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Bitte um Hilfe: Herzrhythmusstörung nach Entzug

Kategorie: Allgemeinmedizin » Forum Raucherentwöhnung

09.11.2006 | 09:13 Uhr

Liebe Forum-Besucher,

ich habe vor ca. 3 Monaten aufgehört. Davor 17 Jahre lang Kette geraucht (ca. 40 Stück, selbstgedreht). Das Aufhören selbst war unproblematischer, als ich angenommen hatte. Habe den Konsum einfach innerhalb von 2 Wochen auf Null reduziert - und das ohne Hilfsmittel wie Nikotingaben.
Die häufig geschilderten Entzugsymptomatiken wie Änderungen des Schlafverhalten, Schwitzen etc. waren nach den ersten beiden Woche auch wieder abgeklungen.
Ein Verlangen nach Zigaretten empfinde ich auch überhaupt nicht.

Aber dann gings mir sukzessive schlechter:
-Atemnot (permanent das Gefühl, die Atmung ist anstrengend)
-Herzrasen/Herzklopfen (der ganze Brustkorb bebt, laut)
-Herzryhtmusstörungen (in Belastungs- und LangzeitEKG)
-Konzentrationsstörungen (extrem schnell ablenkbar)
-Müdigkeit und Erschöpfungsgefühle
-Agressivität (bishin zur Bösartigkeit)
-innere und motorische Unruhe
-Akne
Es ist, als ob ich eine komplette Persönlicheitsänderung vollzogen hätte. Würde ich das nicht mit dem Rauchentzug verknüpfen, hätte ich bestimmt längst eine Panikstörung entwickelt und würde das Haus nicht mehr verlassen...

Die Ärzte:
-sagen, Symptome kommen nicht vom Entzug(?!)
-der fand eine Schildrüsenüberfunktion, der andere eine Unterfunktion
-einer hat mir Beta-Blocker und Antibiotika verschrieben (was ich beides bisher nicht genommen habe)

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Geht das wieder weg, wenn ja wie?

Danke im voraus.

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08.12.2006, 09:09 Uhr
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Hallo, ich bin gerade neu hier und versuche mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist sehr schwer. Mein Arzt hat bei mir eine Kohlenmonoxidvergiftung durch das Rauchen festgestellt. Die von ihnen angegebenen Symptome habe ich auch. Ich habe mich draufhin schlau gemacht. Es handelt sich hierbei um ein Entzug mit Entzugserscheinungen, wie die von Ihnen angegeben. Ich hoffe, Sie haben weiterhin durchgehalten.

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15.12.2006, 03:59 Uhr
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Hallo,
ich habe einen Freund, der etwas ähnliches erlebt hat: Er ist ein sehr starker Raucher mit so 60 Zigaretten am Tag. Dann hörte er schlagartig auf. Er bekam so ernste Kreislaufprobleme, dass er dachte er müsse sterben und ins Krankenhaus ging. Dem Arzt dort erzählte er, er habe gerade mit Rauchen aufgehört und der Arzt dort meinte, seine Herz-Kreislaufprobleme kämen wohl daher. Er hat sich sofort noch im Krankenhaus Zigaretten besorgt und es ging ihm wieder gut.
Das gut schreibe ich in Anführungszeichen, denn er ist hochgradig nikotinsüchtig. Wenn seine Schachtel mit Zigaretten fast leer ist, kauft er sich sofort eine neue. Wenn er sein Feuerzeug nicht sofort findet, wird er ganz bleich und bekommt große Angst. Er würde zu gerne ohne Zigaretten leben und manchmal habe ich das Gefühl, seine Abhängigkeit ist ihm fast peinlich. Aber er hat eine große Angst davor, dass es ihm dann wieder so schlecht geht.
Ich glaube, dass so starke Raucher wie ihr beide es seid,
langsam aufhören sollten, oder zumindest über den Zwischenweg mit den Nikotinkaugummi und Nikotinpflaster. Ich glaube, der Körper braucht mehr Zeit sich umzustellen.
Du könntest ein leichtes Antidepressiva versuchen (heißt es nicht Zyban? besonders für Ex-Raucher) und vielleicht auch vorübergehend ein Nikotinpflaster anwenden.
Einen Beta-Blocker, Antibiotika und Schilddrüsenmittel würde ich keinesfalls nehmen, das macht ja alles komplizierter. Und am Ende weiß man nicht mehr was die Henne und was das Ei war.
Ansonst gratuliere ich Dir trotzdem, dass Du so eifrig dabei bist aufzuhören. Ich wünschte, mein Freund wäre auch etwas mutiger und informierter. Naja.
Alles Gute, Nica

