Hallo zusammen,
Ich habe seit ca. Herbst 2018 auf dem rechten Ohr ein körperlich spürbares Vibrieren. Das Ohr fühlt sich irgendwie verkrampft an, sowie Druck auf dem rechten Ohr, den ich links nicht habe. Kurz vor Auftreten dieses Symptoms hatte ich eine heftige Hörgang-Entzündung. Kurz darauf begann das Vibrieren. Auffällig ist, dass ich dieses Vibrieren durch ausatmen kurzzeitig für ca. 2 Sekunden abschalten kann. Danach setzt das Vibrieren wieder ein. Aufgefallen ist mir auch, dass das Vibrieren für 3 Tage aufhört, wenn eine Erkältung oder Grippe im Anzug ist.
Ich muss dazu sagen, dass ich 2012 auf dem rechten Ohr einen Hörsturz mit Hörminderung und seither Tinnitus mit Hyperakusis habe. Ich habe bereits die Übung zu einer evtl. Tubenbelüftungsstörung angewendet: 6 Wochen Druckausgleich (alle 15 Minuten), tägliche Nasenspülungen und kortisonhaltige Sprays. Leider ohne Erfolg. Es scheint also eine andere Ursache bzw. ein mechanisches Problem vorzuliegen. Was kann das sein, das hier seit 4 Jahren vibriert? Besuche bei 3 HNO Ärzten ergaben keinen auffälligen Befund. Was kann man hier noch machen?
Über eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen.

Vibrieren im rechten Ohr
Kategorie: Allgemeinmedizin » Expertenrat Hals, Nase, Ohren | Expertenfrage
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam
Hallo sparklausi,
das können wir aus der Ferne natürlich nicht abschließend beurteilen. Welche Untersuchungen wurden denn schon durchgeführt?
Naheliegend ist natürlich der Verdacht, dass das durch den vorangegangenen Infekt ausgelöst wurde. Dann wäre davon auszugeghen, dass durch die Entzündung sich irgendetwas verändert hat, dass diese Vibration jetzt übertragen wird. Die Frage wäre dann, was diese Vibration grundsätzlich ersteinmal verursacht. Vielleicht könnte das ein Blutgefäß, wenn dann eine Arterie, sein. Allerdings lassen sich so große Gefäße gewöhnlicherweise nicht im äußeren Gehörgang finden. Könne es sein, dass das Mittelohr mitbetroffen war?
Dass es sich nicht um eine lokale Entzündung handelt, wie man erst meinen könnte, geht daraus hervor, dass das Kortison keinerlei Effekt hatte. Wir sehen es wie Sie, es muss ein "mechanisches" Problem vorliegen.
Um das von uns oben geschriebene zu überprüfen, müsste man wohl ein MRT des Kopfes machen und genau schauen, ob es irgendwo im Bereich größerer Gefäße eine Auffälligkeit gibt. Allerdings stellt sich auch gleichzeitig die Frage: Wenn sich etwas finden ließe, welche Konsequenz hätte das? Eine therapeutische Idee lässt sich daraus leider nicht ableiten.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen trotzdem weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam
Kommentar
Vielen Dank für die Antwort,
ein MRT wurde bereits gemacht. Ohne Befund. Mir ist noch aufgefallen, dass das Vibrieren ebenso kurzzeitig aufhört, wenn von aussen Schall auf das Ohr kommt, z.b. einige gesprochene Worte. Das würde doch eher dafür sprechen, dass es mit dem Trommelfell zu tun hat?
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam
Hallo,
so genau lässt sich das leider nicht eingrenzen.
Wurde das MRT denn auch mit Kontrastmittel durchgeführt, um den Gefäßstatus darzustellen?
Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Antwort
Soweit ich mich erinnere, wurde es ohne Kontrastmittel gemacht.
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam
Hallo sparklausi,
können Sie uns dann den Befund noch genauer schreiben? Vielleicht lässt sich ja dann doch noch etwas daraus lesen.'
Zu dem was Sie beobachtet haben: wir würden das eher so interpretieren, dass das auf die Nerven hindeutet. Das insofern, als dass ein äußerer Reiz offensichtlich wieder alles "resetet". Da könnten verschiedene Mechanismen hineinspielen.
Es könnte aber auch auf das Trommelfell hindeuten, allerdings sollte sich dann hier irgendetwas finden lassen. Infrage kämen auch die kleinen Gehörknöchelchen. Laute Geräusche können hier nämlich einen Reflex auslösen. Das ist aber alles eher spekulativ.
Die Frage wäre, welche Konsequenz sich daraus ergibt. Therapeutisch lässt sich hieraus nicht richtig etwas ableiten.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen trotzdem weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam