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Indirekte Tollwut Übertragung

Kategorie: Infektionen » Expertenrat Infektions- und Reisemedizin | Expertenfrage

24.02.2018 | 18:59 Uhr

guten Tag, 

vor ca 3 Jahren bin ich in den USA von einer Katze gekratzt worden. Ich kann mich nicht so richtig erinnern ob es geblutet hat oder nicht. Die Katze selbst hat keine Tollwut

Nun bin ich jedoch besorgt, dass die Katze draußen in Speichel eines tollwütigen WaschBären getreten sein könnte und dann auf diesem Wege mich durch das kratzen angesteckt  haben könnte..

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Experte-Leidel
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25.02.2018, 13:11 Uhr
Antwort von Experte-Leidel

Guten Tag Hanna,

auf diese sehr indirekte Weise ist die Übertragung der Tollwut nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan Leidel

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25.02.2018, 17:55 Uhr
Antwort

Okay, 

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich versuche mich auch damit zu beruhigen dass es ja  3 Jahre her ist.

Ich mache mir jedoch auch Sorgen dass es vielleicht bei dem Waschbär Tollwuerreger eine längere Inkubationszeit sein könnte. Oder gibt es keine so grossen Unterschiede bei den verschiedenen Virusstämmen?

Lg 

Experte-Leidel
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25.02.2018, 21:12 Uhr
Antwort von Experte-Leidel

Guten Abend Hanna,

so ganz verstehe ich Sie nicht. Sie wurden vor drei Jahren von einer Katze gekratzt, die selbst keine Tollwut hatte. Jetzt fürchten Sie, dass diese Katze unmittelbar bevor sie Sie gekratzt hat, sich ihre Krallen mit dem Sabber eines tollwütigen Waschbärs beschmiert (haben Sie das gesehen?) und Sie so doch infiziert hat.

Ich sage ihnen, dass auf diese indirekte Weise die Tollwut nicht übertragen wird oder zumindest bisher nicht übertragen wurde. Aber Sie machen sich weiter Sorgen. Sie wirken geradezu enttäuscht, dass ich die Möglichkeit einer Infektion verneine Was wollen Sie eigentlich?

Die Inkubationszeit der Tollwut ist sehr variabel, von 3 bis 6 Wochen bis in extremen Einzelfällen wenigen Jahren. Die Inkubationszeit hängt nicht vom infektiösen Tier ab, sondern von der Infektionsstelle (je weiter vom Gehirn entfernt, um so länger) und von anderen Faktoren, die wir gar nicht alle kennen.

Aber ich sage ihnen nochmal: Auf diese Weise haben Sie sich nicht infizieren können. Nun gut, Sie glauben mir nicht und fürchten, dass es doch so war und dass Sie der erste Mensch sind, der so infiziert wurde. Wäre es so, was ich für ausgeschlossen halte, gäbe es jetzt allerdings nichts, was man noch unternehmen könnte. 

Vielleicht haben Sie ja eine Angst- oder Zwangsstörung. Das wäre dann aber eher etwas für einen entsprechenden Therapeuten bzw. eineTherapeutin und nichts für den Infektionsmediziner.

Versuchen Sie, diese unbegründete Angst aus Ihrem Kopf herauszubekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan Leidel

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