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Komplikationen nach Facetteninfiltration HWS

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Rückenschmerzen | Expertenfrage

11.09.2020 | 21:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Stehn,

 

da sie mir schon öfters geholfen haben, möchte ich sie gern erneut um Rat fragen.

Vor knapp zwei Wochen wurde bei mir eine Facetteninfiltration an den HWK 4 - 7 beidseits durchgeführt. Es war nicht die erste Behandlung, 2015 hatte ich schon mal eine, da war alles in Ordnung.

Diesmal leider nicht. Auf der rechten Seite fühlte sich alles normal an, links spürte ich ein Zucken beim Spritzen und daraufhin wurde mir ganz warm. Mein ganzer Körper wurde ganz schwer und auch irgendwie taub, zumindest die Arme. 
Ich konnte nicht mehr alleine aufstehen und mir war schwindelig.

Ich wurde dann auf die Überwachungsstation gebracht und da wurde noch eine Schluckstörung festgestellt.

 

Die ganzen Symptome waren einige Stunden später wieder weg.

Allerfings litt ich eine Woche unter starken Kopfschmerzen und Übelkeit, im Liegen besser. Ich musste eine Woche im Krankenhaus bleiben weil ich überhaupt nicht aufstehen konnte.

 

Mittlerweile bin ich wieder zuhause und mir geht es soweit wieder gut allerdings ist mein rechtes Bein teilweise taub, ich bin mir nicht sicher ob da ein Zusammenhang besteht.

Meine Frage lautet nun ob solche Komplikationen öfters vorkommen oder ob bei der Behandlung ein Fehler gemacht wurde? Kann ein Zusammenhang mit dem Bein bestehen?

 

vielen Dank für Ihre Mühe 

Mit freundlichen Grüßen 

Claudia 

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Experte-Stehn
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17.09.2020, 07:36 Uhr
Antwort von Experte-Stehn

Sehr geehrte Claudia,

möglicherweise wurde bei der Infiltration eine Region (Nerv, Nervengeflecht, Ader, Hirnhaut) getroffen, die Ihre Beschwerden ausgelöst hat. Das gehört zu den möglichen Komplikationen einer solchen Behandlung, kommt gelegentlich vor, führt in der Regel aber nicht zu bleibenden Beschwerden. An der HWS liegen viele sehr empfindliche Strukturen recht eng beieinander und es besteht, auch bei sorgfältigster Ausführung der Infiltration, leider immer ein gewisses Risiko, diese Strukturen zu treffen.

Einen Zusammenhang zur Taubheit im Bein sehe ich nicht, ein Neurologe könnte diesen Zusammenhang aber ggfs. sicher ausschließen.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung 

Ihr D. med. Frank Stehn

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