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Spätfolgen der Syphilis

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Sexualmedizin | Expertenfrage

21.08.2000 | 09:08 Uhr

Ich wurde ernsthaft um die Suche nach Informationen über Spätfolgen der Syphlis (bei einer Frau) gefragt. Könnt ihr mir hier weiterhelfen? ggf. mit einer guten Internetadresse? Können Spätfolgen auch noch nach Jahren, Jahrzenten auftreten? In welcher Form? Gibt es hier Nachweismöglichkeiten? Danke im voraus!!!

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22.08.2000, 07:08 Uhr
Antwort

Lieber Rainer ! <p>Die Syphilis ist eine Geschlechtskrankheit, die in Stadien verläuft. Dabei kann sich der Verlauf über viele Jahre erstrecken.
Im Spätstadium (ich glaube so war Deine Frage gemeint), das nach Monaten oder Jahren erst einsetzt, kommt es zum Befall des Zentralnervensystems.
Man spricht dann von einer Neurosyphilis, bei der es zu schweren Schäden an Gehirn und Rückenmark kommt. Die Folge sind Lähmungen, geistige Verwirrung und Sprachstörungen.
Außerdem kommt es des öfteren zur Schädigung der Hauptschlagader (Aorta), die eine lebensbedrohliche innere Blutung nach sich ziehen kann. <p>Die Syphilis ist also eine ernste Erkrankung, die umgehend behandelt werden sollte ! Nicht umsonst besteht eine gesetzliche Meldepflicht ! <p>Eine Syphilis-Erkrankung kann mit den heutigen labortechnischen Methoden problemlos nachgewiesen werden.
Als Nachweismaterial dienen Nervenwasser und Blut bzw. Blutserum. <p>Gruß Kai (Medizinstudent)

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23.08.2000, 08:08 Uhr
Antwort

Hallo,
vielen Dank für Ihre Anfrage!
Die Spätsyphilis beginnt erst ca. 5 Jahre nach der Infektion. Man findet eine stark positive Reaktion im Blut. Auf allen Häuten und Schleimhäuten können kugelrunde, harte Geschwür (= Gummata) vorkommen, die einschmelzen und aufbrechen können. Prinzipiell können alle inneren Organe und die Knochen ebenfalls befallen sein. Viele Jahre nach der Infektion wird , falls nicht therapiert wird, das Nervensystem mit befallen und zerstört. Auch im Gehirn gibt es Gummata, die je nach Lokalisation die unterschiedlichsen Symptomatiken hervorrufen können. Diese Form diagnostiziert man im Gehirnwasser.
Gruß
Dr. Elfrath

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