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Steißbeinschmerzen 13 Jahre nach einem Unfall

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Wirbelsäule | Expertenfrage

04.07.2021 | 22:00 Uhr
Guten Tag,
 
ich bin 37, männlich, Größe: 177 cm; Gewicht: 65 kg.
 
 
ich hatte einen Unfall vor 13 Jahren und dadurch eine Steißbein - Prellung oder sogar einen Bruch und damals Steißbeinschmerzen 2 Monate lang, wobei jeden Tag die Schmerzen weniger geworden waren. Ich war damals beim Unfallchirurgen und er hat das Steißbein weder palpiert noch geröntgt, meinte nur, man muss einfach abwarten.
 
Die akuten Steißbeinschmerzen habe ich nun seit 4 Wochen und die lassen nicht nach. Am stärksten sind die Schmerzen beim Aufstehen. Wodurch die gerade jetzt ausgelöst wurden, kann ich nicht nachvollziehen, denn ich sitze seit über einem Jahr wegen meinen LWS - Beschwerden kaum.
 
Mein Hausarzt hat mich nun nur zur MRT geschickt, und meinte, dass ich zu jung für eine Röntgen - Bestrahlung wäre (obwohl soweit ich weiß eine dynamische Röntgen - Untersuchung im Stehen und Sitzen aussagekräftiger wäre.
 
Der Befund sagt folgendes:  "Auffällige Abknickung nach anteriorer des Os coccygium mit Bildung eines ca. 110 - Grad Winkels. Das Periost des Os coccygium imponiert signalgesteigert mit leichter Kontrastmittelaufnahme."
 
Während der MRT hat mir mein Kreuz sehr weh getan, da die Liege nicht weich ist, was aber nie vorher der Fall war (ich hatte schon zwischen 10 und 20 MRTs alleine wegen meinen LWS - Problemen).
 
Ich weiß nicht, ob in meinem Fall überhaupt Sinn macht, konservative Methoden auszuprobieren, da ich nicht nur Steißbeinschmerzen habe, sondern auch Hautbrennen und Hautjucken in dem Bereich sowie Brennen und Jucken im After, wobei weder die Dermatologin noch der Proktologe etwas auffälliges sehen konnten und beide haben gesagt, dass die Gefühle mit der Position meines Steißbeins zu tun haben. Als Laie kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendeine konservative Therapie sogar kurzfristig helfen würde, denn die Position des Steißbeins kann man ja 13 Jahren nach dem Sturz nicht mehr ändern, sodass zumindest diese Haut / Afterirritation immer da wäre.
 
Ich war bis jetzt bei drei Orthopäden, zwei meinten, die sind nicht wirklich Spezialisten dafür. Eine dritte Orthopädin hat mir Osteopathie empfohlen, die sie auch selber bietet. Es kann aber sein, dass in der Tat in meinem konkreten Fall die Osteopathie von vornherein nicht erfolgsversprechend wäre und ich dann nur Zeit und Geld verschwenden würde, oder. Aber selbst, wenn die helfen würde, wie langfristig und ob auch das Haut- und Afterbrennen dadurch weg wären... Zudem kommt noch die Frage, ob man eine osteopatitsche Behandlung nicht sogar gefährlich wäre, wenn man bedenkt, dass laut der MRT die Knochenhaut entzündet ist...
 
Danke

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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05.07.2021, 21:16 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo, 

möglicherweise ist Ihre Fraktur nicht richtig verheilt und es hat sich eine Pseudarthrose, eine sog. Falschgelenk, gebildet. Dies kann bei jeder Fraktur passieren. 

Das Gegenstück zu einer konservativen Therapie ist eine operative Therapie, wobei wir nicht wissen, was in Ihrem Fall zu operieren wäre. Wurde denn bereits das Steißbein infiltriert? Dies wäre ein guter erster Schritt, um herauszufinden, ob dies tatsächlich die Ursache Ihrer Schmerzen ist. Hilft eine Spritze nicht, würde dies gegen das Steißbein als Ursache sprechen.

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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