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Trombose schlaganfall durch Gne

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Schlaganfall | Expertenfrage

26.07.2020 | 04:37 Uhr

Hallo experten. 

Ich habe leider das Problem das ich an einem Protein Z Mangel leide und somit einen 15Fach erhöhtes Trombose Risiko habe.

Nun brauche ich eine GNE Gaumennahterweiterung  und UKVV wie man es weiß bringt jede Op auch seine Risiken mit eine trombose zu entwickeln. Vorallem am (Kopf) oder Beinen Bereich.

Man würde mir während der Op jede Stunde inohep (Gerinnungshemmer) verabreichen, und nach der Op 1x am tag und müsste mich nach der Op 2 Wochen Lang weiter Spritzen.

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, nach solch einer Op mit dem gewissen vor Risiko eine Trombose zu bekommen oder sich eine entwickelt ? 

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Lifeline Gesundheitsteam
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26.07.2020, 12:14 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Bachh,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

Protein Z Verminderung kann eine  Blutungsneigung verursachen, aber auch eine bestehende Thrombophilie im arteriellen und auch in venösen Bereich aggravieren.

Allgemein geht man aktuell anhand von Studien davon aus, dass Patienten mit einem Protein Z Mangel ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko für venöse und arterielle Thrombosen haben können. Die Risikosteigerung scheint besonders ausgeprägt zu sein, wenn noch weitere Risikofaktoren, z.B. eine Faktor V Leiden Mutation oder ein erworbener Autoantikörper gegen ein Phospholipid-gebundenes Protein (einen Antiphospholipid-Antikörper) vorliegen. 

Wurde das bereits bei Ihnen ausgeschlossen?

Durch einen Protein Z mangel können jedoch auch verlängerte Blutungsdauern, also eine Blutungsneigung resultieren. 

Wir raten Ihnen, sich bei Fragen bezüglich der perioperativen OP-Betreuung noch einmal mit Ihrem Hämatologen zusammenzusetzen. 

Prinzipiell ist davon auszugehen, dass mit der Operationsdauer auch das Thromboserisiko steigt. Wichtig für Sie ist zudem, dass Sie sich postoperativ rasch mobilisieren, um ein zusätzliches Thromboserisiko durch Ruhigstellung vermeiden. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

 

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