Hallo Experte!
Bin ziemlich verzweifelt... Ich habe seit ca. 6 Monaten ein knacken beim schlucken im Kehlkopfbereich. Auf der linken Seite (unterhalb des Kehlkopfes) sind die Lymphknoten etwas vergrößert! Blubild (Blutsenkung) einwandfrei! Zwei HNO-Ärzte haben nichts entdeckt. Sonographie der Schilddrüse ergab keine Vergrößerung oder sonstige Befunde. Kürzlich wurde ich aufgrund eines Pneumothorax operiert. In diesem Zusammenhang hat die Anästhesistin mit einem Larygoskop hin den Hals geschaut - auch hierbei nichts erkennbar. <p>Ich habe keine Schmerzen und fühle mich, abgesehen von dem geschilderten Problem, sehr wohl. Man gab mir den Tip einen Orthopäden aufzusuchen, halten Sie dies für sinnvoll? Was kann ich sonst noch tun um dieses wirklich störende Knacken endlich loszuwerden? <p>Es hat im Februar 1999 einen ähnlichen Beitrag in Ihrem Board gegeben... Habe mit meinem Leidensgenossen per E-Mail Kontakt aufgenommen. Er schildert exakt die gleichen Symptome. Auch bei ihm konnte bis heute kein Arzt helfen. Meine Hausärztin sagte nur: Sie sind halt ein junger Mann bei dem es knackt, machen Sie sich mal keine Gedanken. <p>Ich bin 27 Jahre jung.
Über Ihren Rat freue ich mich. <p>René

Knacken beim schlucken
Kategorie: Allgemeinmedizin » Expertenrat Hals, Nase, Ohren | Expertenfrage

Antwort
Lieber Rene,
Sie sollten durchaus einen Orthopäden aufsuchen, da solche Beschwerden eventuell durch Funktionsstörungen im Bereich der Halswirbelsäule bedingt sein können. Dieser wird unter Umständen eine Kernspintomographie/Computertomographie anordnen, bei der der gesamte Bereich des Halses beurteilt werden kann (man kann sich vergewissern, daß nichts Schlimmes dahintersteckt). Ein sogenanntes Stylokeratohyoidales Syndrom (Abklärung durch HNO-Arzt) o.Ä. könnte wie auch Kehlkopfanomalien, sehr selten Ihre Beschwerden verursachen. Unter Umständen (bei großem Leidensdruck) kann der Kehlkopf unter Vollnarkose untersucht werden (die alleinige Inspektion durch die Anästhesistin reicht nicht).
Ihr Dr. A. Schuck