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15.12.2006, 04:17 Uhr
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Hallo, ich bins nochmals. Ich habe gerade gelesen, dass Zyban auch zum Teil schwere Nebenwirkungen hat. Also dann würde ich es auch nicht nehmen. Aber es gibt noch viele andere Mittel ohne Nebenwirkungen.
Gruß Nica

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04.01.2007, 05:31 Uhr
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hi ich hoffe du bist noch sauber....

1. verlaß dich bei einem entzug nicht auf die ärtzte... die sind in keiner therapie (egal was für eine ) ehrlich
2. mach dir bewußt das du nur starker raucher warst zur kette fehlten dir nämlich noch 20 stk.
3.werde dir klar darüber das diese symtome über monate auftreten können ( solange wie das dezentrale nervensystem zur regenerierung braucht)
4. nehm keine medikamente... nur vitamin B-präparate und magnesium aber niemals vitamin A-präparate
5.mach dir bewußt was ein rückfall ist... ein rückfall ist wenn du wieder anfängst - nicht wenn du zwischendurch eine rauchst und danach längere zeit wieder nicht- dazu muss man aber wissen wie nikotin wirkt, nämlich ab zug nach 7 sek. im gehirn und braucht dann zum abbauen ca. 1std... und das max. nikotinkonzentrat im gehirn ist nach 5!!! zigaretten erreicht nur wenn du dein gehirn überfütterst wird es zur sucht- aber trotzdem aufhören weil es niemand schafft bei nur 5 oder weniger ziggis zu bleiben
6.durchschnittlich jeder 5-7 abstinenzversuch bringen erfolg - also wenn es beim ersten und zweiten mal net klappt weitermachen!!!
7. du musst dir bewusst machen was auf dich zukommt, kann auch noch während dem entzug sein nur wenn dir das klar ist schaffst du es auch... ganz nach mark twain aufhören das kann jeder das hab ich schon hundert mal gemacht nur zum durchhalten muss ich wissen was ich tun soll

Ich weiß von was ich rede... ich war kettenraucher. der tag hat 24 std. davon schläft man 8 zwei std. gehen fürs essen waschen etc drauf bleiben 14Std. zum rauchen. eine durchschnittliche zigarettenlänge vom anmachen bis ausdrücken dauert sieben minuten nun kannst du ausrechnen was ich geraucht hab und jeder der es auf mehr bringen will lügt ...mehr geht nämlich nicht

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10.06.2007, 04:34 Uhr
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Habe ähnliche Symptome, nachdem ich das Rauchen aufgegeben habe. Komisch, dachte eigentlich, dass das nichts mit dem Rauchen zu tun hätte. Man sagt ja, dass sich der gesamte Organismus umstellt, alles wird wieder sensibler ( Geschmack, Durchblutung, Verdauung etc.). Bin auch zum Kardiologen, der mir gesagt hat, dass ich anatomisch gesund bin- eine Erklärung für die Störungen am Herzen hatte er auch nicht. Jetzt weiß ich, dass eine Schliddrüsenüberfunktion diese auch von dir beschriebenen Symptome auslösen kann. Es ist ganz wichtig, dass du der Sache auf den Grund gehst, wenn du es nicht bereits getan hast. Beta- Blocker sind zwar immer das Mittel der Wahl, aber es gibt auch Alternativen. Geh zu einem wirklichen Schilddrüsenexperten und nicht zu irgendeinem Internisten! Und teste vielleicht einmal. ob dir auch vielleicht homöophatische Mittel helfen ( z,B, Thyreo- Loges) Ich hab auch schon so einiges an Untersuchungen hinter mir, aber man sollte der Sache doch wirklich nach gehen. P.S. Auch wenn´s blöd klingt: Aber denk auch mal an eine psychische ( psychosomatische) Komponente deiner Symptome/ Störung- z.B. kann ein undefinierter Druck in deinem Leben, der dich sehr belastet, unausgefochtene Konflikte etc. deine Krankheit hervorgerufen haben- und das Aufhören mit dem Rauchen war nur der Startschuss .

