Wie mit dem Rauchen aufhören? Tipps, Tricks, Erfahrungen?

Kategorie: Allgemeinmedizin » Forum Raucherentwöhnung

22.11.2018 | 13:51 Uhr

Hallo Leute,
Kurzgeschichte: Ich rauche schon seit sehr vielen Jahren, momentan liegt der Konsum bei ca. 1 bis 1,5 Schachteln am Tag. Zu Spitzenzeiten waren es auch 2 Schachteln am Tag. Wie ich jünger war habe ich viel Sport gemacht. Heute wollt ich wieder mal laufen gehn und siehe da...ich schaff nicht mal einen kilometer durchzulaufen. Muss eine Pause einlegen, die Luft fehlt und die Kondi sowieso. Dann noch der Raucherhusten hin und wieder. Dann habe ich überlegt, wie ich früher gelaufen bin...5km ohne Probleme, manchmal 10km durchlaufen. Und jetzt steh ich da, ein "eingerosteter" Körper, wie es nur soweit kommen konnte frag ich mich. Auf alle Fälle habe ich nun heute beschlossen mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habs schon in der Vergangenheit einige Male versucht, aber nach ein paar Wochen habe ich wieder zur Zigarette gegriffen und wieder angefangen (wie unglaublich dumm von mir :-|) Hab da immer die Zigaretten weggeschmissen und abrupt aufgehört. Welche Tricks gäbs noch um mit dem Rauchen aufzuhören? Ein paar Erfahrungen von den Ex-Rauchern wären mir schon hilfreich. Will das nun wirklich ganz durchziehen und definitiv hinter mir lassen.

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Community-Managerin
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22.11.2018, 15:21 Uhr
Antwort von Community-Managerin

Hallo bifi-x,

ich habe gerade Ihren Beitrag gesehen und finde es gut, dass Sie mit dem Rauchen aufhören möchten. Ich denke, spätestens wenn man merkt das die körperliche Betätigung eingeschränkt ist, hat man die entsprechende Motivation etwas in seinem Leben zu ändern.

Mein Tipp wäre eine Raucher-Hypnose zur Unterstützung, wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte. Die Rückfallquote ist wesentlich geringer, als einfach so mit dem Rauchen aufzuhören.

Oft ist es so, dass ab dem Moment in welchem man sich gegen das Rauchen entschieden hat, also eine bewusste Entscheidung dagegen getroffen hat, das Unterbewusstsein diese Entscheidung torpediert.

Das Rauchen ist mit vielen Gefühlen und Ritualen verknüpft, die oftmals vollkommen gegensätzlich sind. Man raucht nach dem Essen, zur Entspannung, wenn man gesellig ist, aber auch wenn man gestresst ist es einem nicht gut geht.

Diese Verknüpfungen laufen unterbewusst in uns ab und haben sich über die Jahre tief im Inneren verwurzelt. Auch wenn das Bewusstsein die Entscheidung trifft nun zu enden, ist das Unterbewusstsein es, dass einen permanent an dieses erinnert in allen Lebenssituationen an diese Verknüpfungen erinnert. Und dann kommen die Momente in welchen man schwach wird. ;-)

Mit der Hypnose schafft man es, diese Strukturen zu überschreiben und neu zu codieren. In der Hypnose tritt das Bewusstsein in den Hintergrund und das Unterbewusstsein wird geöffnet, die alten Strukturen werden überarbeitet und ersetzt durch neue positive Suggestionen.

Der Vorteil daran ist, dass man nach dem Rauch-Stopp nicht unbedingt zunehmen muss. Oft sind es nämlich dann die Süßigkeiten die das fehlende Rauchen und Verlangen kompensieren sollen.

Ich denke, wenn Sie jetzt die Motivation haben und mehr Sport machen möchten, dann kann die Hypnose für Sie eine sinnvolle Hilfe sein, denn wichtig auch bei der Hypnose ist natürlich trotzdem der Wille mit dem Rauchen aufzuhören.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und mein Tipp hilft Ihnen schon einmal weiter.

