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Myokardszinti, was hat das alles zu bedeuten?

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herzinfarkt | Expertenfrage

06.03.2024 | 13:21 Uhr

Hallo,

bei mir wurde eine Myokardszinti durchgeführt, als Verlaufskontrolle.

Folgendes kam da heraus: 

Belastungs-Szintigrafie nach i.v.-Inj. von 286 MBq Tc-99m-Tetrofosmin(bei einem KG von 145 kg):

Unverändert kleiner Defekt basisnah posterolateral. Neu zur Voruntersuchung kleiner Defekt supraapikal. Im Übrigen Darstellung einer weitgehend regelrechten Traceranreicherung.

Ruhe-Szintigrafie nach i.v.-Inj. von 671 MBq Tc-99m-Tetrofosmin:

Im Vergleich zu den Belastungsaufnahmen zeigt sich supraapikal eine unauffällige Nuklidanreicherung, in der Seitenwand zeigt sich eine verbesserte Nuklidanreicherung bei verbleibend diskreter Inhomogenität.

gated-SPECT-Auswertung:

EF nach Belastung: > 60 % (EDV: 114 ml; ESV: 40 ml)

EF in Ruhe:> 60 %(EDV: 123 ml; ESV: 34 ml)

Beurteilung:

Szintigrafisch status idem einer diskreten belastungsinduzierten Myocardischämie basisnah posterolateral mit einer Ischämielast von 4%.Neu zur Voruntersuchung kleines Areal mit belastungsinduzierter Myocardischämie supraapikal mit einer Ischämielast von ebenfalls ca. 4%.Narbenareale kommen nicht zur Darstellung.Die linksventrikuläre Pumpfunktion ist nicht eingeschränkt.Insgesamt ergibt sich aktuell kein Anhalt für eine funktionell relevante KHK.

 

Wer kann mir das bitte ienmal erklären.

 

Gruß Karl

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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11.03.2024, 17:07 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Karl,

Ja, gerne. Als erstes ist die Szintigrafie bei Belastung beschrieben. Dabei gibt es posterolateral, also hinten an der Seite, einen kleinen Defekt, der offensichtlich auch in vorangegangenen Untersuchung bereits vorlag. Hinzu kommt jetzt ein kleiner Defekt supraapikal, also etwas über der Spitze.
In Ruhe zeigen sich diese Auffälligkeiten nicht. Im Gegensatz zur Voruntersuchung hat sich in der Seitenwand der Befund vielleicht sogar etwas verbessert.
Diese Defekte bedeuten praktisch, dass hier die Durchblutung des Herzens nicht ganz ausreicht, um den gesamten Sauerstoffbedarf zu decken. In der Beurteilung wird ein Prozentwert von 4 % angegeben. Das entspricht am ehesten einer milden Herzkranzgefäßekrankheit.
Passend dazu wird auch die EF (Ejektionsfraktion, also Anteil des Blutes, dass bei einem Herzschlag ausgeworfen wird) mit über 60 % angegeben. Das ist ein normaler, gesunder Wert. Eine Einschränkung der Pumpleistung besteht also nicht.
Im Groben ergibt sich also eine höchstens milde KHK, welche keine invasive Behandlung notwendig macht.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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