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Juckende wunde Kopfhaut

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Rehabilitation | Expertenfrage

24.01.2006 | 01:07 Uhr

Hallo,

habe seit mehr als 4 Monaten eine juckende und nach heftigen Kratzattacken wunde Kopfhaut, welche mit Schuppenbildung reagiert.

Die Stelle befindet sich auf der linken Kopfseite hinter dem Ohr und reicht fast schon bis zum Scheitel.

Sofern die Schuppen sich ablösen lassen, ist die Haut wund. Habe bereits ein cortisonhaltige Creme genutzt, jedoch nur kurzfristig Besserung erzielt. Im Gesicht habe ich eine Mischhaut. Stirn und Kinn sinn fettiger, die Wangen jedoch trocken. Ansonsten habe ich im Winter trockene Haut und Juckreiz an den Schienbeinen u. Rippenbögen. Soviel zu meiner Haut!
In der Vergangenheit hatte ich ein Ekzem an der rechten Handinnenseite. Dies ist jedoch bereits ca. 2 Jahre her und ausgeheilt. Ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen, da ich ab und an das Gefühl habe, dass dies in Schüben auftritt.
Ggf. hat es auch etwas mit meinem Hormonhaushalt zu tun. Nehme seit Jahren ein Hormon, was den Eisprung anregt und Zystenbildung vermeidet (Clormadinon). Vielleicht hat dies den gleichen Ursprung. Ich bin 40 Jahre alt; zur Info! Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Grüße
Ramona

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26.01.2006, 01:19 Uhr
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ich hab auch solche stellen am kopf hinter den ohren und am haaransatz im nacken. war auch einmal beim arzt und hab eine milchige flüssigkeit zum einreiben bekommen. diagnose damals: neurodermitis.
die juckenden stellen hab ich aber nicht bzw. nur zeitweise in den griff bekommen.
dann bekam ich letztes jahr im sommer starken juckreiz an beiden armen, rauhe ellbogen, sehr trockene haut am ganzen körper etc. jedes kratzen verschlimmerte den juckreiz ähnlich wie bei einem mückenstich.
dann bin ich also zu einem anderen hautarzt gegangen, der hat mir eine cortisonhaltige tinktur verschrieben, die ich immer wieder aufgetragen und eingerubbelt habe. (dass cortison drin war, hat er mir nicht gesagt, hab ich erst hinterher im beipackzettel gelesen).
genaue diagnose weiß ich nicht, jedenfalls wurde mir gesagt, dass ich wohl am kopf schuppenflechte hätte und dieser juckreiz an den armen und die anderen begleiterscheinungen den gleichen auslöser hätten.
nach ein paar wochen wiederholten aufflackerns und immer wieder aufgetragener tinktur hab ich nun an den armen keinen juckreiz mehr. aber am kopf hab ich immer noch diese juckenden stellen. wie du schon schreibst, hat man nicht immer probleme damit, eher im sommer, wenn es heiß ist.

ob das dasselbe ist wie bei dir???

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26.01.2006, 01:26 Uhr
Antwort

....habe mir mittlerweile mal Bilder im WWW angeschaut und komme auch zu dem Schluß, dass es sich um Schuppenflechte handelt. Habe mir jetzt eine Zinksalbe geholt. Mittlerweile hab ich seit 2 Tagen auch an den Innenseiten der Oberarme kleine kreisrunde gerötete Flächen, welche jucken. Die hatte ich in den vergangenen Jahren ab und an. Wäre super, wenn ich eine Empfehlung für irgendein Mittel erhalten könnte, welches ohne Rezept erhältlich ist, und zumindestenst Abhilfe schafft. Danke!

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27.01.2006, 06:54 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Frau Ramona,
wenn Ihre Diagnose stimmt, helfen unter anderem Vitamin D-haltige Cremes und Lotionen. Diese kann man mit anderen Subsatnzgruppen kombinieren. Zu beachten ist zum einen, daß man nicht mehr als 1/3 der Körperoberfläche behandelt, zum anderen, daß man z.B. mit einer Lösung die HAut nicht zu sehr austrocknet. Ein mildes Shampoo gehört bei einer reizbaren Dermatose (Schuppenflechte) natürlich zur BAsis.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Thomas Willgeroth

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27.01.2006, 07:02 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
Hauterscheinungen am Kopf und am Körper kombiniert mit trockener Haut lassen am ehesten an eine Schuppenflechte oder Neurodermitis denken. Beide Erkrankungen können durch Kortison gelindertwerden, nach dem Absetzen treten die Hauterscheinungen aber wieder auf. Alternativ gibt es eine ganze Reihe an Substanzen die gegen die Schuppenflechte und Neurodermitis gerichtet sind, so leicht entzündungshemmende Stoffe, wie Kamille, Ringelblume, schwarzer Tee, Nachtkerzensamenöl, Borretschöl, Schwarzkümmel .... Aber auch als Medikamente sind Vitamin-D-haltige Substanzen bei der Schuppenflechte hilfreich, bei der Neurodermitis jedoch nicht. Umgekehrt helfen Elidel oder Bioglan bei der Neurodermitis, aber nicht bei der Schuppenflecht. Wichtig bei beiden ist die BAsistherapie mit einem Pflegeprodukt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Thomas Willgeroth

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