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Kältegefühl in Armen und Beinen

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Neurologie | Expertenfrage

13.01.2001 | 10:01 Uhr

Seit ein paar Tagen habe ich so ein unangenehmes Kältegefühl vor allem in den Händen, es schleicht die Arme hinauf, auch in den Beinen manchmal, am Schienbein vorne und im amputierten Oberschenkelstumpf auf der Vorderseite. Ich hatte eine Erkältung in den letzten Wochen, habe sehr viel gehustet, mich sonst kaum bewegt und wahrscheinlich alle Muskeln verspannt weil ich zur Zeit sehr stark unter Panikattacken leide. Das Kälte gefühl ist nicht nur subjektiv, meine Hände fühlen sich dann auch von außen tatsächlich kalt an. Es ist ein widerliches Gerfühl, so als sinke innerlich die Körpertemperatur, als wäre man innerlich schon halb tot. Die Kälte kommt von innen und ist nicht durch Wärme von außen zu beeindrucken. Es kribbelt manchmal auch. Auch im Gesicht in Nähe der Mundwinkel. Meine Mutter hat mir die Schultern massiert und sagte, die Muskeln seien knochenhart derzeit, so schlimm wie noch nie, wie ein festes Band, das sich hinten über den Rücken/Nacken von einer Schulter zur anderen legt. Die Kälte ist ungefähr so: wie wenn man von langer Zeit in der Kälte draußen mit völlig durchgefrohreren Gliedern wieder reinkommt und dann die Hände unter warmes Wasser hält, um sie zu wärmen. Das nützt aber nur einen Moment lang, da sie nur das Äußere wärmen, wenn man das Wasser wieder zudreht schleicht die Kälte wieder zurück. Kennen Sie das? Verstehen Sie, wie ich meine? Ich habe Angst, es könnte sich um Durchblutungsstörungen handeln. Gegen die Hypertonie nehme ich Enalapril und Diuretika, desweiteren zur Zeit wegen der akuten Bronchitis Cortisontabletten, Avalox (Antibiotikum) und Oxis zum Inhalieren. In den letzten Tagen hatte ich auch mit starken Pulsschwanken zu tun (von 120 auf 59). Vor allem der untere Wert des Blutdrucks ist zu hoch. Der obere dabei meist normal bei 130. Gibt das genug Anhaltspunkte, um Durchblutungsstörungen ruhigen Gewissens auszuschließen? Sind es nur eingeklemmte Nerven im HWS-Bereich?

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16.01.2001, 09:01 Uhr
Antwort

Hallo, Sie schreiben nichts bzgl. Alter Vorerkrankungen u.ä., so dass eine konkrete Antwort kaum möglich ist. Angesichts Ihrer Schilderung sollte zunächst eine relevante organische Erkrankung im Bereich des Gefäßsystems z.B. durch einen Internisten oder Kardiologen/Angiologen ausgeschlossen werden. Ggf. ist auch eine neurologische Mituntersuchung sinnvoll. Weiterhin läßt Ihre Schilderung aber auch an eine psychische Verursachung der Beschwerden denken, so daß Sie nach Auschluß einer organischen Ursache evtl. einen Psychiater oder Psychotherapeuten konsultieren sollten. MfG PD Dr. M. Tegenthoff

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