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Blut im Urin 3 Wochen nach totaler Prostatektomie!

Kategorie: Männermedizin » Forum Prostatakrebs

13.03.2007 | 04:15 Uhr

Hallo,
mein Schwiegervater hat Prostatakrebs (PSA 100, G8) und vor 3 Wochen die Prostata entfernt bekommen. Jetzt bekommt er eine Hormontherapie und macht gerade eine dreiwöchige Reha-Kur. Bei unserem letzten Besuch sagte er uns, dass er etwas Blut im Urin hatte. Er möchte es aber den Ärzten nicht sagen, weil er es für unwichtig hält. Wir machen uns natürlich Sorgen deswegen.
Ist Blut im Urin nach solch einer OP normal? Was sollen wir tun?
Hat jemand in diesem Forum ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich wäre sehr dankbar über eine Antwort.
Vielen Dank
D.

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13.03.2007, 08:23 Uhr
Antwort

Hallo Danielle,

Blut ist im Urin auch nach einer so schweren OP nicht normal. Entweder die Harnröhre ist noch nicht verheilt oder sie ist wieder offen. Oder das Blut kommt aus der Blase bzw. den Nieren. Blut hat im Urin nichts zu suchen. Wenn es schon sichtbar war, handelt es sich nicht nur um etwas Blut.
Alles bedarf der sofortigen Behandlung!!!!!!!!!!!!
Dein Schwiegervater MUSS dem behandelnden Arzt diese Mitteilung machen. Schlimmstenfalls bekommt er eine akute innere Sepsis - das wars dann.
Wie kann man(n) nur so gleichgültig mit seiner Gesundheit umgehen, diese Frage stellt sich mir sehr oft.

Ich wünsche euch allen, dass er sich dem Arzt anvertraut, auch wenn es der Kurarzt ist, den er ja nicht sehr langen kennt.

Liebe Grüße
Jürgen

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14.03.2007, 05:46 Uhr
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Hallo Danielle. Dem sollte man tatsächlich nachgehen. Wenn Ihr im BPS-Forum www.prostatakrebs-bps.de Forum anklickt und die Sektion Diagnostik, Therapien & Co. aufschlagt, findet Ihr einen Thread Blutung beim Wasserlassen. Da ist viel darüber gesagt und einer der Beitraege listet alle möglichen Ursachen auf.
Gruss, Reinardo

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14.03.2007, 10:10 Uhr
Antwort

Hallo Jürgen,
vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe mir schon gedacht, dass es nichts Gutes bedeutet. Mein Schwiegervater hat noch nicht realisiert, dass er ernsthaft krank ist. Er weiß erst seit ein paar Wochen, dass er Krebs hat und das hat ihn umgeworfen. Verständlich. Wir müssen uns jetzt überlegen, wie wir am besten vorgehen, ohne ihn zu bevormunden.

Vielen lieben Dank

Danielle

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14.03.2007, 10:12 Uhr
Antwort

Lieber Reinardo,
vielen Dank für Deinen Hinweis. Werde mir die Infos gleich mal ansehen und ausdrucken.

Beste Grüße
Danielle

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19.03.2007, 03:24 Uhr
Antwort

Also mal keine Panik!
In der Reha wird in der Regel mehrfach Urin getestet. Wird Blut nachgewiesen, entscheidet der Arzt über das weitere Vorgehen, evtl. wird eine Endoskopie angeordnet.
Nach RPE ist es nicht selten , dass Blutspuren nachgewiesen werden, meist von der Naht der Harnröhre resultierend. Häufig ist auch ein noch nicht aufgelöster Nahtknoten die Ursache. Das kann man in der Reha nicht länger als einige Tage verheimlichen, ist aber auch nicht unbedingt Anlass zur Sorge.

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19.03.2007, 05:15 Uhr
Antwort

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Es beruhigt mich, dass man in der REHA ab und zu den Urin testet. Mein Schwiegervater meinte zwar, dass er nur dieses eine Mal Blut im Urin hatte, doch ich weiß, dass Patienten manchmal gerne die Wahrheit verdrängen und lieber nichts über ihren körperlichen Zustand preisgeben. Kontrolle ist da manchmal wohl besser.
Ich hoffe, dass er dort in guten Händen ist. Vielleicht kennt jemand die Klinik in Durbach, hinter Baden Baden?

Beste Grüße
D.

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