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Was wenn TIA nicht erkannt wird

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Schlaganfall | Expertenfrage

22.03.2020 | 08:29 Uhr

Guten Tag.

Meine Krankengeschichte fing im November 2019 an. Damals mit Schwindel bei schnellen Bewegungen und nach oben schauen + Rückenschmerzen. Auf Grund eines Wirbelgleitens L4/S1 habe ich einen Termin bei meinem Orthopäden gemacht. Der im Januar 2020 Zeit für mich hatte. Er machte Röntgen aufnahmen von Hals-WS und Lenden-WS. Kein neuer Befund. Überweisung zum Neurologen, MRT Hals. Erst Gespräch beim Neurololgen Nervenmessung ohne Befund, wir warten auf`s MRT.

MRT Hals ergab nur eine kleine Vorwöhlbung einer Bandscheibe.14.02. Besprechung vom MRT beim Orthopäden. Überweisung zum Neurologen. Am selben Tag mit RTW ins Krankenhaus. Neurologische Ausfälle linke Seite.Im Krankenhaus nach ca.1/2 Stunde warten EKG zu beginn bei Puls über 150, nach 10 Minuten 82. Krankenschwester schreibt es der Aufregung zu. Selbes Bild beim Blutdruck messen. erst zu hoch, dann ok. Nach ca.1 Stunde erster Arzt ich schildere ihm das Geschehen: Kribbeln linkes Bein, dann linker Arm, Taubheitsgefühle in Arm und Bein und auch Taubheitsgefühl in der linken Gesichtshäflte, Sehstörungen und mein nächtliches Herzrasen, bei mir werden die Symptome weniger. Arm und Bein sind wieder ansteuer bar. Ich soll ein Paar Schritte gehen, damit er sich ein Bild machen kann. Kein großes Problem. Nur linke Seite Muskeln versagen.(Humpelnd)CT-Kopf wird nach einer weiteren 1/2 Stunde gemacht. Ich komme auf Neuro-Station, bekomme Schmerzmittel. Gegen Kopf und Rückenschmerzen. Mo.17.02.MTR Hals soll gemacht werden. Ich verweise auf schon vorhandene Bilder von vor 2 Wochen.Besprechung CT-Kopf. Es wurde ein Schatten gefunden. Altes Blut, Vermutung: Es ist wohl von einem Reitunfall 2013.Auf Grund von MS in der Familie Lumbalpunktion. Di.18.02. Neurologische Untersuchungen, Kipptisch, HNO, MRT-Kopf mit Kontrastmittel. Alles ohne richtigen Befund. Alleine im Nervenwasser war eine geringe Menge Blut, dies wurde aber als nicht relevant eingestuft, da das Material ja noch Ergebnisse lieferte.

Entlassung ohne Befund am selben Tag.

Weiterhin Schwindel, Kopfschmerzen, Nächtliches Herzrasen, Rückenschmerzen.

Nächster Tag:Allgem.Mediziner, Besprechung vom Entlassungsbericht. Ich soll mehr Sport machen und Trombosestrümpfe anziehen. Bei mir ein großes ? Ich bin Kindergarten Sportlehrerin und war im Herbst noch voll im Training zum Stadtlauf, Abbruch erfolgte nur wegen der Rückenschmerzen und dem Schwindel. Im Bericht keine Hinweise zu meinen Neurologischen Ausfällen, wurden nicht mal erwähnt. Keine weiteren Untersuchungen. KG Schlingentherapie wegen Hals/Bandscheiben Vorwölbung. Überweisung zum Neurologen.

14 Tage später, bin ich gerade bei der KG. Schlingentherapie fand an diesem Tag nicht statt. Der Physiotherapeut meinte, ich sehe so schlecht aus, er machte lieber nur Entspannungs Therapie. Heiße Rolle für den Rücken, leichte Bewegungen und Massage. Nach der Behandlung Kreislauf zusammenbruch, wieder neurologische Ausfälle linke Seite. Diesmal noch stärker. RTW Krankenhaus.

Anderes Krankenhaus.Ca. 9:30 Uhr Blutabnahme, Speicheltest. Holt sich die Infos aus den Untersuchungen des 1. Krankenhauses. Nach ca. 2 Stunden sind meine Körperteile wieder meine, nur die altbekannten Symtome bleiben. Kopfschmerzen, Schwindel, Rückenschmerzen.

16 Uhr ich werde von der Neurologie in die Notaufnahme verlegt. 

18:30Uhr Ärztliche Untersuchung, ohne Befund. Es wird mir angeraten regelmäßig zu essen und zu trinken damit mein Kreislauf funktioniert. Hätte ich getan, wäre ich nicht so lange im Krankenhaus gewesen.

