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Eichelentzündung in der Kindheit/ Krebsrisiko?

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Urologie | Expertenfrage

12.06.2021 | 11:10 Uhr

Moin zusammen,

bei mir wurde mit 4/5/6 Jahren (ich weiß es leider nicht genau) ein kleiner Eingrif an der Vorhaut vorgenommen, (ich glaube etwas, wie ein Teilbeschneidung) da ich in diesem Alter Schmerzen beim Reinigen meines Penises hatte. Damals habe ich allerdings kaum verstanden worum es geht und ich erinnere mich auch kaum an die Zeit. 

Ich erinnere mich allerdings daran, dass ich mit vielleicht 10 Jahren, das erste mal bewusst meine Vorhaut etwas weiter zurückgezogen habe. Bis zu diesem Zeitpunkt ging dies nur bis knapp unter die Penisspitze. Unter sowie an der Vorhaut habe ich etwas wie eine weiße Kruste vorgefunden, welche ich mit Wasser entfernen konnte. Diese Kruste war überall dort, wo die Vorhaut den Penis zuvor bedeckt hatte. Auch zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, was es damit auf sich hat und habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht. In meiner Pupertät hatte ich dann ab und zu Entzündungen an der Eichel, welche allerdings von alleine abgeheilt sind. Aus Scham und auch durch die "Selbstheilung" bedingt, habe ich in dieser Zeit keinen Arzt aufgesucht. Ich habe das Ganze auch nicht als problematisch eingeschätzt. Seit ich 16/17 bin, habe ich nun überhaupt keine Probleme mehr (bin jetzt 27), alles sieht normal aus und auch bei urologischen Standartuntersuchungen wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. 

Das ganze Thema beschäftigt mich jedoch seit einiger Zeit, da ich Angst habe, durch meine hygienischen Nachlässigkeiten bzw. mein Unwissen in der Kindheit, nun anfällig für zB Peniskrebs sein zu können. Ich habe gehört, dass dieser durch Entzündungen und "Smegma" (ich vermute das war damals diese Kruste) begünstigt werden könnte. Können Sie mir eine Einschätzung dazu geben, in wie weit meine Angst berechtigt ist? Heutzutage bin ich sehr hygienisch und hatte nie wieder irgendwelche Probleme oder Entzündungen. Trotzdem lassen mich die Nachlässigkeiten aus der Kindheit nicht los.

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Lifeline Gesundheitsteam
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14.06.2021, 19:42 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

da sich auch in den urologischen Untersuchungen nach so langer Zeit kein pathologischer Befund und keine Auffälligkeit ergeben haben, gehen wir nicht davon aus, dass Sie sich bezüglch einer Risikoerhöhung Sorgen machen müssen.
Das Smega entsteht bei jedem Mann durch Sekret der Talgdrüsen, die sich in der Haut der Eichel befinden, sowie abgeschilferten Epithelzellen der Innenseite der Vorhaut. Das ist absolut physiologisch und das Smegma lässt sich mit Wasser leicht entfernen. Dadurch sollten auch keine Entzündungen mehr entstehen.

Smegma an sich ist auch nicht kanzerogen, also nicht krebserregend.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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