Viele Grüße

Victoria

Lifeline - Community-Managerin

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25.11.2018, 17:45 Uhr
Antwort

Hallo, bifi,

 

ich gebe zu, 2 Schachteln sind schon etwas sehr viel aber wenn du eingesehen hast, dass das ein Problem ist, bist du ja schon auf dem besserem Weg. Der Punkt ist ja meistens, dass die Raucher schon wissen, wie ungesund das ist aber der logische Schluss daraus ist ja eben auch nicht gerade leicht. Abhängigkeit ist halt wirklich anstrengend, egal wie viel man über die Folgen für die Lunge weiß oder einem der Geruch auch stört. Dass man es beim ersten Versuch nur selten schafft, ist allerdings nicht unbedingt ungewöhnlich. Abgesehen davon, dass man meistens gereizt wirkt, muss man sagen, wie die Community-Managerin richtig angemerkt hat, die Zigaretten meistens an bestimmte "Rituale" verknüpft sind, die Teile des Alltags sind. Daher ist es eher schwierig, sofern man keine Ablenkung für Finger oder Verstand findet, den Verlockungen langfristig zu widerstehen, vor allem, wenn man nicht daauf vorbereitet ist. Die vorgeschlagene Hypnose ist da eine Option von vielen, man muss da meistens einiges durchprobieren, egal ob es da nun um soziale Hilfe, natürliche Mittel, neue Hobbies oder auch große Tapenwechsel geht. Habe ja selbst auch 4 Versuche gebraucht aber es lohnt sich. ;)

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05.12.2018, 21:10 Uhr
Antwort

@Community-Managerin:
Dankeschön für ihre Antwort und die hilfreichen Tipps.
An Hypnose habe ich auch schon gedacht. Das könnte ich ausprobieren, aber ich hab da von anderen Bekannten auch gehört, dass sie damit nicht wirklich weiter gekommen sind, bzw keine große Hilfe darin gesehen haben. Aber das liegt auch sehr an der persönlichen Einstellung gegebüber dieser Methode. Ich bin ein durchaus offener Mensch für alles mögliche und auch für neue Methoden und Techniken.

@Taniel: Danke auch dir für die Antwort. Das stimmt auch voll, was die CM erwähnt hat und du auch noch bestätigst. Die Rituale sind stark verankert und "festigen" sich mit den Jahren immer mehr. Schwer wird es nach einer langer Zeit all diese Gewohnheiten wieder loszuwerden. Ich bin nun auch dabei, diese Gewohnheiten langsam auch selbst zu erkennen (die man teilweise vollkommen unterbewusst macht) und auch mit der Zeit zu ändern. Was meinst du genau mit natürlichen Mitteln? Nikotinersatz auf natürlicher Basis damit man leichter aufhört oder verstehe ich das falsch? Die Idee mit den neuen Hobbies ist mir auch schon eingefallen. Das kann ich zum Beispiel auch gut mit Sport verbinden und damit auch eine mögliche Gewichtszunahme kompensieren, da ich schon sehr gerne auch Süßes esse und ich befürchte, dass ich mehr davon essen werde wenn ich mal nicht rauche. Klettern hat mich schon immer begeistert, aber früher nur ein paar mal gemacht und seit ewig langer Zeit nicht mehr. Hab mich schon in letzter Zeit nach Kletterhallen umgesehn. Freu mich schon drauf :)

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06.12.2018, 09:59 Uhr
Kommentar von Community-Managerin

Guten Morgen bifi-x,

sicherlich haben SIe recht, für die Hypnose muss man aufgeschlossen sein und man muss eben auch wirklich mit dem rauchen aufhören wollen.

Die Hypnose kann hier einen Impuls geben und diesen Vorsatz festigen, aber ohne eigene Motivation geht es nicht.

Ich kenne Menschen die es mit der Hypnose geschafft haben mit dem Rauchen aufzuhören.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg Ihren Vorsatz umzusetzen.:-)

Viele Grüße

Victoria

Lifeline - Community-Managerin

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07.12.2018, 19:31 Uhr
Kommentar

Man muss da halt wirklich offen sein, bifi-x, wobei das Problem ja meistens schon darin besteht, dass man sich diese Abhängigkeit eingestehen muss. Davor probiert man ja auch gar nicht erst etwas auf und halbherzig klappt es halt auch nicht. Die Gewohnheiten selbst kann man ja schlecht abschaffen, man wird ja vermutlich nicht aufhören Essen zu gehen oder z.B. sich mal ein Bier zu gönnen - und ne Wartepause bei der Bushaltestelle gibts auch weiterhin. Muss man halt bei jedem dieser und weiter Gelegenheiten, stark bleiben.  Zu deiner Frage - ich konnte da beispielsweise gute Erfahrungen mit Smoksan machen, damit die Nerven schon vorher etwas entspannter sind. Man sollte generell schon vor dem Beginn der Reduzierung einen "Plan" schmieden und vielleicht einen Monat lang verreisen oder täglich nach der Arbeit joggen gehen - Hauptsache es ändert sich etwas Grundlegendes zumindest für eine Übergangszeit lang. Nikotinersatz sehe ich persönlich eher negativ, so etwas würde ich auch nicht nehmen. ;) Ja, das mit dem Zunehmen ist zwar keine goldene Regel aber das häufigste - hilft ja auch bei der Entspannung aber es gibt eben weniger schädliche Alternativen. Das Wichtigste ist aber, dass man sich bei dem Entschluss selbst treu bleibt und auch sein Umfeld einbezieht.

