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Taubheitsgefühle im Penis

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Neurologie | Expertenfrage

05.08.2021 | 06:44 Uhr

Hallo liebes Experten-Team,

ich hatte vor drei Monaten einen kleinen Unfall mit meinem besten Freund da unten. Und zwar hatte ich ca. drei Stunden lang einen engen Penisring aus Silikon dran (um Penis + Hoden).

Die ersten drei Tage nach diesem Ereignis hat sich alles mehr oder weniger angefühlt wie normal und ab dem dritten Tag stellte sich allmählich ein Taubheitsgefühl im Penis ein. Zwicken, Wärme und Kälte spüre ich nach wie vor aber Berührungen bzw Lustgefühl ist fast komplett weg.

 

Sind die Nerven nur etwas gereizt und brauchen noch Zeit? Wenn ja, wie lange kann so etwas dauern? Und nach welcher Zeit kann man sagen, dass sich nichts mehr bessern wird?

Oder können die Nerven einen irreparablen Schaden angenommen haben? 

Laut Urologe sind das Gewebe und die Durchblutung gut.

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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08.08.2021, 12:38 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo David1990,

Verzeihen Sie bitte unsere späte Antwort.
Was Sie da beschreiben, ist insofern auffällig, als dass offensichtlich nur eine bestimmte Wahrnehmung ausgefallen ist. Theoretisch ist es schon möglich, dass nur eine bestimmte Art der Nervenfasern betroffen ist. Dass das aber so spät nach einer Verletzung erst auftritt, ist eher ungewöhnlich. Nerven sind eigentlich relativ empfindlich, weshalb sie entweder gleich beschädigt werden oder gar nicht.
Wir können jetzt natürlich ohne eigene Untersuchung auch keine Diagnose stellen, offensichtlich wurde es aber schon ärztlich abgeklärt. Eine aus unserer Sicht mögliche Erklärung wäre, dass nicht wirklich die Nerven geschädigt sind, sondern eher unter der Haut eine leichte ein Blutungen entstanden ist, die den Bereich sozusagen unempfindlicher macht. Komisch dann, dass der Urologe nichts gesehen hat. Trotzdem, eine plausiblere Erklärung können wir nicht geben. In einem Solchen Falle würde das Gefühl von sich aus wieder zurückkehren.
Eventuell sollte das sonst noch mal neurologisch abgeklärt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob eine baldige Behandlung notwendig ist. Falls es um eine Nervenregeneration geht, wird ein Neurologe Ihnen empfehlen, was Sie einnehmen sollten.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam 

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08.08.2021, 19:53 Uhr
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Vielen Dank für die Antwort :)

 

Ich wundere mich nämlich auch, dass sich die Wahrnehmung erst Tage später verändert hat und nicht sofort.

Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich in den Tagen darauf drei "verdickte Adern" am Skrotum entdeckt habe, die ich für - durch den Penisring entstandene - Krampfadern hielt.

Ich gerriet irgendwie in große Panik, dass es etwas Schlimmeres sein könnte und ich meinen Penis schwer geschädigt hätte.

Leider hatte ich mich so sehr reinegsteigert, so dass ich tagelang unter Adrenalin stand und auch nicht mehr schlafen konnte.

Bin dann erst eine Woche später zum Urologen gegangen, um den Sachverhalt abzuklären. Dieser konnte eben keinen Schaden am Gewebe feststellen.

Seit dieser Stress-Überreaktion habe ich eben diese Sensibilitätsstörungen am Penis, aber auch im leichten Umfang an anderen Hautarealen, wo ich zärtliche Berührungen nicht mehr so spüre, wie davor (Zwicken/Wärme/Kälte jedoch schon)

Kann das durch eine Überreizung durch die Stresshormone verursacht worden sein?

 

Ich habe für Mittwoch einen Termin beim Neurologen bekommen und werde auch berichten, was hierbei rausgekommen ist.

Lifeline Gesundheitsteam
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08.08.2021, 21:24 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

was sind denn die anderen Hautareale, an denen Sie leichte Berührungen nicht mehr so spüren wie zuvor? Sind diese auch im Leistenbereich?

Dann sollte geprüft werden, ob nicht an anderer Stelle vllt eine Nervenwurzel etwas bedrängt ist, sodass die Sensibilität etwas eingeschränkt ist.

Spüren Sie denn auch ein Kribbeln oder ist es nur die Sensibilitätsminderung?

Wir können jedoch weiterhin nur mutmaßen, der Termin beim Neurologen wird hoffentlich etwas Licht ins Dunkel bringen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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08.08.2021, 23:05 Uhr
Antwort

Ich würde eigentlich sagen, dass überall die Sensibilität  etwas geminderter ist als vorher.

