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Eisprung trotz Implanon?

Kategorie: Leben-Familie » Forum Verhütung

07.01.2003 | 11:07 Uhr

Ich habe seit Januar 2002 Implanon, hatte auch bis August keine Probleme damit und keinerlei Blutungen. Im August wurde ich wegen meinen Magenschmerzen akkupunktiert. Jedoch bekam ich daraufhin Blutungen und ich fragte bei der Ärztin, die die Akkupunktur durchgeführt hatte nach. Sie sagte mein Menstruationspunkt sei gestört gewesen und sie hat deshalb diesen Punkt mitbehandelt. Sie hat also den Mens-Punkt wieder in Gang gesetzt. Seitdem hatte ich dauernd Blutungen, die kaum aufhörten. Dann im November (es war der 20.November) spürte ich plötzlich einen Eisprung und sagte noch zu meinem Mann, dass ich glaube ich schwanger geworden bin gerade. Man kann eigentlich mit dem Implanon unmöglich einen Eisprung haben, aber es war so. Wenige Tage später merkte ich die Müdigkeit, Übelkeit und Brustziehen. Der SS-Test zeigte dann wieder einige Tage später positiv an. Daraufhin ging ich zur FÄ und fragte nach. Doch sie sagte, dass die SS noch zu früh sei um etwas erkennen so können. Ich sollte eine Woche später wieder kommen. Nach diesem Termin bekam ich 3 Tage später starke Blutungen. Und siehe da die Gebärmutterschleinhaut war abgebaut und so wie es aussah habe ich ein Kind verloren. Also war ich trotz Implanon wahrscheinlich schwanger.
Nun hatte ich letzten Sonntag wieder dieses Gefühl des Eisprungs und ich bin mir sicher, dass ich einen hatte. Aber wie kann das sein trotz Implanon?? Wirkt es nicht richtig wegen der AKkupunktur oder ist die Wirkung nach einem Jahr schon weg? Solangsam vertraue ich diesem Teil gar nicht mehr wirklich. Morgen habe ich einen FA-Termin und werde dann entscheiden ob ich nicht lieber eine Pille einnehmen werde. Aber ich habe vor dem Entfernen große Angst. Hoffentlich bin ich nicht schon schwanger seit Sonntag. Wir haben bereits eine Tochter und wollen es vorerst dabei belassen. Wer kennt sich mit Akkupunktur in Verbindung mit Implanon aus?

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08.01.2003, 02:11 Uhr
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Hallo Selina, leider kann ich Deine Fragen nicht beantworten, aber Dein Erfahrungsbericht hat mich sehr erschüttert. Ich nahm viele Jahre lang ganz penibel die (Micro-)Pille und war manchmal auch ganz sicher, einen Eisprung zu spüren, zumal das reine Empfinden auch mit spinnbarem Zervixschleim einherging. Weil ich der Pille daraufhin - trotz anderslautender Info vom FA - nicht mehr vertraute, wollte ich zu Implanon wechseln. Mein FA riet mir jedoch zur Hormonspirale (Mirena), weil für das Implantat damals (Juli 2001) noch keine wirklichen Langzeiterfahrungen vorlagen. Aber auch mit der Mirena habe ich häufiger diesen spinnbaren schleimigen Ausfluss. Mir ist bewusst, dass die Hormonspirale - im Gegensatz zur Kombipille oder dem Implanon - den Eisprung nicht unterdrückt, jedoch soll sie den Schleim im Gebärmutterhals ja verdicken. Insofern ergeht es mir wie Dir: Ich bin total verunsichert und verhüte jetzt immer noch zusätzlich mit Kondom... Ich würde mich übrigens freuen, wenn Du noch mal berichtest, sobald Du beim FA warst. Dir alles Gute! Bianca

