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Fruchtbarkeit

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Sexualmedizin | Expertenfrage

22.07.2021 | 14:50 Uhr

Guten Tag

Ich habe eine ganz andre Frage.

1. Ab 35 Jahren sollten Männer keine Kinder mehr bekommen stand in der Zeitung. Weil die Entwicklung des Kindes kann beeinträchtigt sein: Intelligenz, ADHS usw. 

Bei Frauen ist diese Grenze 30 Jahre. 

- Um den Kindesschutz nicht zu verletzen: Ist dem so? Vielen Dank für die Info.

2. Finasterid mepha. ich nehme gegen Haarausfall 1/4 lactab pro Tag. Nun ist es so, dass man auf Minoxidil umstellen kann. 

Meine Dermatologin hat nämlich mal gesagt, wird man da schwanger, ist das Kind geschädigt. Also wenn man es als Mann nimmt; man müsste auf Minoxidil und die Kopfhaut umsteigen.

Von einem andern Arzt; auch Hausarzt habe ich was anderes gehört. Solange aber 1 Ärztin da steht, die nein sagt, ist es für mich unverantwortlich. Oder wie ist der Stand der Dinge? Absetzen, oder?

Freundliche Grüsse

Michel

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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23.07.2021, 11:46 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

dafür, dass Männer ab 35Jahren und Frauen ab 30Jahren keine Kinder bekommen sollen, gibt es keine medizinische Evidenz.

Natürlich ist ein höheres Lebensalter mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für zB Mutationen im Genom vergesellschaftet, deshalb wird bei Frauen ab 35 Jahren eine ausgedehntere Diagnostik während der Schwangerschaft angeboten.

Bei einer Finasterid-Therapie des Mannes während der Schwangerschaft der Partnerin empfehlen die Fachinformationen und Beipackzettel, dass Schwangere keinen Kontakt mit den Finasterid-Tabletten und dem Sperma des Mannes haben dürfen.

Sollte Ihre Partnerin eine Schwangerschaft planen, sollten Sie die Therapie umstellen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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23.07.2021, 16:06 Uhr
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Vielen Dank für die Info.

1. Aber ich lese zurzeit extrem viel in den Zeitungen, dass Kinder mit Vätern und Müttern ab 30 mehr ADHS haben, weniger intelligent sind, es zu mehr Fehlgeburten kommt usw. usw.

Da frag ich mich eben wegen dem Kindeswohl: darf man bis max. 30 Jahren Kinder haben. Was hier die regel ist.

2. Ach so: es ist komisch. Ein Hausarzt und ein andrer hatte mal gesagt, Finasterid mepha 1/4 lactab sei kein Problem bezüglich Schwangerschaft.

Das sei nicht innerhalb der Spermien, d.h. das verändert das Erbgut nicht. Falls hier ein ,Unfall' passiert. 

Dermatologin hat eben gesagt 4 Wochen vor Kinderwunsch absetzen.

Lifeline Gesundheitsteam
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24.07.2021, 11:40 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

wir vermuten jedoch, dass es keine Fachzeitschriften gewesen sind, in denen Sie das gelesen haben? Wie gesagt, manche Erkrankungen häufen sich mit zunehmendem Alter der Mutter und/oder des Vaters, aber eine "Regel" ab wann man keine Kinder mehr bekommen soll, gibt es nicht. Tatsächlich verschiebt sich das Alter der erstgebärenden Mutter immer weiter nach hinten, da sich viele weitere Sozialfaktoren und auch die Arbeit im Laufe der Zeit geändert haben. Dennoch kommt die Mehrzahl der Kinder gesund auf die Welt.

Natürlich muss es nicht sein, dass das Finasterid auf das Sperma übergeht, aber die Möglichkeit besteht. Wenn Sie sodem das mögliche Risiko nicht eingehen wollen, sollten Sie es bei Kinderwunsch 4 Wochen vorher absetzen, so wie es Ihre Dermatologin Ihnen geraten hat.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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07.08.2021, 11:06 Uhr
Antwort

Guten Tag

Ah, danke für die Info. Also grade auf den Vater bezogen; wenn der Vater 35 Jahre gewesen ist z.b.

a) Kann das zu mehr Fehlgeburten führen?

b) Schizophrenie, tiefere Intelligenz- sowie Sozialkompetenz: das wäre dann die Schuld des Vaters? (das habe ich ein wenig gelesen in der Zeitung kommt das extrem in letzter Zeit)

Wegen ,Kindesschutz' dachte ich da einfach, es müsste somit eine Grenze geben am Alter, die alle Erwachsenen zu beachten hätten...

2. Wegen dem Finasterid. Ich erhielt da vom Hausarzt/einmal von einem Gynäkologe vs. Dermatologin eben untersch. Angaben.

Ich komme da ehrlich gesagt immer noch nicht ganz draus und muss das wohl mal besprechen mit meinem Hausarzt. Der Gynäkologe meinte, das verändere das genetische Material nicht und das Kind werde nicht aufgrund des Finasterids irgendwie geschädigt. 

Danke für all Ihre Zeit.

Michel

Lifeline Gesundheitsteam
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08.08.2021, 10:32 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

natürlich gibt es auch erblich vorbelastete Männer und Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben, Grunderkrankungen an ihre Kinder weiterzugeben. Das ist jedoch unabhängig vom Alter.

Nur weil der Vater 35 Jahre alt ist, ist die Fehlgeburtsrate nicht signifikant erhöht. Sie sollten sich keine Sorgen machen.

Besprechen Sie die Finasterideinnahme nochmal mit Ihrem Hausarzt. Lassen Sie sich von ihm die Bedenken genau erklären.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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25.10.2021, 07:27 Uhr
Antwort

Hi

Ich habe nun doch noch eine Frage. Ich nehme finasterid 1/4 lactab seit mehreren Jahren.

Krebs, bzw. Darmkrebs kann ein Medikament, das man zu sich nimmt, nicht auslösen, oder?

Weil jemand sagte mir mal, man dürfe generell keine Medikamente über Jahre einnehmen, d.h. v.a. nicht aus jungen Jahren her.

mfg michel

Lifeline Gesundheitsteam
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25.10.2021, 09:07 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

zu den bekannten Nebenwirkungen von Finasterid bei langfristiger Einnahme zählen zB Libidoverlust und Schlafprobleme, diese müssen aber natürlich nicht auftreten. Auch darf man während der Einnahme kein Blut spenden.

Tatsächlich ist es jedoch so, dass wenn Männer über 50 Jahren mit zB Finasterid behandelt werden, die Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs zu erkranken sinkt. 

Aber die generelle Aussage, dass man kein Medikament über Jahre einnehmen darf, ist vom Grundsatz her falsch, da es viele Menschen gibt, die aufgrund ihrer Grunderkrankungen darauf angewiesen sind, lebenslang bestimmte Medikamente einzunehmen. 

Natürlich gibt es Nebenwirkungen bei langfristiger Einnahme, aber meist sind diese gut händelbar.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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