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Pantoprazol-Entwöhnung

Kategorie: Magen-Darm » Forum Sodbrennen

09.02.2011 | 10:22 Uhr

Hallo an alle,

bei mir wurde vor 15 Monaten bei einer Magenspiegelung festgestellt, dass mein Mageneingang aufgrund eines Zwerchfellbruchs nicht mehr dicht schließt. Eine Heliobacterinfektion lag nicht vor. Die Spiegelung erfolgte wegen diverser Beschwerden: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Magendruck und Sodbrennen. Ich habe dann auf ärztliche Verordnung hin zweimal täglich 20 g Omeprazol genommen, und nach vierzehn Tagen ging es mir wieder gut und ich habe die Tabletten nach und nach absetzen können.

Ein Jahr lang war ich völlig beschwerdefrei. Im Oktober 2010 ging es dann - quasi aus heiterem Himmel - los: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Magendruck, Sodbrennen. Ich habe versucht, mit Iberogast und Heilerde gesund zu werden. Das klappte immer für einige Tage, dann waren die Probleme wieder da. Dieses Hin und Her ging so etwa zwei Monate, dann habe ich auf ärztlichen Rat Pantoprazol genommen, und zwar an fünf Tagen 2 x 40 mg täglich, danach nur noch morgens 40 mg.

Ich nehme die Tabletten seit gut einem Monat. Es geht mir wieder gut, allerdings machen mir die Nebenwirkungen zu schaffen: Bauchschmerzen und Blähungen. Die möglichen Langzeitwirkungen dieser Mittel machen mir auch Angst.

Mein Wunsch ist es, von den Säureblockern wieder ganz wegzukommen. Ich habe vor einer Woche morgens nur noch 20 mg Pantoprazol genommen, aber bereits am nächsten Tag hatte ich so schlimmes Sodbrennen, dass ich die Dosis auf zweimal täglich 20 mg heraufgesetzt habe. Nach einigen Tagen ging es mir wieder besser.

Der Gastroenterloge hält von einem Absetzen der Tabletten gar nichts. Er meint, ich solle ganz normal essen, mich diesbezüglich nicht einschränken und könne die Tablettendosis sogar noch steigern, auch eine vierfache Dosis schade nicht. Nun ja, er ist halt Schulmediziner, und er muss die Tabletten mit all ihren Neben- und Langzeitwirkungen auch nicht nehmen.

Wer kann mir sagen, wie ich meinen Magen am besten von den Säureblockern entwöhne, ohne dass es sofort zu starkem Sodbrennen kommt?

Ich habe Süßigkeiten von meinem Speiseplan gestrichen (fällt mir nicht leicht), Alkohol trinke ich eh keinen, Kaffee auch schon lange nicht mehr. Über den Tag verteilt trinke ich viel Wasser und Kamillentee.

Ich freue mich auf Eure Antworten.

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26.02.2011, 08:31 Uhr
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Hallo Monika,

Ihre Skepsis hinsichtlich der PPI`s ist berechtigt.
Sie sollten eine säureamre Kost, ausreichend Wasser (30 ml/kg) und Verzicht auf Genußmittel einhalten.
Im Anfall können Sie 1 g Natron einnehmen. Sollte nach einer Weile keine Besserung eintreten, !/2 Portion nachschieben.
Bevorzugen Sie eiweißhaltige Nahrungsmittel gegenüber Kohlenhydraten und essen Sie fettarm.

Gruß
Kurt Schmidt

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03.04.2011, 08:09 Uhr
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Hallo Monika!Wenn Sie ohne PPIs auskommen,ist das doch gut und ich würde die Dosis auch nicht einfach so steigern.Ich bin am Magen operiert,das wäre ja für Sie vielleicht auch eine Lösung,dann wird Ihr Zwerchfelbruch behoben.Weiteres sehen Sie unter meinen Einträgen unter Lisa.

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10.04.2011, 08:59 Uhr
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Hallo,

anderen Menschen eine umstrittene Op nahe zu legen, ist , schon für sich betrachtet, kühn, wenn nicht verantwortungslos, wenn man die nach wie vor bestehenden Komplikationen in vielen Fällen berücksichtigt.

