Avatar

Blut beim Stuhlgang

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Urologie | Expertenfrage

26.10.2022 | 04:46 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren

Mein Name: Richard B., Geb. 10.03.1965

Seid einigen Monaten, wenn ich Morgens zum Stuhlgang gehen und der Stuhl mit etwas pressen ausgelöst werden muss, kommt Blut aus dem Urinaltrakt.

Wenn ich sonst auf die Toilette gehen und urinieren muss, oder auch Morgens aufstehe und vor dem Stuhlgang urinieren muss, ist kein Blut im Urin ersichtlich, auch wurde in den Urintests nie Blut festgestellt. 

Sprich, dass Blut wird nur durch das Drücken des Stuhls ausgelöst. Was auch komisch ist, ist, dass es teilweise flüssiges Blut ist und ab und zu wie cremiges Blut, welches leicht am Toilettenbecken haften bleibt und Blutspuren hinterlässt. Das Blut kommt nicht jeden Tag, ab und zu einige Tage kein Blut und dann wieder Blut.

Auch habe ich Blut im Sperma.

Ich hatte auch ein MRI, welches eine leicht vergrösserte Prostata mit 3.5x4.5x4.3 cm sprich ca. 35ml volumen entspricht.

PI-RADS =2

Könnten sie mir eventuell mitteilen, ob sie auch von anderen Patienten von diesen Symptomen gehört haben ? 

Ist das vom Druck auf die Prostata der das Blut auslöst oder kann das sein, dass die Prostata Gewebeveränderungen hat ?

Könnte da eine Entzündung in der Harnröhre im Bereich der Prostata solche Blutungen auslösen ?

Leider konnte ich obwohl ich seit Monaten im Web recherchiere keine Antwort oder keine Berichte auf dieses Übel finden. Ich bin echt langsam am verzweifeln und weiss bald nicht mehr weiter.

Vielen Dank im voraus für ihre Antwort.

Freundliche Grüsse

Richard B.

 

 

 

 

 


26.10.2022 08:53 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
30.10.2022, 09:29 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Richard B.,

wir können das aus der Ferne natürlich nur eingeschränkt beurteilen. Solche Symptome sind uns nicht direkt bekannt. Für uns spricht das aber aufgrund der anatomischen Lage am ehesten dafür, dass der Druck im Darm sich auf die Prostata weiter auswirkt. Dadurch könnte es dann eben zu einer Blutung kommen.
Zur besseren Einschätzung: kommt das Blut unmittelbar gleichzeitig mit dem Pressen oder vergeht noch etwas Zeit dazwischen? Im ersten Fall würde es eher dafür sprechen, dass das Blut schon vorher da ist und durch den Druck nur herausgepresst wird. Das spricht auch für das zum Teil festere Blut. Es ist dann wohl schon etwas geronnen.
Wir empfehlen Ihnen, das mit einem Urologen zu besprechen. Aus unserer Sicht scheint irgendwo in der Harnröhre oder in der Prostata eine Blutung vorzuliegen. Eine Entzündung könnte das schon machen, dann sollten sich aber auch andere Entzündungszeichen finden lassen.
Zur Beruhigung: Es muss sich hier nicht um etwas Dramatisches handeln, es kann auch nur eine kleine Läsion sein, die aber durch den ständigen Druck von Außen nicht zuheilen kann. Weitere Werte sprechen ja auch wohl eher nicht für eine Entzündung und wohl auch nicht für einen Tumor. Trotzdem, das sollte nochmal abgeklärt werden, ggf. vielleicht sogar durch eine Spiegelung. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Urologen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
01.12.2022, 04:00 Uhr
Kommentar

Sehr geehrtes Lifeline Gesundheitsteam. Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre Empfelungen. Ja, das Blut kommt gleichzeitig mit dem Pressen.

Ich der Zwischenzeit hatte ich eine Harnröhrenspiegelung. Ich wäre ihnen sehr dankbar wenn ich ihnen dazu einige Fragen stellen dürfte.

Ergebnis Harnröhrenspiegelung: no Prostatitis, doch eine posterior Urethritis. Entzündung  zw. inneren und äusseren Schliessmuskeln.

Kurz nach der Spiegelung meinte der Urologe, dass ich nochmal eine Spiegelung vornehmen müsste, da er beim zweiten Mal Gewebeproben entnehmen möchte um Krebs auszuschliessen.

