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Hirnstammblutung- Gibt es Hoffnung?

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Schlaganfall | Expertenfrage

16.05.2016 | 10:41 Uhr

Hallo,

meine Mutter,52J., hatte am 9.5.16 einen Schlaganfall,wsl aufgrund einer nicht behandelten Hypertonie. Keine weiteren Nebendiagnosen bekannt.Sie war zuhause  noch bei Bewusstsein, das habe ich an ihren Augen gemerkt, hatte keine Lähmungen, machte eher Spastische Bewegungen, konnte nicht Sprechen. Nach ca.45 min war sie im Klinikum. Auf dem Weg dorthin wurde sie laut den Sanitätern bewusstlos und intubiert., da sie auch erbrochen hatte. Als wir in der NAN ankamen sagte man uns die genaue Diagnose: paramediane,ausgedehnte Ponsblutung; eine Hirnstammblutung an einer sehr, sehr blöden Stelle. Dir Ärzte klärten uns darüber auf, dass es sein kann dass meine Mutter nie mehr aufwachen würde, wenn ja,könne sie nur die Augen bewegen. Sie wurde dann erst mal ins künstliche Koma gelegt. Allerdings nicht sehr lange. Am 3.Tag schlich man schon die Narkotika aus. Heute ist der 7.Tag. Sie zeigt laut den Ärzten keinerlei Reaktionen des Aufwachens. Ist mittlerweile unterstüzend beatmet. Hat auch eine Pneumonie bekommen, die aber schon am abklingen ist. Wir fahren jeden Tag zu ihr, sprechen, berühren, kitzeln sie und lassen ihr ihre Lieblingslieder hören. Sie blinzelt dann oft, bewegt die Füße leicht, hat Blutdruckschwankungen, Schlägt auch ihre Augen öfter mal auf und schaut einen an. Bewegt dabei ihre Pupillen viel nach oben und unten. Ich kann nicht sagen ob sie einen direkt fixiert. Den Kopf dreht sie wenn man z.B. Salbe auf die Lippen cremt, allerdings nicht jedes mal. Wenn sie husten muss, was durch den Tubus schwer geht, zieht sich der gesamte Körper zusammen und die Beine werden angezogen.Die Ärzte sagen immer das sind alles keine Anzeichen des Aufwachens. Aber was dann? Alles nur Reflexe? Sie hatte bis jetzt keine Komplikationen wie eine erneute Hirnblutung. Eine OP ist laut Ärzten kontraindiziert gewesen, weil man dadurch auch gesundes Nervengewebe absaugen würde. Dies hätte man nur gemacht wenn erneut die Hirndrucksymptome gestiegen wären. Wir hoffen und bangen jetzt jeden Tag um sie, hätten so gerne dass sie eine Reaktion macht, die laut den Ärzten zum Aufwachen gehört. Sie bekommt in den nächsten Tagen eine Tracheotomie und eine PEG-Sonde. Wir können sie nicht aufgeben. Habe gelesen dass eine Woche Koma nichts ist, zwei Wochen minimum bzw. sind viele 4, 5 Wochen im Koma gelegen. Müssen wir ihr einfach mehr Zeit lassen?  Viele wurden bei einer Hirnstammblutung von den Ärzten auch aufgegeben, sind dann in eine Frühreha gekommen, aufgewacht und diese können sich sogar wieder bewegen. Ich weiß das so was sehr langwierig sein kann, aber diese Berichte sind jetzt unsere Hoffnungschimmer. Haben jetzt Angst,dass die Frühreha von der Krankenkasse abgelehnt wird, weil sie laut den Ärzten dazu mehr Reaktionen bei den neurologischen Untersuchungen zeigen müsste. Sie würde dann nur in ein Heim für Beatmete kommen. Mit 52J.! Dort ist sie doch dann schon abgeschrieben oder?Die gestillte Butung im Gehirn ist ca.10-14 Tagen im Kopf bis sie sich auflöst. Kann es sein, dass nach dieser Zeit, eher wieder neurologische Reaktionen kommen werden und meine Mutter wacher wird? Wissen auch dass viele Betroffene in den ersten 14 Tagen Versorben sind. Haben Sie im Allgemeinen Erfahrungen damit? Hoffe Sie können uns Antworten geben.

Gruß Lisa (23J.)

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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16.05.2016, 11:43 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Lisa,

eine Frühreha kann erst durchgeführt werden, wenn die Akutbehandlung abgeschlossen ist. Auch dürfen Patienten für eine Frühreha in der Regel nicht mehr beatmet sein, sondern müssen selbstständig atmen. Eine Frühreha kann auch bei unsicherer Prognose durchgeführt werden. Auch liegt den Ärzten das Wohl Ihrer Mutter sicherlich am Herzen und sie werden sich um die bestmögliche Behandlung bemühen.

Eine Blutung führt immer zu einer Raumforderung, die meist eine zusätzliche neurologische Beeinträchtigung hervorruft, eine Abschwellen kann durchaus eine Verbesserung der neurologischen Symptomatik bringen. Eine genaue Prognose können Ihnen Ihre Ärzte viel besser geben, da diese die Situation Ihrer Mutter genau kennen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam 

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