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13.12.2018, 17:46 Uhr
Antwort

Vielen Dank nochmals für eure Antworten!

@Community-Managerin: Ich sehe es auch so. Solange man nicht für neue Methoden aufgeschlossen ist, wird es ja auch nicht funktionieren, da man selbst nicht wirklich daran glaubt und es teilweise als lächerlich empfindet. Wie gesagt, ich bin von Natur aus ein offener Mensch und sehe neue Methoden mehr als eine Einladung für was Neues.

@Taniel: Klar, der erste Schritt ist die Abhängigkeit einzusehen und damit auch klarzukommen. Wenn man sich einredet, dass man nicht abhängig ist, dann macht man schon am Anfang einen großen Fehler. Ich bin mir dessen auch sehr bewusst. Gewisse Gewohnheiten kann man natürlich schon abschaffen. Wenn man nach dem Essen immer eine Zigarette raucht, dann versucht man eben diese Zigarette abzuschaffen...somit hat man schon eine Gewohnheit weg. Klingt leichter als es ist, da in gewissen Situationen das Verlangen schon sehr stark ist. Aber ich versuche ja mein Bestes :) Smoksan kenne ich nicht, was ist das genau bzw. wie wirkt das? Nikotinersatz will ich ja auch nicht wirklich...will da eher andere Wege gehen.

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14.12.2018, 17:20 Uhr
Kommentar von Community-Managerin

Hallo bifi-x,

schön, dass Sie ein aufgeschlossener Mensch sind. Ich bin mir sicher, Sie werden den richtigen Weg für ein rauchfreies Leben für sich finden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute dabei.:-)

Viele Grüße

Victoria

Lifeline - Community-Managerin

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04.01.2019, 17:25 Uhr
Kommentar

@bifi-x: Auf einer mehr oder weniger subliminalen Ebene weiß man ja auch, dass da irgendetwas nicht stimmt aber den Geruch nimmt man irgendwann nicht mehr wahr und "macht doch jeder". Der menschliche Körper und Verstand ist wirklich gut darin, bei einer Sucht Ausreden zu finden, wieso eine Gewohnheit gar nicht so schlimm ist man bei seiner Gesundheit selbst keine Verantwortung hat. Sinngemäß hast du das schon richtig beschrieben, bei jedem einzelnen Ritual muss man sich selbst wieder zum "Decodieren" bringen und das über Wochen hinweg. Nikotinersatz ist so oder so etwas Schreckliches, erhöht die Rückfälligkeit noch mehr und tauscht nur ein Problem gegen ein anderes aus - das würde ich auch nie wollen. Das wäre einfach ein natürliches Mittel, was dabei hilft die Unruhe frühzeitig zu senken aber kann immer nur ein Teil der Lösung sein. Ist ja wichtig, sich psychisch in die richtige Position zu bringen, diese Hürde auch wirklich zu nehmen und das ist immer mehr Willen als sonst etwas. Der Status Quo ist halt wirklich schädlich, weshalb ich hoffe, du schaffst es in diesem Jahr endlich - hat mich auch zu lange verfolgt!

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08.01.2019, 19:40 Uhr
Kommentar

@Community-Managerin:

VIelen Dank für die schönen Worte. Ich bin auch fleißig dran, das Rauchen aufzuhören :)

@Taniel: Du triffst es auch sehr gut mit den "Ausreden suchen". Wenn die Abhängigkeit da ist, dann findet man Tausende ausreden um die Sucht zu befriedigen und man redet es sogar noch gut. Da habe ich noch eine Bekannte, die auch wahnsinnig viel raucht (zwei Packungen am Tag mindestens) und sie hat schon viele Gründe eine anzuzünden. Wird schon fast aggressiv, wenn sie mal "länger" keine hatte. Ich habe mir mal auch das von dir vorgeschlagene Mittel besorgt und probiere es nun aus...ist erst vor ein paar Tagen angekommen. Darüber hinaus bin ich schon sehr konsequent und das Reduzieren funktioniert sehr gut sogar. Bin sehr froh darüber :)

Danke nochmals für eure Hilfe und Tipps. Sehr lieb!

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09.01.2019, 16:45 Uhr
Kommentar von Community-Managerin

Hallo bifi-x,

ich drücke Ihnen weiterhin die Daumen.:THUMBS UP:

Viele Grüße

Victoria

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