Als ich dann nach zwei Wochen nach der Spiegelung nochmals den Urologen besuchte und er eine Urinprobe nahm, welche keine Anzeichen von Blut hatten, meinte er, dass eine zweite Spiegelung zu schädlich sei und wir dreimal alle sechs Wochen den Anfangsurin testen um Krebs auszuschliessen.

Er meinte auch, dass die Entzündung nur leicht gerötet wäre.

-          Wie lange müsste ich warten, bis ich eine zweite Spiegelung haben könnte, gäbe es alternativen wei zum Beispiel MRI oder CT ?

-          Werden bei der Harnröhrenspiegelung die Spiegelung digital aufgezeichnet ?

-          Was kann ich gegen die Entzündung in diesem Bereich tun ? Druck abbauen mit Tamsulosin oder Medikamente oder anderes ?

-          Wie muss ich mir eine solche Entzündung vorstellen, dass da immer wieder Blut austritt ?

-          Kann man mit Blutproben oder Urinproben die Entzündung nachweisen um zu sehen, ob sich die Situation verbessert ?

 

In der Zwischenzeit, hat sich die Situation mit dem Blut aus Urinaltrakt beim Stuhlgang verbessert, ich ernähre mich anders und habe morgens meist einen weichen Stuhl, welches kein drücken beim Stuhlgang benötigt. Doch ist es immer noch so, dass ich Blut im Sperma habe.

Gerne möche ich noch folgendes anmerken. Im Juli, war es so, dass ich für einige Wochen kein Blut mehr im Sperma und auch nicht mehr beim Stuhlgang aus Urinaltrakt hatte, doch dann bekam ich Covid, vermutlich die BA5 Variante. Als ich Covid hatte, habe ich sehr viel getrunken und musste entsprechend öfters Nachts auf die Toilette. Die öfteren nächtlichen Toilettengänge ärgerten mich, dann begann ich meinen Urin für mehrere Stunden zurück zu halten. Als ich dann auf die Toilette ging, hatte ich den Urin öftes hart geblockt. Dies habe ich nur an einem Tag zweimal ausgeführt. Als ich dann am Abend auf den Stuhlgang musste, kam viel mehr Blut, als ich je zuvor hatte.

 

 

-          Könnte eine Blockade des Urins beim Urinieren diese Entzündung in der Harnröhre ausgelöst haben ?

-          Kann man wie beim Urin die Urinzytologie, dieses Verfahren auch beim Blut Sperma mit anwenden und das Blut im Sperma auf Krebszellen untersuchen?

-          Ich hatte seit März keine Sex mehr mit meiner Partnerin, kann ich mit ihr trotzdem Sex haben ? Nur mit Kondom, da Gefahr Infektion oder Bakterien in Wunde ?

Freundliche Grüsse

R. B.


05.12.2022 09:08 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
04.12.2022, 17:15 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Richard B.,

Gerne können Sie uns natürlich Fragen stellen.
An sich ist eine zweite Spiegelung theoretisch jederzeit möglich, allerdings ist das nur sinnvoll, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt. Und hier ist die Überlegung Ihres Urologen schon ganz sinnvoll, dass man versucht, die diagnostischen Ergebnisse auf andere Weise zu bekommen. Hintergrund ist hier, dass im Urin lose Teile aus der Harnröhrenschleimhaut mitausgespült werden. Im Falle einer vorliegenden Entzündung sind das dann Schleimhautzellen und vor allem auch weiße Blutkörperchen, nach denen Ihr Urologe sucht. Die Entzündung können Sie sich quasi vorstellen wie eine Entzündung an anderer Schleimhaut, also z.B. auch im Mund (die Schleimhäute unterscheiden sich aber natürlich schon). Bei der Entzündung kommt es dazu, dass die Schleimhaut anschwillt und empfindlicher wird. In der Schwellung sammeln sich weiße Blutkörperchen und Wasser. Die Blutgefäße werden außerdem weiter und durchlässiger. Wenn man sich das so vorstellt, kann man sich vorstellen, dass die Schleimhaut verletzlicher ist. Leichte Verletzungen können dann schon dazu führen, dass Blut austritt. Das kann dann auch im Spontanurin gefunden werden, ebenso kann gemessen werden, wie viele weiße Blutkörperchen vorhanden sind, um das Ausmaß der Entzündung grob abzuschätzen. Damit kann man ca. einen Verlauf einschätzen. 
Was man gegen die Entzündung tun kann, ist eigentlich nur, ihr die Möglichkeit geben, zu heilen. Dazu sollte es eben nicht zu Verletzungen kommen. Viel trinken, regelmäßiges Wasserlassen, dass die Blase nicht zu voll wird und weicher Stuhlgang sind wahrscheinlich hierzu hilfreich.
Eine Spiegelung wird eigentlich nicht als ganzes digital aufgezeichnet, es werden aber einzelne Bilder gemacht. Die Idee, zusätzlich noch ein MRT zu machen, ist eigentlich schon sinnvoll. Damit könnte man wahrscheinlich nicht so gut die Harnröhrenschleimhaut beurteilen, aber immerhin, ob irgendetwas tiefer im Gewebe liegt.
Das Blockieren des Urins kann schon den Entzündungsprozess unterstützt haben, da eine volle Blase insgesamt "drückt" und das Gewebe quasi zerrt.
Eine Spermauntersuchung kann schon gemacht werden, so richtig kann man dabei aber nicht nach Krebs suchen. Dafür gibt es andere Methoden, z.B. eine Bestimmung des PSA-Wertes (kann aber auch bei einer Entzündung erhöht sein), eine Tastuntersuchung und eben eine Bildgebung. Bei einem Krebsverdacht sollte dann gezielt eine Probe aus der Prostata punktiert werden.
Sex sollten Sie nur in "schonenden" Stellungen haben und ein Kondom ist sicherlich sinnvoll. Fragen Sie aber hierzu auch nochmal Ihren Urologen, da wir natürlich alle Befunde nicht kennen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
06.12.2022, 06:12 Uhr
Kommentar

