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Probleme beim Wasserlassen (Harndrang)

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Urologie | Expertenfrage

21.10.2022 | 20:21 Uhr

Liebes Expertenteam, ich (39) habe seit ca. einer Woche (erneut) Probleme beim Wasserlassen, speziell häufiger Harndrang. Das hat quasi von jetzt auf nachher begonnen, teilweise muss ich stündlich rennen, es pressiert dann auch ziemlich. Der Urinstrahl ist dabei aber weder schwach noch gefärbt oder riecht. Das ist alles normal, ich muss eben nur ziemlich oft. Gelegentlich spüre ich ein leichtes brennen in der Harnröhre mit Restharngefühl. Nachts muss ich in der Regel nur einmal auf die Toilette, meist sowieso eine Stunde bevor der Wecker klingelt. Dann muss ich aber auch recht zügig, denn die Harnröhre fühlt sich dann oft schon recht verkrampft an. Brennen tut es beim Wasserlassen morgens dennoch nicht. 

Es ist nicht das erste Mal, dass ich das Problem habe. Ich bin damit bereits im letzten und vorletzten Jahr zweimal beim Hausarzt gewesen. Jedes Mal wurde mein Urin untersucht sowie Ultraschall von der Blase gemacht. War immer alles im Ordnung, mit der Zeit hat sich das dann auch alles wieder einigermaßen normalisiert.

Meine Prostata wurde zuletzt vor zwei Jahren beim Urologen abgetastet. Da bin ich wegen Schmerzen im Hoden gewesen, die ich nach einer Leistenbruch OP hatte. Da wurden wohl Nerven verletzt und irgendwie habe ich das Gefühl, dass seit dem nichts mehr ist, wie es vorher war. Also ich habe konkret das Gefühl, dass daher, also durch die OP, die Probleme kommen. Mein Hoden ist auch nach zwei Jahren immer noch schmerzempfindlich. Mein Hausarzt meinte, dass da durchaus ein Zusammenhang bestehen kann.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich an einer generalisierten Angststörung in Form von Hypochondrie leide. D.h. ich deute viele Symptome oft als eine schwere Erkrankung. Aktuell konzentriere ich mich eben extrem auf den Harndrang und "spüre" quasi den ganzen Tag meine Harnröhre und würde gerne aufs Klo gehen, wenn eins in der Nähe ist. Jedes ziepen und Tröpfchen beim Wasserlassen nehme ich wahr. 

Beim Hausarzt bin ich dieses Mal noch nicht gewesen weil ich bestimmt eh, wie immer, ohne Befund nach Hause geschickt werde.

Mich würde jetzt ihre Einschätzung interessieren. Können die Probleme mit der Leistengeschichte und/oder mit der psyche zusammenhängen? 

Danke und freundliche Grüße 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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23.10.2022, 14:38 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Ihre Beschwerden können durchaus durch Ihre Hypochondrie verstärkt werden. Wird Ihre Angststörung denn behandelt? WIr würden aufgrund der Beschwerdedauer nochmals eine Untersuchung des Urologen empfehlen. Zudem sollten die Angststörung unbedingt behandelt werden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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