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PSA Anstieg streßabhängig?

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Prostatakrebs | Expertenfrage

12.01.2006 | 04:01 Uhr

Sehr geehrter Expertenrat,
Ist ein Zusammenhang zwischen Streß und ansteigenden PSA Werten bekannt? Hintergrund meiner Frage: Nach Prostatektomie (11/03) und Wirbelsäulen OP(11/04) bis heute permanent wiederkehrende Angstzustände, dann (02/05)PSA Einstieg über Nachweisgrenze auf 0,12, aktueller Wert (01/06) ist 0,17. Mein Alter: 67.
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12.01.2006, 11:41 Uhr
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Sehr geehrter Herr Jürgen J.,
vielen Dank für die Anfrage.
Ein Zusammenhang zwischen allgemeinen Streß und PSA-Wert-Erhöhung sind mir nicht bekannt.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Lein

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14.01.2006, 10:58 Uhr
Antwort

Guten Tag,

nach herrschender Meinung (auch in medizinischen Fachkreisen) gilt Stress als eine der vielen möglichen Krebsursachen oder zumindest als mitwirkender Faktor. Extreme oder/und lang anhaltende Stresssituationen wirken sich negativ auf das Nervensysten aus, was die Schwächung des Immunsystems zur Folge hat und somit den Krebs (auch Prostata-K.) begünstigt. Wenn der Prostatakrebs vorwiegend die Ursache für den ansteigenden PSA-Wert ist, darf man - so gesehen - wohl davon ausgehen, dass Stress indirekt, sekundär, für den PSA-Anstieg doch (mit)verantwortlich ist oder sein kann.

http://www.krebsliga-zh.ch/pdf/IW_Vortrag_Vetter.pdf
Zusammenfassung anlässlich der Krebswoche der Krebsliga des Kantons Zürich vom 02.-07.10.1999:

Frau Dr. Vetter, Psychologin und Autorin verschiedener Bücher über die psychologischen Phänomene im Zusammenhang mit Krebs, machte die Erfahrung, dass viele ihrer Patientinnen und Patienten eine ähnliche Lebensgeschichte vorweisen. Im Zentrum stehen meist Stresssituationen. Dr. Vetter hat sich eingehend mit dem Thema Stress auseinandergesetzt und versucht, Zusammenhänge von Stress und Krebs aufzudecken. (...)

Natürlich gibt es auch Gegenstimmen. Wahrscheinlich meinen diese, es gäbe keinen Zusammenhang zw. Immunsystem und Krebs. - Google hilft weiter.

MfG, win

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16.01.2006, 10:19 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Herr Patient,
vielen Dank für die Rückfrage und Information.
Ich möchte nicht das die Interpretation der Expertenempfehlungen und die Diskussion in eine falsche Richtung laufen. Die von Ihnen genannten Quellen sind nicht Grundlage der Empfehlungen in diesem Forum. Es steht jedem frei sich umfangreich zu informieren. Das ist gut so. Aber in diesem Forum soll es nicht zu Mißverständnissen kommen.
Folgender Kommentar:
1. Die Ursache für das Entsehen des Prostatakarziom ist bisher nicht geklärt!
2. Ein Zusammenhang zwischen intensiven negativen Streß und vermehrten Auftreten von Prostatakrebs konnte bisher nicht gezeigt werden.
3. Es gibt bisher keine seriöse Studie die bewiesen hat, dass Patienten mit bestimmten Charakteren vermehrt an einer bestimmten Tumorentität erkranken.

Leider läßt sich durch Streßabbau weder ein Krebs vermeiden noch effektiv behandeln.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Lein

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20.01.2006, 01:53 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Ratsuchender,

es freut uns, dass Sie sich an Diskussionen im Expertenrat Prostatakrebs beteiligen und Fragen an unsere beratenden Ärzte stellen. Leider ist uns Ihr Umgang mit dem dargebotenen Service und den darin arbeitenden Ärzten unangenehm aufgefallen.

Das Expertenboard ist ein kostenfreier und nach Ansicht der Nutzer ausgesprochen guter und hilfreicher Service, bei dem Ratsuchende eine zweite Meinung zu einem medizinischen Thema einholen können. Die beratenden Ärzte widmen sich der Beantwortung während ihrer Freizeit und geben nach bestem Wissen Auskunft.

In der Medizin gibt es unterschiedliche Ansätze und zahlreiche ungeklärte Fragen. Nicht jede Frage kann eindeutig mit Ja oder Nein beantwortet werden. Die in unserem Expertenrat arbeitenden Ärzte berufen sich auf bestehende Fakten und diskutieren im Expertenboard keine Eventualitäten.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und eine gemäßigtere Diskussionsführung.

Redaktion Lifeline

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23.01.2006, 07:43 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Win,
vielen Dank für die Hinweise und die Einschätzung.
Ich wünsche Ihnen Alles Gute.
Michael Lein

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