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Wieso ist mir immer übel?

Kategorie: Magen-Darm » Forum Durchfall/Übelkeit

15.08.2020 | 00:31 Uhr

Hallo Liebes Forum!

 
Da ich mich nun seit Monaten bzw. mittlerweile mehr als einem Jahr mit den gleichen Symptomen plage und keinen Ausweg mehr finde und meine Psyche mich hinunterzieht, habe ich mich nun dazu entschlossen meine Situation hier zu schildern und hoffe auf Tipps, Hilfe oder jemanden der das gleich oder etwas sehr ähnliches durchgemacht hat.
 
Kurzer Steckbrief: Ich bin M22, 180 groß und wiege (normalerweise!) um die 60-62 Kilogramm trotz guter Ernährung und Sport. Ich war eigentlich immer realtiv sportlich, habe hier und da mal Shisha geraucht, Alkohol phasenweise mehr dann weniger, in der Pubertät mehr Fastfood und später auch mal hier und da Phasen gehabt in denen ich viel Müll gegessen habe, da mein Stoffwechsel sehr schnell ist. Ich habe  schon im Kindergarten bzw. zu Schulzeiten mal 1 Jahr (vereinzelt) Probleme mit Morgenübelkeit gehabt, bzw war mein Magen schon immer meine ‚Schwachstelle‘. 
Sich zu übergeben ist für mich ein ziemlich unangenehmer Prozess (manchen fällt das ja ziemlich leicht) bei dem ich teilweise auch ziemliche Angst bekomme. (Wichtig für später)
 
Und jetzt zu meinem Problem:
 
Letztes Jahr im Sommer hat alles begonnen; 2019 Ostern kam nach und nach immer mehr ein Schlappheitsgefühl, ich habe kaum mehr einen Tag ausgehalten ohne Müde zu sein am Nachmittag, musste mich hinlegen und bekam teilweise sogar Schüttelfrost, war sehr unmotiviert, konnte keine 2 Seiten für die Uni lernen und wurde immer demotivierter und demotivierter. Eines Abends fing ich plötzlich an stark zu schwitzen und daraufhin bekam ich starke Übelkeit und fühlte mich ziemlich mies die ganze Nacht, aber es kam nichts hoch. Am nächsten Tag ging es mir nicht gut aber au nicht schlecht und am übernächsten war alles vergessen. Die Wochen vergingen und ich wurde immer müder und schlapper, immer öfter hatte ich ein komisches Gefühl in meinem Körper, meinen Magen spürte ich auch immer mehr (sei es blubbern oder ein unwohles Gefühl) und an Konzentration fehlte mir es auch, da ich immer ein sehr nachtaktiver Mensch war, der meistens Abends mit Freunden unterwegs ist, Abends lernt und Nachts lange aufbleibt, habe ich mir gedacht, vielleicht ist es ein Vitamin D Mangel oder so, weil ich ja kaum bei Tageslicht draußen bin etc, nahm paar Kapseln ein und machte weiter wie zuvor. Nichts schien zu helfen alles blieb gleich, schlapp Tagsüber und Abends kommt die Energie leicht zurück. Und dann kam plötzlich Anfang Juni wieder die Welle mit Symptomen: starkes Schwitzen in der Nacht bzw. ein Schweißausbruch gefolgt von schlimmer Übelkeit und einem verdrehten Magen der sich zusammenzieht, etwa wie eine Magendarm Grippe nur ohne das Übergeben und aufs Klo gehen!  Der Appetit verging mir und ich hörtr für paar Tage auf zu essen bis alles besser wurde und nachdem ich wieder angefangen hatte zu essen und alles besser wurde etwa eine Woche danach bestellte ich mir eine Pizza, aß sie und alles war gut. In der selben Nacht bekam ich so starke Krämpfe, Übelkeit, Schweissausbrüche und ein Stechen, dass ich sogar ins Krankenhaus musste (wegen dem Stechen etc. wusste nämlich nicht ob vielleicht der Blinddarm entzündet war zB) und dort über Nacht blieb, ich bekam eine Infusion und mir wurde Blut abgenommen - nichts. Blutddruck in Ordnung, Befund in Ordnung alles okay. So verging mein Juni nur im Bett, ohne Essen, weil ich keinen Appetit hatte bzw. alles was ich aß, ging praktisch durch mich hindurch und landete im Klo. (Dazu muss ich sagen, dass ich zu der Zeit Stress hatte in der Familie, Uni, Brüdern helfen, Freundin und ein bevorstehendes Sommerpraktikum im Juli!) Und so ging es den ganzen Sommer über weiter. Übelkeit, Schweissausbrüche, kein Appetit, Angst und Unsicherheit weil niemand wusste was das sein kann. Ich habe kaum noch gegessen und verlor über einen Zeitraum von 3 Monaten ca 8 Kg. Ich war bereits 3x Blutabnehmen, 2x Stuhl abgegeben, Röntgen vom Magen und Schilddrüse und und und. Trotz allem habe ich mein Prakitkum absolviert, was sehr an meiner Psyche gekratzt hat, da ich jeden Morgen mit dem Gefühl aufgewacht bin krank zu sein, dazu kamen noch Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, einfach dieses Gefühl als hätte man eine Grippe + Übelkeit dazu, Probleme mit dem Darm habe ich auch hier und da und wenn ich aufs Klo gehe, fühle ich mich so als hätte ich mich ‚zu sehr‘ entleert. Das machte mir Angst und zu dem Zeitpunkt fand ich aber noch genügend Hoffnung weil ich den Gedanken im Kopf hatte ‚irgendwann geht das ja weg‘. Als im September rauskam, dass ich Laktoseintolerant bin, dachte ich meine Sorgen wären vorbei, dem war aber nicht so. Milchprodukte weggelassen - kein Unterschied. Hoffnung wieder zerstört und mit der Psyche ging es auch bergab. Danach kamen die wichtigen Tests, weil jch nicht mehr weiter wusste. Magenspiegelung, Darmspiegelung, CT von der Bauchregion, Lungenröntgen, noch einmal Blutabnahme, Stuhlprobe - wieder nichts, alles perfekt. Und somit stand der letzte Schritt bevor.. die Psychodiagnostik. Und die ergab alle möglichen Ängste und dies und das und eine depressive Verstimmung, aber das war zu befürchten, wenn man sich monatelang fragt was mit einem nicht stimmt und niemand eine Lösung hat, wenn man trotzdem in die Arbeit muss, mit der Familie und Freunden was unternehmen, den Brüdern helfen etc. dann ist es klar, dass das eines Tages auf die Psyche geht. Ich habe recherchiert und recherchiert und ich finde nichts. Seit November bin ich nun bei meiner sehr sehr guten Psychologin und sie hilft mir so gut wies geht, wir haben an allem gearbeitet wo  wir eine Baustelle gesehen haben und ich hatte wieder starke Hoffnung da langsam alles bergauf ging, aber nun bin ich schon 9-10 Monate bei ihr und ihre Diagnostik lautet Burnout! Und dieser soll eine Vegetative Dystonie zur Folge haben also eine Störung des Nervensystems. Durch die ganze Belastung und Aufgaben die ich gehabt habe in der Zeit vor Juni soll sich dies nun so entwickelt haben. Wir haben viel daran und an mkr gearbeitet und ich habe mich deutlich weiter entwickelt, meine Symptome halten sich auch mehr in Grenzen bzw treten nur noch 1/5 der Zeit auf im Vergleich zum letzten Jahr, aber trotzdem verschwinden sie nicht, sie sind nie ganz weg. Wenn ich auf einer Skala beschreiben müsste wie es mir geht und 10 das schlechteste ist, dann war es letzten Juni durchgehend 10. Mittlerweile schwankt es irgendwo zwischen 3 und 8 und ganz selten (letzte Woche) kommt es nochmal auf 10, so war es lange schon nicht mehr abgesehen von letzter Woche. Aber ich komme nie auf 0-2. Das bedeutet ich sehe kaum noch Freunde und Verwandte, da ich mich jeden Tag frage wie wird es mir gehen, ‚werde ich mich heute wieder so krank fühlen?‘ und so weiter. Es ist mittlerweile schon eine ziemliche Last und so sehr ich auch an mir arbeite, es geht einfach nicht weg und es fällt mir immer schwerer damit umzugehen weil meine Hoffnung immer mehr stirbt, dass diese Symptome eines Tages weggehen.
 