Gruß
Kurt Schmidt

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25.06.2013, 13:26 Uhr
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ich kann bei meiner Erfahrung vielleicht helfen:
ich habe vor einigen Jahren selber Probleme mit dem Magen und Darm gehabt. Ich war immer Gesund. Keine Allergien. Keinerlei Krankheiten. Ich hab immer alles Essen und Trinken können. Ich war gegen alles resistent. Mein Leiden war zuletzt so schlimm, dass ich schon hoffte es würde mich schnellstmöglich ereilen, damit es vorbei ist.
Vor etwa 5 Jahren hat es mit sehr starkem Sodbrennen begonnen. ich ging zum Arzt und mir wurde Omeprazol und eine Magenspiegelung verschrieben. Die Magenspiegelung bestätigte mir das Sodbrennen. Es war alles entzündet. Sonst nichts. Solange ich die Magensäure unterdrückenden Tabletten einnahm, war ich vom Sodbrennen befreit. Mit einer Ernährungsumstellung habe ich es schließlich in den Griff bekommen. Dies hat 1,5 Jahre gedauert. Zugegeben, es hat lange gedauert, aber ich war auch erst 25 Jahre alt. Nach einem weiteren Jahr merkte ich, dass ich hier und da Verstopfung bekam. Also as ich immer weniger Süßigkeiten. Allerdings wurde es dennoch immer schlimmer. Nach einem weiteren Jahr as ich keinerlei Süßigkeiten mehr. Ich bekam immer wieder Verstopfung. Ende 2012 war ich Dulcolax-Abhängig. Alle 3 Tage musste ich eine Tablette nehmen. Essen hat kein Spaß mehr gemacht. Ich konnte nicht mal Gemüsesuppe essen ohne Verstopfung zu bekommen. Da wird man Lebensschwach. Ich hab einmal einen Verdauungsspaziergang gemacht und musste mich mit unterwegs mit meinen 30 Jahren auf einen Stuhl zur Erholung setzten. Von diesem bin ich nicht mehr hoch gekommen. Ich dachte jetzt war es das… Ich ging Anfang 2012 (als es schlimmer wurde) zum Arzt. Dieser sagte mir ich solle lieber Tabletten nehmen. Bei Verstopfung bekäme man nur noch andere Probleme. Super Hilfe!
Ende 2012 wechselte ich den Arzt. Der nächste, ein sehr leidenschaftlicher Arzt, verschrieb mir abermals Omebrazol. Diesmal bekam ich Anwendungsvorschriften. Zunächst wurde es besser. Ich konnte wieder Suppe essen und mit einigermaßen erträglichen Schmerzen auch die Dulcolax weg lassen. Lebensqualität ist zwar was anderes aber in meiner Situation war es dennoch ein Erfolg. Viel besser wurde es allerdings nicht. Ich bekam abermals eine Magen Spiegelung und machte die Darmspiegelung gleich mit. Anschließend noch ein CT. Alles wunderbar. Ich bin medizinisch gesund. Ich würde also völlig gesund sterben. Klasse! Ich gab es auf zu Ärzten zu gehen. Viel mehr als Suppe ging aber immer noch nicht.
Mein nächster Schritt war ins Reformhaus. Ich as Morgens nun Brei. Bei konsequenter Einnahme wurde es etwas besser. Ich konnte nun Dulcolax bis zu 4 Wochen weg lassen. Hier und da hatte ich aber immer noch Probleme. Süßkram ging gar nicht. Kuchen war tödlich. Ich musste jede gut gemeinte Zuwendung ablehnen. Aber ich konnte mich zumindest größtenteils auf meinen Job konzentrieren.
Nun zum Wunder:
Meine Freundin ist zufällig auf eine Zeitungsannonce gestoßen. Eigentlich wollte sie sich über Versicherungen Informieren. Wir wurden an jemanden weiter geleitet der mir eine Trink-Kur verschrieb. Davon hatte ich noch nicht gehört. Aber was hatte ich noch zu verlieren. Ich gab Unmengen an Geld im Reformhaus aus nur um am Leben zu bleiben. Die Trinkkur geht mind. 3 Monate. Er sagte mir nach einer Woche ist es besser.
Ungläubig probierte ich es aus.
Am 3. Tag war es anders. Am 5 Tag waren Schmerzen weg. Nach einer Woche konnte ich mal ein Eis essen. Ich war völlig verblüfft.
Mittlerweile sind 2 Wochen vergangen. Schmerzen oder Verklumpungen sind keine mehr zu spüren. Ich habe mich in der 2. Woche mit Popcorn im Kino und Chips und Lakritz zu Hause vollgestopft. Ich hatte was nachzuholen. Ich spürte es zwar aber nach ein paar Stunden war alles wieder weg. nach dem Süßkramanfall lass ich es ruhig angehen und zieh die Kur erstmal durch bevor ich wieder Sündige. Jedenfalls bekomme ich wieder Hunger und kann wieder alles essen.

