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Mikroblutungen durch V.a. Amyloidangiopathie

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Neurologie | Expertenfrage

18.05.2016 | 15:57 Uhr

Guten Tag sehr geehrtes Expertenteam,

vielen Dank, dass Sie hier mit Rat zur Verfügung stehen! Mein Mann und ich sind im Moment ziemlich ratlos und bekommen von den behandelten Ärzten keine Antworten, daher wende ich mich an Sie. Mein Mann hatte vor einem Jahr einen Schlaganfall durch eine Hirnblutung. Er hatte schon lange hohen Blutdruck der nicht auf Normalwerte einstellbar war. Durch MRT wurden ausserdem Mikroblutungen im Gehirn festgestellt. Diese sollen verursacht werden duch Amyloidangiopathie. Aussage des Arztes: "Es gibt keine Therapie, tun sie als ob nichts ist und versuchen Sie wieder zu arbeiten, es kommt sowieso wie es kommt. Das Schlaganfallrisiko ist sehr hoch."

Mehr Aufklärung haben wir zu dieser Krankheit nicht bekommen. Uns belasten sehr viele Fragen, auf die wir keine Antworten erhalten. Vielleicht können Sie uns helfen? Was können wir selbst tun, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen? Was soll mein Mann vermeiden? Ist eine Demenz (diese Prognose habe ich nur im Internet gelesen) vorprogrammiert oder kann es auch sein, dass dies überhaupt nicht eintritt? Darf mein Mann noch fliegen? Im Moment hat mein Mann auch Depressionen, die mit Medikamenten behandelt werden. Seine vorhandene Unkonzentriertheit und auch Vergesslichkeit wird durch die Neurologin mit den Depressionen begründet. Im Moment ist mein Mann noch krank geschrieben, wir sind unsicher ob er mit dieser Krankheit, um Stress zu vermeiden, überhaupt noch arbeiten sollte. Was meinen Sie dazu? Der Blutdruck wurde nun endlich durch verschiedene Medikamente u.a. Lonolox gut eingestellt.

Wenn es um eine evtl. Berentung geht, wie kann die Krankheit Amyloisangiopathie nachgewiesen werden?

Gibt es Ihrerseits Handlungsempfehlungen für uns? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

 

 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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21.05.2016, 13:10 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Miezi,

das wichtigste ist, den Blutdruck zu senken. der erhöhte Blutdruck ist der größte Risikofaktor. Generell sollten die weitere Risikofaktoren minimiert werden, wie z.B. Rauchen, Übergewicht, hohe Blutfette. In Rücksprache mit Ihren Ärzten kann leichte körperliche Aktivität positiv wirken. Ihr Mann hat ein erhöhtes Risiko für einen vaskulären Zwischenfall, Sie müssen daher selber abwägen, ob Sie Fliegen möchten. Eine Zerebrale Amyloidangiopathie ist an sich nicht behandelbar. Bei dieser Erkrankung kann Abfall aus Nervenzellen nicht entsorgt werden. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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23.05.2016, 12:48 Uhr
Kommentar

Liebes Expertenteam,

vielen Dank für Ihre Antwort! Die benannten Risikofaktoren hat mein Mann bereits minimiert, Raucher ist er auch nicht. Mir geht es noch darum, ob wir irgendetwas tun können, um den Verlauf der Amyloidangiopathie etwas beeinflussen zu können. Aus Ihrer Antwort schließe ich, dass es scheinbar nicht ratsam ist zu fliegen? Wenn ich mich im Internet informiere finde ich zum Beispiel Mittel wie Gingko Biloba, Antidementiva oder auch Grüntee die zu Verbesserung beitragen können. Den grünen Tee trinkt mein Mann inzwischen täglich. Ist dies im Fall meines Mannes alles zwecklos oder gibt es dadurch doch evtl. eine Chance die Krankheit etwas aufzuhalten? Da ja auch  ASS wegen der Amyloidangiopathie abgesetzt wurde, wollen wir auch nchts tun, was negative Auswirkungen hat. Die Krankheit hat unser Leben inzwischen ziemlich im Griff, wir wollen auch alles tun (evtl. auch Alternativmedizin wenn dies Sinn macht), uns aber auch nicht verrückt machen, wenn dies alles sowieso keinen Sinn macht. Meinen Sie dass Antidementiva oder Ginko Biloba evtl. doch einen Nutzen haben können? 

Viele Dank nochmal und beste Grüße von Miezi

 

 

 

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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23.05.2016, 17:57 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Miezi,

die Erkrankung kann leider, wie Alzheimer, erst nach dem Tode sicher festgestellt werden. Eine Blutverdünnung wird bei Vorliegen einer Amyloidangiopathie nicht empfohlen, da ansonsten das Risiko für Hirnblutungen steigt. Antidementia können bei einer Demez helfen, der Nutzen von Ginkgo-Präparaten scheint zu bestehen, der Nutzen ist aber noch immer umstritten.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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23.05.2016, 19:52 Uhr
Kommentar

Vielen Dank nochmal, dass sie hier Rat geben. Wenn Ginkgo keinen Schaden anrichtet kann man es ja versuchen. Ich wünsche Ihnen alles Gute! Freundliche Grüße von Miezi 

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