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Grippeimpfung Nasenspray

Kategorie: Allgemeinmedizin » Expertenrat Impfungen | Expertenfrage

13.03.2019 | 13:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Leidel,

Ich habe meine Kinder Ihrem Rat folgend gegen Grippe impfen lassen.

Meine erst kürzlich 5 Jahre alt gewordene Tochter hat sich dagegen, vor allem gegen gegen die zweite Impfung, mit Händen und Füßen gewehrt und musste festgehalten werden.

Bei der U9 hatte Sie jetzt Angst zum Kinderarzt zu gehen, weil sie dachte, sie bekommt wieder eine Spritze, obwohl ich ihr vorher versichert habe, dass das nicht der Fall sein wird. Sie hat sich problemlos untersuchen lassen, der Kinderarzt, ein anderer als der, der geimpft hat, hat natürlich gemerkt, dass sie anfänglich Angst hatte und meinte, dass man sie in der nächsten Saison nicht mehr impfen lassen solle.

Das möchte ich aber nicht, da im Kindergarten zumindest ein Fall von Influenza war und eine Sprechstundenmitarbeiterin gesagt, dass sie viele Influenzafälle hatten. Ausserdem haben wir dann noch zwei Babys.

Wäre die Impfung mit Nasenspray eine Alternative? Ich habe gelesen, dass dieses wirkungslos sein soll.

Vielen Dank im Voraus. 

Mit freundlichen Grüßen 

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Experte-Leidel
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14.03.2019, 10:22 Uhr
Antwort von Experte-Leidel

Guten Tag Allgäumama,

es tut mir leid, dass die Impfung für Ihre Tochter offenbar so unangenehm war, dass sie sich die zweite nicht mehr geben lassen wollte. Beim nächsten Mal benötigt sie nur noch eine Impfung.

Ja, Sie können Ihrer Tochter alternativ den Nasenspray-Impfstoff geben lassen. Seine früher vorhandene Überlegenheit (zumindest für Kinder von 2 bis 6 Jahren) ist heute nicht mehr vorhanden. Wobei wir immer noch nicht recht wissen, warum das so ist. Möglicherweise ist die jetzige Unterlegenheit auch bei der ersten Anwendung geringer. Auf jeden Fall ist er aber besser als keine Impfung.

Außerdem soll Ihre Tochter ja auch von anderen Impfungen zum Schutz der Gesundheit profitieren. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, die das Impfen stressfreier und schmerzärmer werden lassen. Dazu gehört, dass ein Elternteil dabei ist, dass das Kind ehrlich informiert wird ("das tut überhaupt nicht weh" sollte man jedenfalls nicht sagen) und man ihm mitteilt, was es bei etwaigem Schmerz tun kann (z. B. drücken der Hand von Mutter oder Vater). Manchmal hilft Ablenkung (Ballons, Seifenblasen, Windrädchen usw.

Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Kinderarzt darüber.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan Leidel

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14.03.2019, 10:35 Uhr
Kommentar

Vielen Dank für Ihre Antwort. 

Ich werde auf jeden Fall mit dem Kinderarzt darüber sprechen. Das Problem ist nur, dass dieser die Notwendigkeit der Impfung nicht so sieht wie Sie und er wohl deshalb meinte, man solle auf die nächste Impfung verzichten. Leider wird die Impfung ja nicht allgemein empfohlen. Dann würde er es vielleicht anders sehen.

Ich werde ihm aber sagen, dass ich gelesen habe, dass Sie die Impfung empfehlen und auch Ihre Enkel geimpft sind.

Nochmals vielen Dank. 

Mit freundlichen Grüßen

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