Sehr geehrtes Lifeline Gesundheitsteam.

Vielen Dank für ihre ausführliche Antwort und ihre Vorschläge auf meine Fragen, ja, sie konnten mir wie bei jeder Antwort ihrerseits sehr gut weiterhelfen und ich schätze ihre Dienstleistung sehr. Es gibt mir die auch die Möglichkeit mich auf meinen nächsten Termin mit meinem Urologen vorzubereiten und entsprechend die richtigen Fragen zur Seite zu haben. Wenn ich mich selbst befriedige nehme ich in der Regel ein Kondom um die Menge Blut zu ersehen. Nach dem Orgasmus ist das Blut im Kondom Blutrot, nachdem es sich gesetzt hat und auf den Grund des Kondoms geht, ist ca. 1mm Blut am Kondom Boden zu ersehen.

 

 

Wäre ihnen auch noch dankbar, wenn sie mir noch auf folgende Fragen eingehen könnten.

-          Kann bei einer Entzündung soviel Blut austreten ?

-          Da ich diese Entzündung habe und mich fast nicht traue mit der Freundin Sex zu haben, befriedige ich mich ca. alle 3-4 Tage selbst, sollte ich ganz auf die Selbstbefriedigung verzichten, damit die Entzündung besser heilen kann ?

-          Kann ich beim Sex, da der Reiz mit Kondom eingeschränkt ist, Hilfsmittel wie Cialis oder Viagra verwenden, oder schadet dies der Entzündung ?

-          Wie lange würde die Harnröhre brauche um sich zu erholen bei einer Gewebeentnahme ?

-          Kann ein MRI Tesla 1.5 eine Entzündung oder Krebs innerhalb Harnröhre im Bereich der Schliessmuskeln erkennen ?

-          Könnte eventuell Akkupunktur den Heilungsprozess der Entzündung beschleunigen ?

Ich hatte vor mehr als 10 Jahren eine Vasektomie. Könnte das Blut eventuell auch von den Hoden kommen, sofern sich bei der Behandlung innerhalb der Hoden etwas geöffnet hat und Blut austritt ?

 

Vielen Dank nochmals für ihre Antworten und Bemühungen.

Richard B.

 

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
06.12.2022, 15:45 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Richard B.,

