trotzdem bleiben, ich glaube dass das Ausbleiben der Hormone mehr Schaden anrichtet als das Zuführen, sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene. Wie sind eure Erfahrungen mit einem AD, schreibt mir doch darüber. 

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12.09.2019, 17:11 Uhr
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Meine sind sehr gut, ich weiß, dass einige hier schon negatives berichtet haben, dann frage ich mich immer, ich kann doch wohl nicht die einzige sein, der die helfen? Aber es ist natürlich wichtig das richtige AD in der richtigen Dosis verordnet zu bekommen, man fängt auch mit niedrigerer Dosierung an und steigert dann. Natürlich hatte ich auch Nebenwirkungen das muss ich schon ehrlich zugeben aber die sind nichts im Vergleich mit dem, wie es mir ohne gegangen ist. Meine Nebenwirkungen sind eigentlich nur zwei: Gewichtszunahme und Libidoverlust. Das sind jetzt beides nicht Dinge für die ich mein Leben aufs Spiel setze. Natürlich würde ich gerne weniger wiegen, gerade letztes Jahr als ich 6 Wochen Liegegips hatte und arge Hormonschwankungen habe ich leider wieder einiges zugenommen. Ich muss aber selber sagen, ich bin verwundert, aber eigentlich gefalle ich mir recht gut. Ich bin groß (1,72) und da verteilt sich das Gewicht mehr, habe immer ein schlankes Gesicht und mein Gewicht ist ansonsten regelmäßig überall am Körper verteilt. Das ist ein Vorteil. Ich bin jetzt nicht fett, aber ich habe Größe 44. Ich liebe es, mich modisch zu kleiden und das geht in dieser Größe genauso. Man kann sich durch geschickte Kleidung auch ein paar Kilos schlanker mogeln. Außerdem habe ich lange Haare, das macht auch ein bisschen schlanker finde ich. Tja und Punkto Libidovereust: ich denke mein Mann ist ganz froh darüber, denn bei uns war das immer unausgewogen, sprich wir sind wohl eines der wenigen Paare (oder vielleicht gibt es in Wirklichkeit doch mehr davon?) wo sie (also ich) öfter Lust hatte als er. Das ist also gar kein Problem.;-)

Und sonst kann ich nur gutes berichten. Mir helfen die AD‘s sowohl gegen Panikattacken, als auch Zwangsgedanken und depressive Verstimmung. Ich schätze ich werde sie auch lebenslänglich nehmen müssen, da ich einfach so veranlagt bin, aber es gibt schlimmeres. Da kann man gut mit leben.

LG

Toffifee

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12.09.2019, 19:31 Uhr
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Na ja, meine Libido ist eh kaum noch vorhanden, viel schlimmer kann es also nicht mehr werden. Ich schau jetzt mal wie das Johanniskraut hilft, wenn nicht werde ich es auf jeden Fall mit dem AD versuchen. Ich hab das alles sowas von satt, eigentlich möchte ich doch nur ein normales Leben führen, ohne Heulerei , Ängste und den ganzen Mist. Ich kann mich kaum noch an die guten Zeiten erinnern, manchmal kommt es mir vor als hätte es sie nie gegeben. Was ich eigentlich nicht verstehe ist warum man auf die AD zunimmt. Sie können doch eigentlich nur Appetit steigernd wirken, von einer Tablette allein nimmt man doch nicht zu. Oder sehe ich das falsch? Aber das ist mir eigentlich egal, wenn sie wirken ist das ok. 

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12.09.2019, 21:10 Uhr
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Hallo Heike!

In der Anfangszeit des ADs kann es zu Nebenwirkungen kommen. Die meisten vergehen dann aber, da der Körper sich daran gewöhnt (Schwitzen, Unruhe, Müdigkeit,.... )

Ich hab jetzt auch eine kaum vorhandene Libido, aber die kann auch von den Wechseljahren oder der Angst/Depri kommen. Kann ich mir jetzt aussuchen... ;-)

Gewichtsprobleme hab ich jetzt nicht, gibt auch ADs die da neutral wirken. 

Habe zwar vom Gefühl her immer noch mal wieder ein Problem mit der Einnahme, aber mein Kopf sagt mir ganz klar, daß es zur Zeit notwendig ist. Und das ist für mich jetzt ok. Zwar hat "mein" AD früher besser gewirkt (vor 5 Jahren) aber ich nehm auch nur eine geringe Dosis und da das Östrogen ja auch seine Wirkung zum Serotoninspiegel beiträgt bin ich der Meinung, daß ich auch von der Seite "arbeiten" muss (deswegen jetzt auch Cimicifuga).

