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Bandscheibenvorfall BWS 7/8 + Einengung | starke Darmprobleme

Kategorie: Knochen-Gelenke » Expertenrat Rückenschmerzen | Expertenfrage

05.10.2019 | 14:40 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich bin absolut verzweifelt und hoffe hier einen Rat zu finden. 

Kurz zu meiner Leidensgeschichte: ich habe seit knapp über einem Jahr immer wieder Magen-Darm Probleme. Diese äußerten sich zunächst in häufigen Magenschmerzen, immer wieder mal nach dem Mittagessen Krämpfe und anschliessender Durchfall und eine zumindest für andere Menschen augenscheinliche Gewichtsabnahme, da ich häufig drauf angesprochen wurde "wieviel ich denn bitte angenommen hätte". ich merkte dies auch zumindest daran, dass ich Gürtel weiter ziehen musste o.ä., aber nicht an meiner Waage. 

Nun ist es aber seit Juni extrem schlimm - seitdem habe ich quasi nur noch sehr weiche Verdauung (es kommt quasi wie ein "Fropf"), allerdings sitze ich auch danach noch häufig eine halbe Stunde weiterhin auf der Toilette und es kommt immer wieder noch etwas nach und ich habe nicht das Gefühl vollständig zu entleeren. 

Zudem riecht der Stuhl jedes Mal sehr sehr stark unangenehm/faulig und schwimmt in 80-90 % der Fälle auch auf dem Wasser. Blähungen, die mich schon länger immer wieder stark begleiten riechen ebenfalls stark faulig. Auch spüre ich selten "Druck" zu müssen (außer bei den immer wieder kehrenden, vielleicht 3-4 Mal im Monat, Krämpfen nach dem Mittagessen mit flüssigem Stuhlgang). 

Im Juli folgte nun ein Ultraschall des Abdomens (teilweise schwer einzusehen wegen viel Luft im Bauch trotz nüchtern), ein sehr großes Blutbild mit Tumormarkern etc., eine Magenspiegelung, eine Darmspiegelung, eine Untersuchung auf Keime im Stuhl und zusätzlich eine Untersuchung der Schilddrüse. 

Bis auf ein leicht erhöhter Leukozytenwert (12,2) - dieser ist bei mir aber seit Jahren bei jeder Messung auf etwa diesem Niveau - und eine leichte Entzündung im Zwölffingerdarm, welche mit Omeprazol behandelt wurde, gab es keinerlei Auffälligkeiten. 

Kurz nach den Untersuchungen setzte dann ein Hals- und Bronchialschmerz ein, den ich nicht weiter deutete - allerdings nun auch nochmal eine Woche später Rückenschmerzen. 
Während die Hals und bronchialschmerzen verschwanden blieben die Rückenschmerzen und wurden immer stärker im Bereich des Brustwirbels und zogen auch in den unteren Rücken. 
Der Orthopäde renkte mich ein, schrieb mir Massagen auf und schickte mich zum MRT (wo ich erstmal 5 Wochen auf den Termin warten "durfte"). mittlerweile bin ich bei der 11. Massage und es bringt nichts - zusätzlich habe ich es mit Rotlicht, Wärmegürteln, Wärmesalbe, Voltaren und Ibuprofen versucht - keine Besserunng. Sogar eine neue Matratze legte ich mir zu. 
Zwischendurch war ich noch beim nächsten Internisten zwecks meines Magen-Darms, der meinen Stuhl auf andere Werte untersuchte und dieser stellte nun einen Wert von 241,4 bei "Calprotectin" fest (normal 50). Aufgrund dessen soll nun auch noch eine Endosonographie und ein Hydro-MRT des Dünndarms folgen. 

Gestern kam dann nun  postalisch der Befund zum MRT der BWS: 

Klinische Angaben: Verdacht auf thorakalen Bandscheibenschaden. 

Befund und Beurteilung: Bei BWK 7/8 besteht rechts dorsolateral ein Bandscheibenvorfall. Hier wird der Subarachnoidalraum etwas eingeengt. 

Die übrigen thorakalen Bandscheiben sind unauffällig. Keine Foramenstenosen, keine Spiralkanalstenosen. Unauffälliges Bild des thorakalen Rückenmarks. Kein Knochenmarködem. 

 

Etwas abgeflachte Kyphose der unteren BWS. Keine Skoliose

okay .. jetzt ist mein nächster Termin beim behandelnden Orthopäden auch erst wieder am 15.10. und vorher gibt es laut Aussage der Praxis keine Möglichkeit rein zu kommen. 

Was fang ich nun mit dieser Diagnose an? Kann es rein theoretisch einen Zusammenhang mit dem Bandscheibenvorfall der BWS und dieser Einengung mit meinen anderen Magen-Darm Beschwerden geben? 

Inwiefern ist es schlimm, dass der Subarachnoidalraum "etwas eingeengt" ist? 

 

Ganz ganz lieben Dank bereits im Voraus und Liebe Grüße 

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Bisherige Antworten
Experte-Stehn
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09.10.2019, 16:58 Uhr
Antwort von Experte-Stehn

Sehr geehrter steinidb,

einen Zusammenhang Ihrer Darmbeschwerden mit dem Bandscheibenvorfall in Höhe Th 7/8 sehe ich nicht. Auch der eingeengte Subarachnoidealraum reicht für Ihre Beschwerden nicht aus. Von einem solchen Bandscheibenvorfall gehen in der Regel "nur" Rückenbeschwerden aus.

Lassen Sie Ihren Darm im Hinblick auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen untersuchen. Alle geschilderten Symptome sprechen für eine solche Erkrankung!

Ich wünsche Ihnen gute Besserung

Ihr Dr. med. Frank Stehn

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