Ich bitte um Hilfe, Tipps, Ideen oder sonstiges, alles was mir helfen könnte. Sollte es iwelche Fragen geben oder sollte ich etwas vergessen haben, bitte einfach darunter schreiben.
 
Vielen Dank und Liebe Grüße
 
M

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Bisherige Antworten
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15.08.2020, 00:45 Uhr
Antwort

(Weitere Vermutungen waren eine Histaminintoleranz oder irgendetwas mit der Schilddrüse, aber es scheint alles dagegenzusprechen

 

Und zu den Symptomen kommen neben dem Schweiß diese abartigen Hitzewallungen und Wärmeemfpindlichkeit dazu!)

Community-Managerin
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17.08.2020, 14:32 Uhr
Antwort von Community-Managerin

Hallo mt97,

vielen Dank für Ihre ausführliche Schilderung hier in unserem Nutzerforum.

Ich habe mir Ihren Beitrag durchgelesen und es tut mir leid, dass Sie eine schon so lange anhaltende Leidensgeschichte haben. Immerhin haben Sie vieles schon abklären lassen und das Sie sich zudem auch therapeutische Hilf geholt haben finde ich sehr gut.

Ich habe im ersten Moment als ich ihren Beitrag gelesen habe auch auf eine Schilddrüsenproblematik getippt, Schweißausbrüche und Schlappheit können zu den Symptomen einer Störung der Schilddrüse sein. Zudem sind Sie von Haus aus sehr schlank.

Eine falsch eingestellte Schilddrüse kann zudem natürlich auch auf die Psyche wirken.

Ich würde daher auch unbedingt noch einen Endokrinoligen aufsuchen und die Schulddrüse untersuchen lassen und zudem noch einen Test bezüglich der Histaminintoleranz machen.

Vielleicht wenden Sie sich mit Ihrer Frage auch noch einmal an unseren Expertenrat "Hausarzt". Unsere dortigen Medizinerinnen können Ihnen eventuell weitere Tipps geben, was Sie noch abklären lassen sollten:

https://fragen.lifeline.de/expertenrat/allgemeinmedizin/

Folgen Sie einfach diesem Link und stellen Ihren Beitrag dort noch einmal ein.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, Sie werden bald eine Lösung finden und mehr Wohlempfinden in Ihrem Leben haben.

Viele Grüße

Victoria

Lifeline - Community-Managerin

 

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