Alles in allem hilft mir das AD stabil zu werden und zu bleiben. Ob das auf Dauer notwendig ist sehe ich dann. 

Du musst nur Bedenken, daß auch das Johanniskraut 3 Wochen braucht, um zu wirken und auf jeden Fall deinen Arzt darüber informieren, daß du es genommen hast ( es gibt ADs die Wechselwirkungen mit Johanniskraut haben).

Ich hoffe, ich konnte deine Fragen beantworten.

VG Hummel

 

 

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12.09.2019, 21:16 Uhr
Antwort

Hallo! Mir geht es auch seit längerer Zeit nicht gut. Allerdings kann ich keine Medikamente, weil ich extrem darauf reagiere. Egal, was es ist. Auch auf Hormone. Selbst auf nat. Progesteron. Ich muss es also hinnehmen und irgendwie aushalten. Inzwischen habe ich gelernt damit zu leben und mich so anzunehmen. Was würde es bringen, sich ständig dagegen zu wehren. Allerdings geht es mir morgens meist nicht gut und das macht mir oft Angst. Da ist es schwer ruhig zu bleiben. Letztendlich bin ich alleine und muss damit klar kommen.

Immerhin bin ich happy, dass ich seit über einem Jahr keine Regel mehr habe. Trotzdem habe ich immer wieder das Gefühl, als wenn sie noch da wäre. Mein Körper reagiert noch ab und zu so, als wenn ich einen Zyklus hätte. 

Vor  langen war ich auch noch gerne unterwegs. Heute bin ich froh, wenn ich nicht raus muss. Antrieb? Fehlanzeige. 

ich denke, der Körper baut ab. Der Stoffwechsel wird langsamer. Das kann man unterstützen, aber letztendlich nicht aufhalten.

Lasst es Eich gut gehen.

LG

Kröte4

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13.09.2019, 19:24 Uhr
Antwort

Hallo liebe Hummel,

vielen Dank für deine Antwort. Du und Tofifee und all die anderen habt mir sehr geholfen. Zumindest habt ihr mir die Angst vor einem AD genommen.  Dieses Medikament war für mich immer ein Graus, eigentlich war es aber ein Fehler es nicht gleich zu nehmen. Ich habe immer gedacht vielleicht muss ich diese Depression einfach durchstehen, vielleicht  will sie mir etwas sagen was ich aufarbeiten muss. Das mag zum Teil stimmen, aber ich weiß dass ich ein Ungleichgewicht an welchen Stoffen auch immer im Gehirn habe und ich habe alles versucht mit allen möglichen Mittelchen dem Herr zu werden. Wie gesagt ist das Johanniskraut jetzt der letzte Versuch, irgendwann ist es genug. Wie ist das bei euch, habt ihr irgendwelche Hilfe oder Verständnis von außen für diese Krankheit? Bei mir ist es so dass mein Mann eigentlich nicht so recht weiß wie es mir wirklich geht und die Tragweite von Depressionen ist ihm denke ich auch nicht bewusst. Die meisten sind froh wenn sie damit nichts zu tun haben und auch die ganz wenigen, denen ich davon erzählt habe, fragen eigentlich nicht mehr nach wenn man sich nach außen hin normal verhält. Mit Krankheit im allgemeinen und mit Depressionen im besonderen wollen sich die meisten nicht behängen, das ist meine Erfahrung.

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14.09.2019, 08:23 Uhr
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Guten Morgen Heike!

Ich habe zum Glück mehrere liebe Menschen, mit denen ich über meine Probleme reden kann. Geht es bei einem grad nicht (beschäftigt, eigene Probleme,...), so ist meist jemand anders verfügbar. In Zeiten der Not helfe ich mir mit Sprachnachrichten (bin es schon mal los und es kommt ja später noch an) und Selbstgesprächen beim Spaziergang mit dem Hund (wohnen ländlich, da trifft man oft keinen.... ). Oft hilft das schon, da beim Reden sich der Kopf sortiert. Mit meinem Mann kann ich nicht darüber reden, da er aufgrund seiner eigenen Erfahrungen ( mehrere Familienmitglieder sind psychisch labil) auf gut deutsch die Schnauze gestrichen voll davon hat. Das ist in für mich natürlich sch..., wenn es mir grad sch...  geht, aber dafür hab ich ja zum Glück andere liebe Menschen. Und ich kann es mittlerweile als Selbstschutz von ihm aus sehen. 

Das Leben ist nun mal kein Ponyhof und das es wie bei Rosamunde Pilcher läuft in langjährigen Beziehungen ist wohl Illusion..... 

Schönes WE, lauf jetzt mit dem Hund.... ;o)

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