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08.01.2003, 03:18 Uhr
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Hallo Bianca!
Meine FÄ sagte heute, dass es sehr oft vorkommt, auch bei den niedrig dosirten Micropillen, dass man einen Eisprung hat. Nur durch die Verdickung des Gebärmutterhalses kann sich da kein richtiges Ei einnisten. Also haben wir da wohl beide richtig den Eisprung gefühlt. :-) Wie bist Du mit der Mirena zufrieden, da meine Frauenärztin mir nun auch dazu geraten hat? Momentan bin ich auch mit dem Implanon zufrieden, da ich keine Blutungen mehr habe (bekam vor drei Wochen zusätzlich Hormone). Aber sicher finde ich es nicht. Deshalb verhüteten wir jetzt auch wenige Tage zusätzlich mit Kondom, aber es macht einfach keinen Spaß (die reißen irgendwie dauernd). Deshalb müssen wir nun dieses Risiko in Kauf nehmen doch mal ein Baby zu erwischen, was aber nicht soooooo schlimm wäre. Wir haben ja schon eine kleine Tochter und wollen in etwa 3 Jahren noch ein Kind haben. Ich würde mich freuen mal wieder von Dir zu hören. Wir könnten ja auch mal per Email in Kontakt treten, wenn Du Lust hast. Schreib mir doch mal deine Email-addy.
Liebe Grüße

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09.01.2003, 02:47 Uhr
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Hallo Selina, <p>ich finde es sehr nett, dass Du Dich noch mal gemeldet hast. Ich habe nämlich schon häufiger auf ähnliche Postings reagiert, aber leider verlief der Kontakt im Sande, noch bevor die Fragestellerin mit einer konkreten Antwort vom Arzt zurückkam. Das finde ich jammerschade, denn dadurch wird die Verwirrung sicherlich nicht kleiner. <p>Mit der Mirena war ich anfänglich gut zufrieden. Das lag aber wohl mehr daran, dass ich ganz pragmatisch dachte, wenn es doch mal zu einer Schwangerschaft käme, könne man mir keine Schuld unterstellen (wie z. B. bei der Pille, obwohl ich die 100 %ig richtig einnahm). <p>Mein Problem seit Mirena ist, dass mein alter Zyklus wieder durchgekommen ist. Mein FA hatte dies im Vorfeld auf meine Rückfrage hin zwar verneint, tatsächlich ist es aber leider so gekommen. Ich habe immer noch Schmierblutungen, obwohl ich die Mirena seit Juli 2001 trage. Die Blutungen kommen auch so willkürlich, dass ich die Periode beim besten Willen nicht identifizieren kann. Damit könnte ich aber noch leben. Seit neuestem habe ich jedoch so seltsame Erscheinungen (Übelkeit, Brustschmerzen, Kreislaufbeschwerden), dass ich bisweilen befürchte, schwanger zu sein. Ich habe seit Mirena schon einige SS-Tests gemacht, die alle negativ waren. Aber wer weiß????? Außerdem habe ich hin und wieder Unterleibsschmerzen und weiß dann nie so recht, ob die Mirena noch an Ort und Stelle sitzt. Insofern ist bei uns auch meist doppeltes Verhüten angesagt... <p>Falls Du mir direkt antworten möchtest, meine eMail-Adresse ist: onsen@gmx.net. <p>Liebe Grüße
Bianca

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04.04.2004, 05:58 Uhr
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Hallo Bianca,
ich habe euren Dialog nun eine Weile verfolgt. Ich verhüte auch mit Implanon und muß sagen, daß ich auch dieselben ANzeichen habe wie Übelkeit, Unterleibsschmerzen,...Tests waren bei mir auch alle negativ und inzwischen bin ich vom Implanon überhaupt nicht mehr überzeugt. Als ich dann beim FA war, hat der bei mir festgestellt, daß mein einer Eierstock größer ist und geschwollen ist, nen SStest hat er allerdings nicht gemacht. Er erklärte so: Durch die Hormone des Implanons und den unregelmäßigen Blutungen wird ein Eierstock mehr beansprucht dadurch kommt es zu besagten Anzeichen, wenn es nicht behandelt wird, kann sich dadurch eine Zyste bilden. Frag doch auch mal näher nach...
Nehme zwar seit kurzem Medikamente hab aber irgendwie immer noch Befürchtungen daß ich schwanger bin.Ich bin auch echt am überlegen, ob ich wieder auf die gute alte Pille umsteige.
Kann sich bei einem Eisprung trotz Implanon wirklich ein befruchtetes Ei einnisten? Wie hoch ist dabei die Wahrscheinlichkeit? Bei Eisprung kann ich mich ja nur auf den Gebärmutterschleim verlassen oder? Nicht grade überzeugend. Wie lange verhütet ihr dann zusätzlich noch mit Kondomen?

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