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Enterococcus faecalis & Prevotella bivia im Ejakulat

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Urologie | Expertenfrage

19.07.2021 | 10:39 Uhr

Hallo,

ich bin Mitte 30 und bei mir wurde eine enterococcus faecalis Infektion im Sperma festgestellt, Keimzahl 10.000/ml sowie <1.000/ml vom prevotella bivia.

Ich habe die Antwort vom Urologen leider nicht so recht verstanden, er war sehr knapp dran. Unterm Strich sagte er, beides nicht behandlungswürdig, da keine größeren Symptome (minimale Prostata Vergrößerung) und/oder Infektion sehr gering.

Laut Labor ist nur das prevotella bivia nicht behandlungswürdig, für das enterococcus faecalis wurde ein Antibiogramm gemacht, wo fast alle Wirkstoffe resistent sind. Ich bin auch wirklich nicht scharf auf ein Antibiotikum.

Die Untersuchung fand statt, da ich eine neue Partnerin habe, keine Beschwerden.

- Wo kommen diese Infektionen her? Wie kommt da ein Darmkeim hin?

- Kann ich meine Freundin damit anstecken?

- Kann ich das wirklich ignorieren?

- Ist eine Kontrolluntersuchung kostenlos? Jetzt musste ich ca. 100€ zahlen.

Danke!

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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23.07.2021, 12:10 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Die bakterielle Besiedelung des Ejakulats kann auch „nur“ eine Kontamination (Verunreinigung) und keine wirkliche Infektion sein. Dies wäre dann der Fall, wenn eine sehr niedrige Keimzahl vorliegt oder beispielsweise verschiedene Keime in mehreren Proben nachgewiesen werden.

Andererseits kann die Besiedelung auch aufgrund einer stattgehabten Infektion erfolgt sein, da Sie ja aktuell keine Beschwerden haben. 

Grundsätzlich muss die Entscheidung für oder gegen eine erneute antibiotische Therapie von dem Beschwerdebild abhängig gemacht werden.

Ob eine Kontrolle kostenpflichtig ist, können wir Ihnen leider nicht beantworten, hierfür solten Sie Ihre Krankenkasse kontaktieren.

Sollte tatsächlich eine Infektion vorliegen, kann diese auch übertragen werden. Da Ihr Urologe jedoch nicht davon ausgeht, raten wir Ihnen, Ihrem Urologen zu vertrauen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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