Jetzt bin ich immer noch zu Hause mit Kopfschmerzen, Schwindel, nächtliches Herzrasen und Rückenschmerzen. Am 29.04. habe ich einen Termin in der Psychosomatik. Doch könnten es nicht TIA gewesen sein? Wie kann ich das heraus finden??Und warum werden keine anderen Untersuchungen mehr gemacht??

Alle berufen sich auf die Untersuchungen des 1.Krankenhauses. Da dort EKG und alle anderen Untersuchungen ohne Befund waren. Was kann ich noch tun??

 

Ich hoffe der Text ist nicht zu lang. Und ich entschuldige mich für Rechtschreibfehler.

MfG

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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28.03.2020, 08:32 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Pferdefreundin,

kein Problem, wir versuchen auch lange Texte so gut wie möglich zu beantworten.
Es ist tatsächlich nicht zu erwarten, dass weitere Untersuchungen jetzt neue Ergebnisse bringen würden, deshalb verweisen alle auf die ersten Untersuchungen. Klar könnte noch ein EKG geschrieben werden, die relevante Information wäre aber, ob sich daraus Hinweise auf Herzrhythmusstörungen ergeben. Das wöre jetzt sehr unwahrscheinlich, wenn es eben damals bereits unauffällig war.
Sinnvoll könnte jetzt noch in Rücksprache mit Ihrem Hausarzt ein Langzeit-EKG oder ein Langzeitblutdruck sein, falls das noch nicht geschehen ist.
Eine TIA könnte es natürlich definitionsgemäß gewesen sein, das heißt, das kurzzeitig eine Minderdurchblutung des Gehirns stattgefunden hat, die aber keine bleibenden Schäden hinterlassen hat und auch nicht nachweisbar ist. Die Ursachen hierzu könnten dann eben über verschiedene Untersuchungen abgeklärt werden.
Letztlich könnte, wenn bereits eine organische Schädigung des Gehirns bei einem Reitunfall stattgefunden hat, die sich nicht wirklich bemerkbar macht, auch ein fokales epileptisches Geschehen vorliegen. Falls noch nicht geschehen, sollte evtl. auch einmal ein EEG abgeleitet werden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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28.03.2020, 12:18 Uhr
Kommentar

Vielen Dank für ihre Ausführliche Antwort. Ich werde ihre Tipps mit meinem Allgemein Mediziner besprechen. Der letzte Termin am Freitag endete mit einer Überweisung zum Orthopäden für eine Zweit Meinung.

 

Langzeit EKG gab es noch nicht, Langzeitblutdruck auch nicht. EEG ohne Befund.

 

Termin für Psychosomatik steht für 29.04.

Lifeline Gesundheitsteam
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29.03.2020, 09:57 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Pferdefreundin,

eine zweite Meinung ist sicherlich eine gute Idee, der Hausarzt hat offensichtlich einen Verdacht, den er abklären lassen möchte.
die genannten weiterführenden Untersuchend können differentialdiagnostisch noch recht hilfreich sein, wenngleich es auch eher unwahrscheinlich ist, dass sich daraus etwas ergibt.
Wenn das EEG unauffällig war, ist immerhin ein fokales epileptisches Geschehen unwahrscheinlich, was auch gut ist.
Die Vorstellung bei den Psychosomatikern ist sicherlich gut und wird hoffentlich weiterhelfen.

Bei weiteren Fragen sind wir natürlich gerne wieder für Sie da - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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29.03.2020, 20:50 Uhr
Kommentar

Wenn das EEG unauffällig war, ist immerhin ein fokales epileptisches Geschehen unwahrscheinlich, was auch gut ist.

 

Wie lange nach einem solchen Anfall kann man ihn denn noch im EEG sehen??EEG war erst nach 4 Tagen. Wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit das es doch so ein Anfall war??

Lifeline Gesundheitsteam
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29.03.2020, 20:54 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Pferdefreundin,

man sieht im EEG nicht, ob ein Krampf bzw. ein Anfall stattgefunden hat, sondern, ob es im Gehirn auffällige Aktivitäten gibt, die einen solchen Anfall begünstigen. Dabei würde man auch recht gut sehen, wo der Anfall läge, wenn er fokal wäre. War das EEG unauffällig, gibt es bei Ihnen in der betroffenen Region praktisch keinen Hinweis darauf, dass eine erhöhte Anfallsbereitschaft bei Ihnen vorliegt. Diagnostisch ist das damit praktisch abgeschlossen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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30.03.2020, 06:53 Uhr
Kommentar

Vielen dank, für die Ausführliche Erklärung. Ich wünschte, die Ärzte im Krankenhaus hätten mir alles so genau erklärt. Dann wäre ich dort bestimmt ruhiger gewesen.

Schön das es hier diese Möglichkeit gibt.:-)

Lifeline Gesundheitsteam
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30.03.2020, 11:24 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Pferdefreundin,

dann freut es uns natürlich sehr, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten. Bei weiteren Fragen sind wir natürlich gerne wieder für Sie da!

Bleiben Sie gesund - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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