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Kann eine TIA trotz MRT und CT übersehen werden?

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Schlaganfall | Expertenfrage

16.01.2023 | 00:19 Uhr

Hey, ich hab vor 1 Jahr einen plötzlichen sprachausfall gehabt. Wollte reden und es war verwaschen, mit Anstrengung konnte ich mit sehr viel gestotter Wörter rauskriegen. Wurde mit RTW eingeliefert in eine Klinik mit Neurologie.

Der Sprachausfall hielt ca 1 Stunde und klang in der zeit allmählich ab. Es wurde recht fix eine BGA gemacht und ein CT mit Kontrastmittel. Ich wurde aufgenommen mit den Worten es könnte ein kleiner Schlaganfall gewesen sein. Einlieferung war am 21.Januar.2022 und MRT hab ich am  25.Januar.2022 gehabt.

Im Laufe des vergangenen Jahres sind mir Körperliche Dinge aufgefallen. Mein rechter Arm fühlt sich zb beim Biggy Schieben schwammig an, so daß ich Mühe habe den so zu nutzen wie den Linken. Fühlt sich mir fremd an. Immer wieder mal Sprachstörungen in kleinen Ausmaß, also wörte verdrehen, Wortfindungsstörungen (die aber auch schon da waren als ich Hashimoto diagnostiziert bekommen habe), neulich ein warmes taubes Gefühl um den Lippen usw. Also diffuse Sachen. Nicht so das es anderen Menschen auffällt, aber mir so in meinem Alltag. 

Ich frage mich ob das MRT vielleicht zeitlich "zu spät" gemacht wurde oder ob es einfach übersehen wurde. Ich glaube das MRT war ohne Kontrastmittel, aber das CT definitiv mit. Ein EEG war auch gemacht worden. Neuropsychologe war auch da und Logopädin.

Kann es sein, das was übersehen wurde? Gerade wegen der Beschwerden möchte ich sowieso nochmal eine Ärztliche Meinung Vorort einholen. Eine Antwort hier zu bekommen, wäre aber auch außerordentlich interessant. 

 

Mfg Sanny

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16.01.2023, 00:22 Uhr
Antwort

Achso, Gleichgewichtsstörungen hab ich auch. Mir fällt es öfters schwer, geradeaus zu Laufen. Menschen die neben mir laufen, werden von mir dauernd angerämpelt. Was mich auch immer wieder stutzen lässt, ob ich nicht doch einen kleinen Schlaganfall hatte vor 1 Jahr. Gerade die gangstörungen belasten mich. 

Lifeline Gesundheitsteam
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16.01.2023, 13:42 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Sanny95,

dass es damals ein Schlaganfall mit bis heute anhaltenden Folgen war, der übersehen wurde, ist eher unwahrscheinlich. Dazu wurde das CT wohl rechtzeitig gemacht und auch die übrigen Untersuchungen waren hier sinnvoll und aussagekräftig. 
Das ganze macht, wenn es sich tatsächlich um ein neurologisches Problem handelt, eher den Eindruck, als würde etwas Chronisches vorliegen. Insofern wäre eine Bildgebung, also eigentlich ein MRT, im Verlauf zur Kontrolle sinnvoll. 
Mit CT und MRT werden unterschiedliche Auffälligkeiten gesucht. Das MRT ist z.B. besser geeignet, Entzündungen zu finden. Beide Untersuchungen haben Vor- und Nachteile, bei einem chronischen Geschehen wäre aber eher ein MRT angebracht. 
Zusätzlich wäre es natürlich angebracht, das Gleichgewichtsorgan mitzuuntersuchen, was aber unkompliziert möglich wäre. Auch Blutuntersuchungen wären sinnvoll.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit einem Arzt darüber. Wenn jetzt noch solche Symptome vorliegen, die vielleicht sogar schwankend verlaufen, wäre ein Bildgebung schon angebracht. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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