Ich bin so überzeugt von dieser Kur, dass ich dich mit gutem Gewissen an diesen Herren Vermitteln kann. Er hat mich umfangreich beraten und mir nicht zu viel versprochen. Es hilft sogar gegen vielerlei Probleme. Wie Kopfschmerzen Übelkeit, Erbechen,Gelenkschmerzen, Pilzinfektion etc. Meine Freundin trinkt dies nun auch. Sogar meine Mutter habe ich dies verschrieben. Alle sagen dasselbe.
Du kannst mich unter der Email thomas.wienke@gmx.net kontaktieren.

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07.06.2015, 03:16 Uhr
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Hallo, die Diskusion ist zwar schon älter das Thema aber nach wie vor aktuell. Leider habe ich nirgends im Internet von jemandem gehört der dann wirklich von Omeprazol frei kam

 Ich habe das heftige Überschießen der Magensäure im Moment mit wenig essen und viel Bio Sauermilchmolke so wie mit Bio Buttermilch und dazu noch Bio Sencha Grüntee in den Griff bekommen. Wichtig ist massvolles Essen.

Mir scheint der Grüntee Sorte Sencha hilft mir sehr gut!

Zwischendurch esse ich so gut wie mormal - Sommer und Grill kann man schlecht trennen... und ich mwine es geht mir gut.

Ich hoffe ich schaffe es endlich dauerhaft von diesem Medi los zu kommen. Habe es über 20 Jahre genommen, toi toi toi ohne sichtbare oder spürbare Nebenwirkungen.

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15.02.2017, 09:44 Uhr
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Hallo,

ich habe die PPI bestimmt auch 20 Jahre genommen. Habe in den 90'er zuerst Rifun verschrieben bekommen, später dann Nexium und dann Omeprazol. Mein Arzt hat fast nie danach gefragt, ob und wieviel ich brauche und hat mir immer das gewünschte Rezept übergeben. Nachdem ich immer mehr von den Folgen dieser PPI gelesen hatte, habe ich selbst die Dosis herabgesetzt, bis ich letztlich bei 10 mg/Tag gekommen bin. So aller paar Tage hat sich das Sodbrennen wieder zurück gemeldet, so dass ich auch wieder kurze Zeit 20 mg genommen hatte. Neben den PPI nahm ich auch zusätzlich bei Bedarf Talcid etc. Meine Nebenwirkungen waren fast immer 'leichter Durchfall', sowie immer wieder Schmerzen in der Brust.

Seit 2016 habe ich mich intensiv über die möglichen Folgen der PPI informiert und mich entschlossen diese abzusetzen. Das begann ich Mitte Dezember. Über die Entwöhnung hatte ich zuvor informiert und mich mit Hilfsmitteln eingedeckt. Dazu gehörten Mandeln, Kartoffeln, eine Unmenge Tee, sowie auch Talcid und Gaviscon.

Die ersten 2 Wochen waren grauenvoll. Es hat fast alles gebrannt. Ich war nur noch am Trinken, nachts stand ich auf, denn es war nicht mehr auszuhalten.

Es wurde besser. nach 3-4 Wochen konnte ich nach einer abendlichen Talcid wieder sodbrennfrei durchschlafen. Ich benötigte nur noch eine kleine Anzahl von Mandeln, sowie 2-3 Talcid täglich.

Nach knapp 7 Wochen bin ich seit Tagen sodbrennfrei !  Benötige seit einigen Tagen überhaupt nichts mehr !  Darüber bin ich wirklich glücklich und hoffe, dass der Erfolg weiterhin anhält. :-) Dafür habe ich auch meine Ernährung verändert. Esse weniger, weniger fettreiches und weniger scharfe Sachen.

Übrigens, meine Ärztin war überrascht, dass ich die Entwöhnung begonnen habe und unterstützt es. 

 

 

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27.02.2017, 13:36 Uhr
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Hallo Hans,

ich bin heute den dritten Tag ohne Pantoprazol. War es bei dir auch so, dass das Brennen nachmittags/abends schlimmer wird? Letzte Nacht habe ich kein Auge zugemacht. Habe vor einer Stunde mal Heilerde probiert, hatte aber eher das Gefühl, das Brennen wird mehr.

