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Johanniskraut und L-Tryptophan Serotoninsyndrom?

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Naturheilverfahren | Expertenfrage

07.07.2023 | 08:48 Uhr

 


Guten Morgen,

ich habe eine Frage: 

Ich nehme seit einigen Tagen (wieder) Johanniskraut (von Madaus morgens und Abends jeweils 425 mg = 850 mg) ein. Nun wollte ich - wg. Schlafstörungen - abends das Nahrungsergänzungsmittel L-Tryptophan einnehmen (empfohlen ist 2 Kapseln á 500 mg = 1000 mg).
Nun habe ich aber von dem gefährlichen Serotonin Syndrom gelesen, das bei einem Überschuss an Serotonin ausgelöst werden kann. In den aufgeführten Artikel werden auch Johanniskraut und L-Tryptophan in den Medikamentenlisten erwähnt. Aber als Laie ist es für mich schwer, die gefährliche Kombinationen und Dosierungen auszumachen und zu entscheiden, ob ich eins von beiden (Johanniskraut oder L-Tryptophan) lieber weglassen soll. 
Woanders wird sogar eine Kombination der beiden Substanzen (Johanniskraut + L-Tryptophan) empfohlen und es gibt es sogar Präparate, die beide beinhalten, allerdings in niedrigere Dosierung. 

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-35-2019/gefuerchtetes-serotonin-syndrom

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-092015/serotonin-im-ueberschuss/

Ansonsten nehme ich keine der aufgelistete Medikamente ein.
Können Sie mir da einen Rat geben?

Danke und einen schönen Tag!

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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10.07.2023, 18:02 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

theoretisch ist das schon vorstellbar, dass es dadurch zu einem Serotoninsyndrom kommt. Allerdings ist das rein theoretisch beschrieben, unseres Wissens nach gibt es hierzu noch keinen veröffentlichten Fall, dass es tatsächlich dazu gekommen ist.
Wahrscheinlich ist es deshalb tatsächlich verträglich, wir können das aber natürlich nicht sicher sagen. Wenn Sie Bedenken haben, sollten Sie sich lieber langsam randtasten, das heißt mit einer niedrigen Dosis anfangen, die Kombination ausprobieren ebenfalls in einer niedrigen Dosierung und diese langsam aber sicher steigern. Sollten Sie Nebenwirkungen verspüren, sollten Sie natürlich aufhören. Sprechen Sie darüber aber auch mit Ihrem Arzt. Wir kennen Sie und auch ihre Befunde  leider nicht. Deshalb können wir das nur allgemein beantworten.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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