Mit freundlichen Grüßen
Alex

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10.11.2008, 07:35 Uhr
Antwort

Hallo

Ich habe am 01.01.2008 mit dem rauchen aufgehört und bin im februar erst mal richtig knackig krank geworden seit ca. april hab ich die selben symtome wie du die bis zum heutigen tage anhalten . finde aber immer noch die richtige entscheidung getroffen zu haben .

wäre supertoll wenn ich noch mehr über diese sache erfahren könnte

gruss

steff

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03.10.2015, 19:10 Uhr
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Hallo! ich were copy / paste  mit einem Sandardtext machen. Ich habe dieselbe sympthomen nur bei mir es handelt sich um ein bisschen mehr als nur Rauchen.

 

Ich habe nach einer Prostata-, Nebenhoden-, Blasenentzündung den Antibiotikum Lovofloxacim (5Tage 1mal am Tag) genommen. Da die Infektion nicht weg war hat mein Arzt meinen Antibiotikum zum Cotrim umgestellt.  Kiffen hatte ich aufgehört seidem ich Probleme mit der Entzündung bekommen hatte. Ich habe den Cotrim Antibiotikum eingenommen und nach 3 Tagen habe ich diesen Herzrasen bekommen. Erhöhter Puls mit Bluthochdruck, taube Füße und Hände und das Gefühl dass ich sterben werde. War auch erschrocken dazu weil so was hatte ich nie erlebt. Ging zur Notaufname (wurde gefahren dort denn ich konnte überhaupt kein Auto fahren). Die haben mit Tavor gegeben (zum beruhigen) und festgestellt dass ich eine Panikatack gehabt habe. Es hat sich wiederholt aber dieses Mal bin nicht mehr zur Notaufnahme sonder 4 Stunde habe ich mich mit dem Herzrasen gekämpft und versuchte es im Griff zu haben durch tief Atmen und Entspannung. Nachdem es ein bisschen nachgelassen hat war ich erschöpft. Hausarzt hat gesagt das war wieder Panikatack. Habe trotzdem den Antibiotikum ausgesetzt weil keine Infektion mehr bestand und ich war der Meinung dass der Antibiotikum etwas mit meinen Herzrasen zu tun hatte(Auslöser  vielleicht). Nach 2 Tagen ging es mir ganz übel, war weiss im Gesicht und bin wieder zur Notaufnahme ( das war schon das 3 Mal sowas passierte). Erhöhter Puls, Bluthochdruck, Zittern, Schuttelfrost.  Muss dazu erwähnen dass ich ziemlich höhen Blutdruck hatte aber habe vorher nichts dafür gemacht. Wurde im KH als stationär aufgenommen. Die haben mein Herz untersucht (Ultraschall, Langzeit EKG, Langzeit Blutdruckmessen, Röntgen, 24 Stunden Urinprobe zum Labor geschickt-zum Abchecken der Nebennierenfunktionen). Dass mit dem Urin weiss ich immernoch nicht was rausgekommen ist.  Sie haben mir Ramilich 5mg Tabletten gegeben und 8 Tage war ich im KH. Ich hatte Schlafstörungen vor allem beim Einschlafen...das habe ich manschmal heutzutage auch, Angst das solche Herzrasen wieder kommen konnten. Angst das die Ärtzte machen Alles schnell und überflächig. Auf alle Fälle bin raus. Ich war depresiv, habe 6 kilos abgenommen, habe sowohl im KH als auch drausen geweint weil ich Todtangst gehabt habe. Hatte schlechte Laune und war depresiv. In einer Nacht als ich zuhause war habe ich wieder Herzrasen gehabt (habe 1x am Tag Ramilich 5mg genommen). Ich merkte das mein Puls 116 war und der Blutdruck ist auch gestiegen und nach 4 Stunden beschloss ich dass ich wieder ins KH gehen musste. Wieder afgenohmmen dieses Mal bei Herzmedizin.Erstmal wurde bei Inneremedizin aufgenommen. Ich hab dem Arzt gesagt dass ich kiffen aufgehört hatte. Er hat gemeint es könnte auch drauf liegen obwohl ziemlich viel Zeit vorbei war(cca. 1 Monat). Sie haben wieder die ganze Teste gemacht und wieder haben nichts organisches gefunden aber sie haben Ramilich mit  Bisoprolol  ersetzt. Bisoprolor ist ein Betablocker und Remilich wirk nur für Bluthochdrucksenkung. Bin nach 3 Tagen wieder aus aber voll depresiv, habe viel geweint weil ich in so eine Situation gelangen bin und keiner hat mir etwas konkretes gesagt. Im KH habe ich mich schlau gemacht und habe im Internet reserchiert wie es mit den Entzugerscheinungen ausschaut. (Hasch und Grass). Als ich kiffen aufgehört habe, habe ich auch Rauchen aufgehört (beide fast gleichzeitlich). Ich hate insgesamt fast 2 Jahre gekifft aber in letzten 2 Monaten habe ich das Täglich nach dem Faierabend gemacht. Ungefähr 2 bis 4 kleine selbsgedrehte Tüten. Es geht um Grass und Hasch je nachdem, selden kombiniert. Habe viel Stress bei der Arbeit aber hatte Alles im Griff bis mein Harnweginfekt aufgetaucht hat und ich kiffen aufhörte. Zurzeit nehme ich weiter Bisoprolol aber mir geht es nicht gut. Bin ziemlich schlapp, habe Durchfall, Konzentrationsprobleme, Stimmungswechselung und maschmal ist mir schwindlich. Muss noch meine Schielddrüse abchecken lassen denn mein TSH wert war ein bischen über der Grenze und sie könnte auch sowas auslösen meines Wissens. Will  diese organische Sache erstmal ausschließen aber das mit der Depression un mit Schlafstörungen geht nicht weg. Kann natürlich auch die Tablette(Bisoprolol) eine Rolle spielen. Es ist schon länger als 1 Monat seidem ich nichts mehr gekifft habe. Hat jemand mal mit sowas erfahren? Kann mir jemand helfen? Ich will wieder fit sein und zurück auf die Arbeit. Ich bin dankbar für jede Antwort und entschuldige die Rechtschreibung wohne aber erst  seit 3 Jahren im Deutschland. Liebe Grüße!!

