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Mutter die nicht loslässt - Psychoterror

Kategorie: Neurologie » Forum Nerven & Psyche & Neurologie

11.01.2003 | 05:54 Uhr

Obwohl inzwischen 32 Jahre alt, leide ich noch immer unter dem Terror und dem Druck meiner Mutter. Sie lässt uns einfach nicht los, erwachsen werden dürfen wir nicht, Freunde früher auch nie haben. Ich bin dann zum Glück irgendwann mit 24 Jahren aus diesem Irrenhaus rausgekommen.
Mein Bruder (37) lebt noch immer zu Hause. Er ist seit 4 Jahren schwer erkrankt (Schizophrenie) und dadurch sehr eingeschränkt. Seit dem Tod meines Vaters vor 1 Jahr (er war manisch-depressiv und tablettenabhängig) ist alles noch viel schlimmer: meine Mutter klammert sich noch mehr, mein Bruder wird da nie mehr rauskommen. Sie droht dann damit, das Haus zu verkaufen, wenn er geht. Wie soll mein Bruder da gesund werden? Wie jemals Beziehung haben?
Ich schleppe mich auch mehr schlecht als recht durchs Leben, leide unter Depressionen und kann überhaupt keine Beziehung aushalten wegen der Enge und der Freiheitsberaubung und dem Aushalten-müssen.
Und so kommt Mutter doch überall mit durch: die Verwandten beschimpfen mich, weil ich nicht noch mehr für Mutter da bin (einmal pro Woche reicht wohl nicht), sie selbst motzt ähnlich, mosert rum, weil ich nicht ihre Schwestern besuchen will (was hab ich mit denen am Hut???), kommt dann immer (!) wieder mit diesem schlechten-Gewissen-machen.
Ich hasse das. Denn heute war auch wieder so ein Tag. Es gibt keine Probleme in der Familie. Mein Bruder ist auch nicht wegen der Symbiose zu ihr krank, sondern es ist genetisch bedingt (sagt sie).
Trotz Therapie komm ich mit dieser kranken Familie nicht mehr zurecht. Mich belastet das sehr. Ich komm selbst nicht auf die Beine. Ich beneide glückliche, harmonische Familien, Menschen, die eine lieben Partner haben. Ich glaube nicht, dass es sowas mal für mich geben wird....

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15.01.2003, 09:37 Uhr
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ICH DENKE , WEG ZIEHEN IN EIN ANDERE STADT! DAS KANNST SCHAFEN . ICH ALS STRENG ERZEGEN BIN UND FAMILIE SEHR WICHTIG IST ( HEIST BEI UNS) ICH HAB GESCHAFT DAS KANST DU AUCH . KOPF HOCH . BIN NEMLICH TÜRKIN......VIEL ERFOLG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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29.01.2003, 09:14 Uhr
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Kann Dir Im moment so keinen Rat geben,aber würde mich mit Dir telefonisch gerne austauschen. Schreibe mir an Eismeerfischer@web.de. Ansonsten vielGlück und vorallem viel viel Kraft und Mut.

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07.02.2003, 01:14 Uhr
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Hallo Du!
einmal die Woche ist im Gegenteil zu viel-wie wäre es mal mit zwei Jahre nicht sehen und hören? Dies ist mein Vorschlag. Dass es deinem Bruder schlecht geht, ist bedauerlich, aber du musst dich zuerst um dich kümmern. Abwendung von diesem Chaos ist die eine Seite - die andere: Neue positive Inhalte suchen. Sport, Musik, Malen, iorgendetwas, was dir Spass macht.
Du bist nur für dich verantwortlich. Die anderen haben kein Recht, dir dein Leben zu vermiesen. Brich den Kontakt ab!
Alles Liebe und viel Kraft
Eva

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10.03.2003, 06:02 Uhr
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Mein Tipp:Gehe in eine Buchhandlung und stöber in Psychologie Büchern.
Die Bücher von Barbara Berckhan finde ich super.Sie werden Dir garantiert helfen
Dich besser von anderen abzugrenzen und Dich mehr um Dich selbst zu kümmern.
Schaue Dir am besten alle Bücher von Ihr an und entscheide Dich dann für eines
Die etwas gelassenere Art sich durchzusetzen-ein Selbstbehauptungstraining für Frauen ist mein Favorit.(Auch für Männer geeignet)
Wünsche viel Erfolg!!!!!!!!!

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26.01.2006, 01:43 Uhr
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Hallo Du Verzweifelte,

ich kann Dich sehr gut verstehen, weil ich vor ein paar Minuten wieder so einen Psychoterroranfall seitens meiner Mutter miterlebt habe..solchen Psychoterror mache ich seit ca. 10 Jahren mit. Der Grund war damals (ich war knapp 30), dass ich einen Freund hatte, der einige Jahre jünger war als ich, und noch nicht - wie ich - kurz vor dem Examen stand, sondern eben erst vor der Lehre. Die Beschimpfungen gingen so weit, dass sie mich als Hure tituliert hat und nicht nur mich, sondern alle meine Freunde bis aufs Äußerste schlecht und mies gemacht hat. Nachdem ich dann ca. 7 Jahre eine eigene Wohnung (leider nicht weit genug weg) hatte und der Psychoterror telefonisch wie auch persönlich weiterging, da ich doch noch öfter als brav erzogenes Kind meinen Eltern einen Besuch abstattete, habe ich mich von meinem Freund getrennt..nicht wegen normalen Gründen, sondern wegen dem ständigen Terror.
Von meinem neuen Freund bin ich dann relativ schnell schwanger geworden, und als die Geburt nahte, drängten meine Eltern drauf, dass wir wieder zuhause einziehen. Ich wollte meinem Mann davor warnen, das so positiv zu sehen und wirklich einzuziehen, aber er hatte bis dahin nur gute Erfahrungen mit meinen Eltern gemacht.
Also leben wir seit 2 jahren wieder in dieser Hölle, und unsere kleine 2jährige Tochter liebt sowohl ihre Eltern als auch Großeltern. Meine Eltern ignorieren bzw. beschimpfen mich tagtäglich, während unsere Tochter in den Himmel gehoben wird. Vor unserer Tochter schimpft meine Mutter, dass ich ein Schwein und Rabenmutter bin. Meinem Mann wurde schon mal ins Gesicht geworfen, dass er hier eh nur geduldet ist und 1000 Kreuze gemacht werden, wenn wir endlich aufhören, sie zu tyrannisieren. Die Eltern meines Mannes können meine Eltern auch auf den Tod nicht leiden, so wie eigentlich keinen auf dieser Welt. Ich verstehe das alles nicht mehr...

Dieses Jahr wollen wir ein eigenes Haus 20 km entfernt bauen, und ich hoffe inständig, dass dieser Terror bald ein Ende hat. Ich kann nur empfehlen, einen Schlusstrich zu machen und ein eigenes Leben aufzubauen, bevor man sich selbst kaputt macht. Weil die verlorenen Jahre gibt einem keiner wieder..

Viele Grüße

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