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Sporadisch schwacher Harnstrahl

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Urologie | Expertenfrage

15.09.2022 | 19:56 Uhr

Guten Tag,

 

ich (m,31) habe seit 2 Jahren ab und an Probleme mit dem Urinieren.

Angefangen hat es im Januar 2020 als ich starke Schmerzen im Dammbereich bekam. Zusätzlich, dass ich in den 2-3 Wochen kaum sitzen konnte, war auch der Harnstrahl sehr schwach. Ich ging sofort in der ersten Woche zum Urologen. Untersuchungen ergaben jedoch nichts. Keine Entzündung etc. Urin top. Blut top. Da ich auch noch wegen Fibromyalgie und einer Panikstörung in Behandlung beim Neurologen bin, hat der mich auch noch ins MRT geschickt. Ebenfalls alles ok. Psychopharmaka, die die Blasenentleerung beeinträchtigen nehme ich nicht.

Nach 3 Wochen war der Spuk vom einen auf den anderen Tag vorbei. Keine Schmerzen mehr und Urinieren funktionierte wieder einwandfrei.

Im Mai 2020 hatte ich wieder zwei Wochen die selben Probleme, aber deutlich schwächer. Dann wieder im Oktober 2020 für 4 Wochen. Hier hat mir 1 Woche die Peniswurzel bei leerer Blase bzw. nach dem Urinieren weh getan. Probleme sind auch wieder von einem auf den anderen Tag verflogen.

Jetzt hatte ich fast 2 Jahre Ruhe. Seit 2 Wochen habe ich jetzt wieder leichte Probleme mit dem Urinieren. Morgens ist der Strahl sehr schwach. Über den Tag wird's deutlich besser. Nach dem Sex schießt es nur so raus. Schmerzen habe ich keine.

Fragen:

1. Können solche Symptome durch Verspannungen / Anspannung / Stress hervorgerufen werden?

2. Ich habe seit mehreren Jahren Probleme mit Magen und Darm (Stressmagen, Blähbauch). Ich habe das Gefühl, dass die Probleme stärker werden, wenn z.B. der Bauch extrem gebläht ist. Als könnte ich dann nicht richtig entspannen. Können solche Probleme zusammenhängen? Bin auch übergewichtig. 106kg auf 186cm.

3. Kann sich die Prostata oder der Dammbereich durch zu viel Sex entzünden? Ich habe etwas von abbakterieller Prostatitis gelesen. Das würde die Schmerzen im Dammbereich und Umgebung vielleicht erklären.

Hoffe jmd. kann mir helfen.

Gruß shankx1991

 

 

 

 

 

 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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18.09.2022, 17:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo shankx1991,

Die Fragen sind durchaus berechtigt und Sie haben sich schon gute Gedanken dazu gemacht. Tatsächlich wären das auch aus unserer Sicht die ersten beiden "Verdächtigen", einerseits die Anspannung, dadurch kann durchaus Druck auf die Harnröhre ausgeübt werden, andererseits die Prostata. 
Bei Verspannung kann tatsächlich auch ein geblähter Bauch die Situation verschlechtern, da auch das Volumen im Bauch auf die Harnröhre drücken kann. Das wäre also plausibel.
Sex sollte eher dazu führen, dass die Prostata "gespült" wird und abschwillt. Es kann aber schon sein, dass davor irgendeine Form von Schwellung vorliegt, die zu Schmerzen führt. Es wäre deshalb vielleicht schon sinnvoll, beim Urologen die Prostata einmal gezielt untersuchen zu lassen. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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23.09.2022, 23:23 Uhr
Kommentar

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Nach Sport und Sex sind die Probleme meistens weg bzw. deutlich besser.

Des Weiteren nehme ich durch Anraten des Hausarztes, wenn die Probleme auftreten, Prosturol für ein paar Tage. Das hilft meistens auch.

Aufgrund dessen, dass die Probleme seit bald 3 Jahren alle paar Monate erneut auftreten (ohne Krankheitgefühl), sollte es sich aber ja um keine akute Prostatitis oder Harnröhrenverengung handeln oder? 

Vom Urologen wurde ich in den letzten 2 Jahren 3 Mal untersucht. Bei 2 Untersuchungen mit aktuellen Beschwerden konnte nichts festgestellt werden und beim 3. Mal waren die Probleme bis zum Termin wieder weg.

Bei der ersten Untersuchung hatte ich einen Alphablocker verschrieben bekommen, mit dem sich die Probleme auf Anhieb gebessert haben.

Leider haben die Nebenwirkungen die weitere Einnahme nicht gerechtfertigt.

 

Beste Grüße,

 

shankx91

 

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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25.09.2022, 13:55 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo shankx91,

ja, das macht die weitere Behandlung tatsächlich schwierig. Wenn das Prosturol hilft, ist das ja immerhin schon etwas. Das spricht auch gegen die akute Prostatitis oder Harnröhrenverengung. Was letztlich der Grund ist, wird sich also wahrscheinlich nur mit erheblichem Aufwand herausfinden lassen. Da aber die Symptomatik offensichtlich so weit im Griff ist, scheint der Aufwand nicht notwendig bzw. das Risiko für Nebenwirkungen zu groß.
Was also jetzt die Ursache ist, lässt sich wohl nicht abschließend sagen. Wichtig zu wissen ist, dass wohl nichts Bedrohliches dahintersteckt. Sollte sich die Symptomatik verschlechtern, dann könnte über eine genauere Diagnostik erneut nachgedacht werden. Ansonsten haben Sie die Symptomatik soweit hoffentlich im Griff.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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