Wie lange hat es bei dir gedauert bis der Durchfall und Blähungen weg sind? Ich nehme immer weiter ab, und denke es liegt an der schlechten Verwertung im Darm. Dabei hatte ich das Pantoprazol erst ca. 3 Wochen genommen. 

Und mit Sodbrennen hatte ich vorher nie was zu tun. Das erste mal, das meine Zunge anfing zu brennen, war unter dem Panto.:-(

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05.01.2018, 14:26 Uhr
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Hallo cd,

mich würde interessieren, ob du inzwischen vom Pantoprazol weggekommen bist und wie? 

Ich (w, 26 Jahre) habe ähnliche Probleme. Aufgrund von häufigem sauren Aufstoßen, morgendlichem Schleim im Hals etc. (kein Sodbrennen oder irgendwelche Schmerzen) riet mir der HNO-Arzt in 11/2017 zu Pantoprazol 20 mg. Nach 3 Tabletten setzte ich es wieder ab, da ich es überhaupt nicht vertrug. Ich hatte einen unangenehmen Druck im Oberbauch, als würde der Magen gleich platzen. Daraufhin verschrieb mir der Hausarzt Omeprazol 20 mg und ich bekam auch eine Überweisung zur Magenspiegelung. Ich stellte absofort die Ernährung um und vertrug das Omeprazol tatsächlich besser. Am Wochenende darauf erlaubte ich mir dann doch mal ein paar Plätzchen (in der Weihnachtszeit auf jegliche Süßigkeit zu verzichten, ist wirklich schwer :-D) und bekam trotz Omeprazol das erste Mal in meinem Leben Sodbrennen, was auch die darauffolgenden Tage noch hin und wieder auftrat, jedoch weniger intensiv. Die Magenspiegelung samt Histologie ergaben eine leichte chronische Gastritis Typ C, die aber nicht behandlungswürdig sei. Das Omeprazol sollte ich absetzen und von da an gingen die Probleme erst los.

Ich trinke aufgrund der leichten Gastritis bis heute nur Kamillentee, stilles Wasser sowie Leinsamenschleim, esse überwiegend Haferbrei mit säurearmen Obst, Salat, pürierte Gemüsesuppen mit Brot etc. Und trotz allem habe ich immer wieder heftiges Sodbrennen. Die Ärzte raten einem dazu, wieder PPI's zu nehmen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass diese die eigentliche Ursache sind. Ich hatte zuvor noch nie Sodbrennen! Geholfen habe ich mir die letzten 2 Wochen mit Antazida, Heilerde und Iberogast. Die letzten Tage ist es allerdings so schlimm, dass mir permanent der ganze Hals brennt und spannt. Vermutlich ist die Speiseröhre entzündet, sodass ich heute Morgen nach einer schlaflosen Nacht nicht anders konnte und doch wieder zu Omeprazol gegriffen habe :,(. Ich habe jetzt schon wieder Angst vor dem Absetzen und dem eventuellen Rebound. Und hoffe deshalb auf Erfahrungsberichte anderer Leidensgenossen, die es bereits geschafft haben... 

 

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24.02.2018, 00:13 Uhr
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Hey, ich hoffe ich kann den jenigen bisschen Hoffnung geben, weil ich selber davon zu kämpfen habe/hatte ich kann also Lieder von Sodbrennen, Halsschmerzen, Hals im Schleim sämtliche Symptome davon Lieder singen. Ja unsere Ärzte sind bekannt dafür Säureblocker in jeder Art zu verschreiben, was meistens nachher zu noch schlimmeren Schäden führt das ist SO wichtig. Ich habe es früher auch nicht ernst genommen, doch ich habe endlich eine Lösung gefunden und ich habe SO viel Informationen gesammelt, was selbst die Ärzte nicht wissen oder es verschweigen, weil sie für jeden Patienten nur wenig Zeit rein investieren. Wenn du immer noch Probleme hast dann schreib mir mal per Email "angieh1540@gmail.com" ich hoffe ich kann dir weiter helfen. Weil viele schon es so geschafft haben. Es ist ein Kampf aber du musst es durchstehen bevor die Säureblocker Gewinn haben. Schreib mir nochmal per Email deine  Situation was du genau hast und was du gegen die Symptome zu dir nimmst. LG und Gute Besserung an alle betroffenen :)

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