Nur ist es an gewissen Stellen etwas auffälliger. Am auffälligsten eben am Penis (und hier war der Penisring im Einsatz; dennoch kam die Sensibilitätsminderung erst in den Tagen danach, nach der Stressreaktion).

Ich bin was Berührungen angeht überall etwas unempfindlicher geworden, Oberschenkel, Kopfhaut, Hals, Gesicht, Oberarme, Gesäß, auch fühlen sich innere Vorgänge (zB Herzschlag, Stuhlgang) etwas abgeschwächter an als vorher. (Alle Blutwerte, Puls und EKG sind aber gut).

Auch habe ich seitdem trockene Augen bekommen (die Augenoberfläche ist wohl auch unempfindlicher geworden; eine Wimper im Auge hat nicht wirklich gestört. Die Trockenheit spüre ich nicht wirklich, nur sind die Augen gerötet und der Augenarzt sieht durch die Spaltlampe, dass sie sehr trocken sind)

Kann die Sensibilitätsminderung der periphären Nerven durch die Stressreaktion (Angststörung?)  verursacht worden sein? Und kann sich das wieder einpendeln/regeln?

 

Lifeline Gesundheitsteam
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09.08.2021, 18:46 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo David1990,

natürlich können wir via Internetforum nicht sagen, woran es bei Ihnen liegt, was die Ursache dieser Sensibilitätsminderung ist. Da sie jedoch generalisiert auftritt, gehen wir eher nicht von einer organischen Ursache aus, weshalb eine psychische Ursache wahrscheinlich klingt. So etwas ist jedoch im Verlauf wieder regredient.

Übermorgen haben Sie ja den Termin beim Neurologen, oder? Wir sind gespannt, was dieser sagt, bzw wo dieser die Ursache für die Sensibilitätsminderung sieht.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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22.08.2021, 18:40 Uhr
Kommentar

Der Neurologe konnte nichts feststellen.

 

zwischenzeitig denke ich dass Ich weiß woher die Sensibilitätsminderung kommt.

 

ich habe am besagten Abend Drogen konsumiert. Es war nicht viel, daher habe ich das nicht auf die Drogen zurückgeführ.

 

jetzt habe ich vergangenen Samstag erneut was konsumiert (ca. 0.5 g Amphetamin) und nach zwei Tagen war die Sensibilität noch ein Stück mehr gemindert und ist es bis heute noch.

 

kann es sein, dass der Drogenkonsum derartige Sensibilitätsminderungen hervorrufen kann?

 

und erholen sich die Nerven wieder davon? Ich habe dieses Jahr nur zweimal konsumiert (am 11. mai zwei kleine Lines und eben vergangenen Samstag ca 0.5 g) und habe nicht mehr vor Drigen zu konsumieren.

 

war seit 2018 nur ein gelegenheits Konsument, in den letzten beiden Jahren habe ich maximal 5 mal konsumiert. Dieses Jahr nur die beiden Male.

 

vorher hatte ich nach Konsum immer wieder mal Sensibilitätsminderung aber nur in den Armen und am Nacken. Hielt dann ca vier Wochen.

 

dieses Mal ist der ganze Körper betroffen

Sind die Nerven dauerhaft geschädigt oder können sie sich wieder erholen?

Lifeline Gesundheitsteam
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23.08.2021, 11:31 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo David1990,

tatsächlich kann eine der vielen unerwünschten Nebenwirkungen des Amphetaminkonsums eine Nervenschädigung bis zum Untergang von Nervenzellen sein, im Verlauf kann sich auch eine Parkinson Erkrankung durch die Hirnschädigung entwickeln, wie neuere Studien zeigen.

Solche Schäden können langanhaltend sein und je nach Konsummenge und -dauer über Jahre nachzuweisen bis dauerhaft vorhanden sein. Da Sie anscheinend nur wenige Male eine geringere Menge konsumiert haben, kann es jedoch sein, dass die Schädigungen der Nervenzellen noch nicht so gravierend sind und wieder regredient sein können. 

Via Internetforum können wir hierzu natürlich keine genauen Aussagen treffen, da wir Sie ja wie gesagt nicht kennen und solche Risiken schwierig abzuschätzen sind. 

Wir raten Ihnen, den Konsum in jedem Fall sofort zu beenden, sollten Sie Schwierigkeiten damit haben, gibt es viele Stellen, an die Sie sich wenden können, wo Sie professionelle Hilfe erhalten können.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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