ja, das ist allgemein schon vorstellbar. möglicherweise ist das Blut im Kondom auch noch etwas verdünnt, dann wäre die Menge wirklich sehr wenig. Das könnte schon zu einer sehr leichten, oberflächlichen Verletzung bei einer Entzündung passen. 
Ob Sex die Symptome verschlimmert oder nicht, ist schwer abzuschätzen. Letztlich sollte der entzündete Bereich möglichst geschont werden und möglichst wenig bewegt werden. Eigentlich sollte Sex hierrauf keinen Einfluss haben, aber sicher sagen können wir das nicht. Irgendwelche nicht abschätzbaren Besonderheiten kann es immer geben. 
Bezüglich der Einnahme von Medikamenten dürfen wir leider über Internet keine Empfehlung geben, dazu sollten Sie sich an Ihren Behandler wenden. Grundsätzlich sollte hier aber eigentlich kein Zusammenhang bestehen. 
Wie lange die Heilung dauert hängt vor allem davon ab, wie gut die Stelle verschont wird. Eigentlich heilen solche kleinen Wunden eher rasch innerhalb weniger Tage ab. 
Wie gut man etwas auf dem MRT einschätzen kann, hängt am ehesten von der Größe des Gesuchten ab. Tumore lösen ebenfalls Entzündungen aus, was dazu führt, dass sich in dem Bereicht Flüssigkeit finden lässt. Bei Ihnen liegt aber schon so eine Entzündung vor, deshalb würde sich wahrscheinlich eher eine etwas größere Struktur finden lassen. Es könnte schon sinnvoll sein, die Untersuchung durchzuführen. 
Akkupunktur kann als Unterstützung schon hilfreich sein, Studien, die hier einen Nutzen belegen würden, gibt es aber nicht. Trotzdem kann es im individuellen Einzelfall schon angebracht sein, das auszuprobieren. 
10 Jahre nach einer Vasektomie sollte eigentlich keine erhöhte Blutungsgefahr mehr bestehen. Sollte. Das heißt, es wäre schon auch sinnvoll, mit dem Ultraschall zu untersuchen, ob im Bereich der Hoden etwas auffällig ist. 

Wir hoffen, wri konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
07.12.2022, 08:58 Uhr
Kommentar

Sehr geehrtes Expertenteam

Nochmals vielen Dank für Ihre ausführlichen wertvollen Antworten und Empfehlungen.

Habe für den Moment noch eine Frage, wie würden sie vorgehen, was zuerst, sollte ich mich zuerst einem MRI unterziehen, bevor ich die Harnröhrenspiegelung mit Gewebeentnahme mache oder zuerst die Spiegelung vor dem MRI ?

 

Freundliche Grüsse

Richard B.

 

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
07.12.2022, 14:03 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Richard B.,

letztlich müssen Sie das natürlich mit dem behandelnden Arzt diskutieren, da er besser einschätzen kann, welche Untersuchung welchen und wie viel diagnostischen Nutzen mit sich bringt.
Allerdings gibt es aus unserer Sicht eine Überlegung, die dafür sprechen würde, erst das MRT zu machen und zwar das, dass diese Untersuchung keine Nebenwirkungen mit sich bringt und auch kein Risiko für Komplikationen besteht (außer, es wäre Kontrastmittel nötig oder Sie haben beispielsweise einen Herzschrittmacher).
Wenn ein MRT komplikationslos einen genügenden Erkenntnisgewinn haben könnte, wäre das aus den genannten Gründen die erste Untersuchung.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit nochmal weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
10.12.2022, 10:26 Uhr
Kommentar

Sehr geschätztes Expertenteam

Nochmals vielen Dank für die stetig nützlichen Antworten.

In einer Antwort haben sie mir mitgeteilt, dass der entzündende Bereich möglichst geschont und wenig bewegt werden soll.

Ich treibe viel Sport, ca. 6 Stunden Badminton pro Woche, zudem öfters ins Fitness Studio.

Könnten sie mir hier eventuell eine Empfehlung abgeben, ist es für den entzündenden Bereich zwischen dem inneren und äusseren Schliessmuskel in der Harnröhre ungünstig eine solche Sportart wie Badminton auszuführen, da man sich sehr oft sehr schnell bewegt, oder ist es gar von Vorteil, da der entzündende Bereich eventuell besser durchblutet wird ?

Wie sieht es mit schwimmen aus, kann ich das ohne bedenken tun ?

Mein Urologe, sagt immer, ich soll auf nichts verzichten doch bin ich nicht sicher, ob ich seiner Empfehlung folge leisten kann. Wie sehen sie das ?

Vielen Dank für erneutes Feedback.

Freundliche Grüsse

Richard B.

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
11.12.2022, 11:22 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Richard B.,

ja, hier muss man ehrlicherweise sagen, dass man da etwas ins Blaue hineinraten muss. Belastbare Daten gibt es dazu nicht. Insofern kann man hier nur überlegen und versuchen, aus der Anatomie irgendwelche Schlüsse zu ziehen.
Aus unserer Sicht scheint es auch eher so, wie es Ihr Urologe meinte, es ist nicht davon auszugehen, dass die genannten Sportarten einen negativen Einfluss auf die Heilung haben. Am Ende kann man aber nur durch ausprobieren herausfinden, was stimmt.
Gerade Schwimmen sollte aus unserer Sicht kein Problem sein, Badminteon auch eher nicht. Aber sicher sagen können wir es eben nicht. Möglich ist auch die von Ihnen genannte Überlegung, dass Sport sogar heilsam ist (was er meistens tatsächlich ist).

