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chronische Prostatitis durch Gonokokken und/oder Clamydien

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Prostatabeschwerden | Expertenfrage

16.08.2021 | 17:23 Uhr

Hallo Expertenrat,

ich habe folgendes Problem: 

Mein Leidensweg begann bereits vor etwa 4 Jahren nachdem Ich eine neue Partner gefunden hatte. Damals diagnostizierte ein Urologe anhand der Beschreibung meiner Symptomatik eine Gonoroe. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Bakterien bereits. auf meine Prostata ausgebreitet was mir heftige Schmerzen bescherte. Ich erhielt ein Antibiotikum: Cefurox, dass ich über eine Woche einnahm. Dadurch verschwanden meine Symptome auch erstmal. Einige Tage nach Abschluss der Antibiotikatherapie kamen sie Symptome in der Prostata jedoch wieder zurück, in der Harnröhre blieben sie jedoch aus 

Daraufhin führte der Urolge zwei Harnröhrenabstriche an mir durch, die auf alle gängigen STIs hin untersuchten. Diese waren jedoch beide neagtiv. Auch meine Partnerin ließ sich testen: ebenfalls negativ. Zum Testzeitpunkt war sie jedoch auf ihrer Periode und ich las erst neulich das dies durchaus Testergebnise verfälschen kann. Generell hatte sie jedoch zu keinem Zeitpunkt Symptome. 

Inzwischen waren ein paar Wochen vergangen und da weder ich noch Partnerin laut Arzt bakterien hatten und die Schmerzen in der Prostata milder wurden machte ich den fatalen Fehler zu denken das den Rest mein Körper wohl selbst heilen wird... Dies ist nun 4 Jahre her . Die Schmerze haben sich in der Zeit in ein permanentes Spannugnsgefühl gewandelt, dass manchmal kaum bermerkbar und manchmal sehr stark ausgeprägt ist. Vor etwa 3 Monaten wurden bei meiner Partnerin im Rahme einer Routinekontrolle Clamydien fest gestellt. Daraufhin bekam wir beide 1 Woche Doxycyclin verschrieben. Bereits wenige Stunden nach der Einnahme fühlte ich eine Erleichterung des Spannungsgefühls wie ich es noch nie erlebt hatte und ich fühlte mich etwa 6 Wochen lang sehr euphorisch. Doch dann die Ernüchterung: Die Symptome kamen wieder undzwar in einer Intensität wie ich es nicht mehr gewohnt war. Nun hatte ich nicht nur ein Spannungsgefühl in der Prostata sonder wieder aktiv Schmerzen. Zudem begannen auch meine Hoden und Gelenke zu schmerzen. Vor 4 Wochen ging ich also wieder zum Arzt um mir wieder Doxycyclin verschreiben zu lassen, diesmal blieb die erhoffte Wirkung aber aus, daher riet mir der Arzt die Einnahme nach dem 5 Tag abzubrechen. Es wurde ein weiterer Harnröhrenabtrich auf STIs durchgeführt: wieder negativ. Mitlerweile bin ich am Verzweifeln, da der Arzt nun behauptet, dass bei mir eine abakterielle Prostatitis vorliegt und daher auch keine Antibiotika mehr verschrieben bekommen.....Auf die Frage wie er sich dann die Schmerzen in meinen Hoden erkläre hatte er keine richtige Antwort... Im Ultraschall habe man wohl nicht an den Hoden gesehen. Vor einer Woche habe ich auch einen 2 Arzt konsultiert. Dieser wollte mir jedoch ebenfalls keine geeigenten Antibiotika über einen asureichen langen Zeitraum verchreiben. Generell hatte ich das Gefühl das mir nicht so richtig geglaubt wurde. 

Ich weiß nicht mehr weiter. Die Schmerzen in meinen Hoden und Gelenken sind zwar zum jetzigen Zeitpunkt milder geworden. Ich befürchte jedoch, dass sie so wie die Prostataschmerzen nicht ohne Behandlung verschwinden werden. Ich bin 24 Jahre alt und diese ganze Scheiße macht mich langsam depressiv. Ich habe in den letzten Wochen meinen Antrieb total verloren. Ich arbeite nicht mehr richtig, hab nach 3 jahren Rauchstopp wieder mit Rauchen angefangen und habe 15 Kilo zugenommen. Zudem habe ich furchtabre Angst davor das ich durch die Infektion meine Fruchtbarkeit verliere. Unfruchtbarkeit wäre für mich nämlich ein Selbstmordgrund.

Ich hoffe jemand Fachkundiges hat sich die Zeit genommen das durch zu lesen und kann mir irgendwie helfen.  

PS: Geld spielt keine Rolle. Ich bin bereit für eine wirksame Therapie jeden Preis zu bezahlen 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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18.08.2021, 09:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

auf eine akute bakterielle Prostatitis kann eine chronische Prostatitis folgen, die auch in ein Beckenschmerzsyndrom übergehen kann. 

Bei einer chronischen Prostatitis ist zu Beginn mei ein Erregernachweis feststellbar, im Verlauf jedoch durch die Antibiotikatherapie nicht mehr.

Meist wird bei einer Prostatitis eine Antibiotikatherapie über 4 Wochen verschrieben - das heißt nicht, dass die 10 Tage Doxycyclin falsch waren, das ist die leitliniengerechte Therapie für eine Clamydieninfektion.

Sollten die initialen Erreger restistent gegen ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone sein, gibt man über 3 Monate Cotrimoxazol.

Bei rezidivierender chronisch bakteriellen Prostatitis kann man entweder jede Episode antibiotisch behandeln oder eine antibiotische Dauerprophylaxe für mindestens 6 Monate durchführen. Chirurgische Verfahren wie die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) und die radikale Prostatektomie sind als „ultima ratio“ anzusehen, beziehungsweise zur Therapie einer Begleitobstruktion (TURP) zu diskutieren. Hier sollten Sie sich jedoch zuerst darüber informieren, in wie weit es Sie im weiteren Verlauf einschränken wird.

Haben Sie denn auch noch weitere Beschwerden, wie zB Probleme beim Wasserlassen? Dies könnte im Verlauf für ein Beckenschmerzsyndrom hindeuten, hierfür gibt es auch eine Reihe von Therapieoptionen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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