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Wie lange dauert das alles?

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Brustkrebs

29.05.2006 | 06:30 Uhr

Hallo
Ihr seid hier alle schon halbe Experten und ich verstehe nicht die Hälfte von dem was ihr schreibt .... Bei mir ist ein Mammakarzinom diagnostiziert worden. Am kommenden Mittwoch gehe ich ins Krankenhaus, dann erstmal OP, dann wohl Bestrahlung und dann evtl. Chemo - so die Planung der Ärzte bislang. Ihr habt das ja alles schon - zumindest großteils hinter euch. Was denkt ihr wie lange das alles dauern wird? Oder anders herum gefragt - wie lange werde ich wohl auf der Arbeit ausfallen? Gibt es da irgendwelche Anhaltswerte??

Liebe Grüße
Martina

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29.05.2006, 07:55 Uhr
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Hallo Martina,

mein Tumor wurde im April 05 entdeckt und behandelt.
Ich bin immer noch krankgeschrieben.
Das sollte aber Deine kleinste Sorge sein.
Alles Gute
Martina

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30.05.2006, 06:55 Uhr
Antwort

Hi Martina,
ich bin 48 Jahre alt und wurde am 24.5.2006 zum 2. Mal (vor 11 Jahren die rechte und jetzt die linke Brustamputation) operiert und am Sonntag, 28.5.2006 wieder entlassen. Krankgeschrieben wurde ich vorerst bis zum 10.6.2006 (also 14 Tage) und hoffe, dass ich dann oder eine Woche später wieder arbeiten gehen kann. Mir und meiner Schwester, die vor 7 Jahren brusterhaltend operiert wurde, hat es gut getan, möglichst bald wieder in die Arbeit einzusteigen, vorausgesetzt natürlich, dass es keine Komplikationen gibt. Ich hatte jetzt meine Chemo schon vor der OP, so dass ich, wenn nichts mehr dazwischen kommt, fertig bin.
Meine Schwester hatte ihre Chemo und Bestrahlungen nach der OP und hat sich, weil sie überhaupt keine Nebenwirkungen durch die Chemo hatte (sie hat sehr gute Medikamten bekommen), danach nur 2 Tage, also insgeamt 3 Tage, Auszeit genommen, wobei jeder Chemo-Zyklus 3 Wochen dauerte. Ich selbst arbeite nur Teilzeit und hatte mir das so eingerichtet, dass ich überhaupt keinen Arbeitsausfall hatte.
Die OP selbst ist von der physischen Seite her nicht ganz so schlimm, wie man/frau es sich vielleicht vorstellt. Überrascht war ich von der Super-Narkose; um 8.00 Uhr in den OP und um 15.00 Uhr waren die ersten Telefonate geführt und der erste Besuch (meine Geschwister) auf meinem Zimmer - ich war wieder richtig fit. Heute musste ich noch einmal ins Krankenhaus, weil etwas Gewebsflüssigkeit nachgelaufen war, die punktiert wurde. Die Punktion hat, entgegen meiner Befürchtung, überhaupt nicht weh getan.
Ich hoffe, ich konnte dir einige Sorgen abnehmen.
Jeder verarbeitet die OP, die Chemo und die Bestrahlungen allerdings anders. Nimm dir auf jeden Fall die Zeit, die du brauchst. Denn dein Leben und dein psychischer Zustand hat jetzt absoluten Vorrang !!!
Ich wünsche dir ganz herzlich, dass du alles gut und ohne Komplikationen überstehst und dir Menschen zur Seite stehen, die in allen Situationen zu dir halten und für dich da sind.
Alles Gute für dich -
Gruß Maria

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30.05.2006, 10:09 Uhr
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Herzlichen Dank für die beiden Antworten!

Ihr macht mir deutlich, dass es keine Bestimmtheit gibt wie lange es wohl dauern kann - oder auch muss. Bis heute war ich ziemlich ruhig und gelassen. Morgen steht der Krankenhausaufenthalt an und ich bin gerade am packen. Jetzt steigt die Nervosität und wohl auch die Angst erheblich an. Das Problem ist glaube ich nicht mal so sehr die OP selbst, sondern eher die Ungewissheit was danach kommt, wie es mir danach geht, wie ich das alles überstehe. Im Moment bzw. die ganze letzte Zeit hatte ich das Gefühl, dass das Thema ich habe Krebs bei mir irgendwie gar nicht so richtig ankam - war eher so ein .... naja - ich hab halt Krebs, wird schon irgendwie werden-Gefühl. Das ändert sich gerade - und es fühlt sich nicht gut an.

Von ganzem Herzen Danke für die warmherzigen Worte! Es hilft sehr, wenn man mit Menschen Kontakt hat, die wissen wovon sie sprechen und die somit vielleicht auch wissen, wie es mir gerade ums Herz ist.

Liebe Grüße

Martina

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31.05.2006, 08:17 Uhr
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Hallo Martina,

vielleicht liest Du dies noch vor Deinem Krankenhausaufenthalt.
Lass Dir gesagt sein das dies was du bis jetzt empfunden hast
normal ist .Bei mir war es auch so.Ich hab bis lange nach der OP
Gedacht, naja ist halt so.
Bin aber eigentlich gut mit dieser Einstellung zurecht gekommen.
Lass es einfach auf Dich zukommen .Das Du nun Angst hast ist völlig
normal und verständlich.
Im laufe der Zeit wirst Du den für dich richtigen Weg finden,da bin
ich mir ganz sicher.
Ich wünsch Dir alles Gute für die OP.
Martina

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29.06.2006, 01:04 Uhr
Antwort

Hallo Martina, ich komme gerade von der Reha, bin also schon viel weiter mit meinen Problemen. Ich hatte im Juni 2005 die OP, dann Chemo bis Nov. und Febr./März 06 Bestrahlung. Ich möchte Dir raten informiere Dich auf Seminaren, im Internet,unterhalte Dich
mit betroffenen Frauen, versuche rauszufinden was gut ist für Dich.denke positiv! Es gibt keinen Rat der für alle gleich ist. Es gibt 28 versch. Brustkrebsarten, versch. Chemos, verschieden verträglich, ich weiß nicht wie alt Du bist, arbeitest Du noch?Hast Du Familie? Gönn Deinem Körper genug Ruhe und beantrage REHA
Anschlußheilbehandlung, erkundige Dich beim Sozialdienst im KH.
Ich wünsche Dir alles Gute und würde Dir gerne helfen bei weiteren Fragen, schick mir eine Mail!! Liebe Grüße und alles Gute
Angelika

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30.12.2006, 11:24 Uhr
Antwort

Hallo Maria,
meine Mama wurde am 20.12.2006 operiert.
Sie und natürlich wir alle haben auf gute ergebnisse gehofft.
Naja es wurden keine Fernmetastasen festgestellt in der Luge, Leber und Magen. Der Tumor war 16mm. Aber es waren zwei Lymphknoten befallen, was mich jetzt so sehr runterdrückt, da sie jetzt eine Chemo ja bekommt deswegen. Ich habe solche Angst vor den Nebenwirkungen.
Und überhaupt, ich hab einfach Angst sie zu verlieren, es vergeht kein Tag an dem ich nicht weinen muss.
Welches Medikament hat denn deine Schwester bekommen?

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