Wir hoffen, wir konnten damit trotzdem weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
21.12.2022, 06:38 Uhr
Kommentar

Sehr geschätztes Expertenteam

Ja, auf jedenfall haben mir alle Ihre Antworten weiter geholfen.

Nun, kommt langsam etwas Licht ins Dunkle.

Scheinbar hatte ich eine Infektion der Prostata und da hat sich nach der Entzündung eine Wunde aufgetan, welche sich bisher noch nicht schliessen konnte.

Das Problem, welches ich nun habe ist, wenn ich auf den Stuhlgang gehe und etwas stärker pressen muss damit sich der Stuhl auslöst, dann kommt immer Blut aus der Harnröhre, sprich der Druck muss irgendwo die Stelle wo die offene Wunde ist drücken und löst die Blutung aus. Sprich heisst das auch, solange ich die Blutung beim etwas Druck beim Stuhlgang habe, solange wird auch das Blut im Spema nicht verschwinden.

Auch die mir verordnete Abstinenz von Sex oder Masturbieren für ca. 4 Wochen, werden das Problem wohl nicht lösen.

Wie ist das, kann eine solche offene Wunde von selbst heilen und schliesst sich nach einer gewissen Zeit, oder muss ich den Druck der Prostata mit Reductase Hemmern abbauen, sprich die Prostata etwas verkleinern ?

Wie lange würde es dauern, bis sich eine solche Wunde schliesst, sofern sie sich selber schliessen würde ?

Könnte eine solche Wunde eventuell mit einer Operationsmethode geschlossen werden ?

Habe nun Lactulose Produkte welche ich täglich einnehme um den Stuhlgang am Morgen zu erleichtern. Doch denke ich, dass diese auch nicht zu lange genommen werden können, richtig ?

Vielen Dank nochmals für ihre Hilfe.

Freundliche Grüsse

Richard B.

 

 

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
29.12.2022, 13:35 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Richard B.,

verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Ja, das ist ein plausibles Krankheitsbild, das eigentlich alles sehr gut erklären kann. An sich sollte die Wunde von sich aus zuheilen können, sie braucht dafür eben nur möglichst gut die Möglichkeit. Das heißt, sie sollte so gut wie möglich geschont werden. Das machen Sie damit schon ganz richtig. Sowohl die Sexabstinenz als auch der weiche Stuhlgang sind hier gute Unterstützungen.
Die Lactulose sollten Sie eigentlich bedenkenlos einnehmen können. Alternativ wäre auch Macrogol eine Möglchkeit. Sprechen Sie auch mit Ihrem Hausarzt darüber, aber eigentlich bildet sich bei einem bestimmungsgemäßen Gebrauch keine "Gewöhnung" aus, so dass irgendwann immer mehr gebracht wird. Besprechen Sie das mit Ihrem Hausarzt, die Einnahme sollte aber über den Tag verteilt werden, damit lieber mehrmals am Tag wenig weicher Stuhlgang kommt als "alles auf einmal".
Die konservative Behandlung ist wohl in diesem Fall vorzuziehen, da eine Operation in irgendeiner Form auch das Risiko einer neuen Infektion mit sich bringt, wodurch alles wieder von vorne beginnen könnte. Besprechen Sie das aber auch mit Ihrem Urologen.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit nochmal weiterhelfen.

Kommen Sie gut ins neue Jahr - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
31.12.2022, 10:08 Uhr
Kommentar

Sehr geschätztes Expertenteam.

Nochmals vielen Dank für Ihre sehr hilfreichen Antworten, welche mir in jedem Fall sehr wertvoll und nützlich sind.

Auch Ihnen wünsche ich einen guten Start ins neue Jahr.

Freundliche Grüsse

Richard B.

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
31.12.2022, 12:35 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

es freut uns, dass wir Ihnen helfen konnten. Wir wünschen Ihnen #ein gutes und gesundes Jahr 2023.

Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Diskussionsverlauf
Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Übersicht: Expertenrat
afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2023/05: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Funke Digital GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: https://www.lifeline.de/

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.

Sie haben Lifeline zum Top-Gesundheitsportal gewählt

Sie haben Lifeline zum Top-Gesundheitsportal gewählt. Vielen Dank für Ihr Vertrauen.