PS: aktuelle Beschwertungen: Müdigkeit, Schwindel, Schlafstörungen (vor allem beim Einschlafen tagsüber), Depression (Weinen aber nicht mehr so stark wie vorher), schlechter Stuhlgang, Kälteempfindlichkeit.

der Hausarzt hat mir Alprazolam verordnet zum beruhigen (das ist für den Kopf etwas). Will aber nicht einnehmen weil es suchtig sein könnte nach gewissener Zeit. Ich nehme Lavendeölkapseln (pflanzliches Artzneimittel) und zum Schlafen Baldriankapseln (auch pflanzliches). Das hilft beim Schlafen.Noch dazu Vitamine B.

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05.10.2015, 10:58 Uhr
Kommentar von Community-Managerin

Guten Morgen Adison,

vielen Dank für Ihren langen Beitrag auf diesen Thread.

Da der Beitrag bereits von 2006 ist sind alle Nutzer die sich an diesem Thread nicht mehr beteiligt hatten nicht mehr aktiv. Dies können Sie daran erkennen, dass statt eines Nutzernamens - "Abgemeldeter Nutzer" steht.

Sollten Sie eine Frage haben, dann können Sie sich jederzeit gerne an unsere Expertenräte bei Lifeline wenden.

Hier gelangen Sie zur Überischt unserer Expertenräte.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Viele Grüße

Victoria Martini

Lifeline - Community-Managerin

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