Könnte es Endometriose sein?

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Frauenheilkunde | Expertenfrage

19.04.2019 | 22:33 Uhr

Sehr geehrtes Expertenteam,

 

Mein Problem ist, dass ich seit 2015 an wiederkehrenden schmerzende Krämpfe im rechten (mittlerweile haben die sich ausgebreitet)Unterbauch leide.

Angefangen hatte alles 2015. Ich war da 17 und ging noch zur Schule. Zu der Zeit waren es nur minimale schmerzende Krämpfe unten rechts und ich und meine Mutter taten es als Regelschmerzen ab. Nach drei Tagen verschwanden diese beschwerden auch und alles war wieder okay. Drei Monate später jedoch kehrten sie wieder zurück. Wieder nur minimale schmerzen. Drei Tage. Wir dachten uns wieder nichts dabei. Drei Monate verstrichen, und es ging wieder los. Nun machte ich mir allmählich Sorgen. Ging aber nicht zum Arzt. Das ganze ging so geregelt weiter bis zu meinem Abschluss.

Ich fing an zu arbeiten. Auch hier wieder alle drei Monate, drei Tage. Hinzu kamen nun allerdings weitere Symptome. Blässe, Schüttelfrost und Übelleit. Auch wurden die schmerzen und die Krämpfe stärker. Dann, am 8.8.'16, musste ich ins Krankenhaus. Es fing Morgens an. Krämpfe die innerhalb von ner Stunde so schlimm wurden, dass ich nicht mehr laufen konnte ohne mich zu übergeben. Ich war blass wie ne Leiche, hatte Herzrasen und mir war schwindelig. Meine Mutter fuhr mich zu meiner Hausärztin und die gab mir eine Überweisung ins KH. Verdacht: akuter Blinddarm. Im KH nahmen Sie mir Blut ab und machten Ultraschall. Innen und außen. (Konnten meinen Blinddarm nicht finden) Sie fanden nur minimale freie Flüssigkeit. Blutwerte ergaben eine Entzündung IRGENDWO im Bauchraum! Weiter machten Sie an diesem Tag nichts! Meinten nur, dass wenn es am nächsten Tag nicht besser ist, Sie eine Magendarmspiegelung machen. Am 9.8.'16 fragten Sie mich dann am Morgen wie es mir ginge. Ich sagte, dass es noch weh täte, ich mich aber nicht mehr übergeben müsse. Sie waren zufrieden und machten deswegen nicht den eingriff. Blutdruck war wie am Tag zuvor noch zu hoch und appetit hatte ich auch noch nicht. Am 10.8.'16 war mein Blutdruck zu niedrig und mein Unterleib tat immer noch weh, aber Sie entließen mich. Es hatte bis zum Wochenende gedauert bis die schmerzen weg waren.

Im laufe der Monate und Jahre hatte ich mehrmals solche extremen Phasen. Im Sommer 2017 hatte ich wieder so eine starke Phase mit übergeben, schwindel, extreme Krämpfe. Schmerzstufe 10/10. Das komische ist...Drei Tage danach konnte ich auf der rechten Seite, über meiner Brust, einen harten Knubbel ertasten.(Den habe ich übrigens immer noch) Nein, es ist kein Knochen!

Im laufe der Zeit ist er auch etwas gewachsen. Von außen sieht man den nicht und er tut auch nicht weh(noch nicht). Es sind auch noch weitere Sachen dazu (Über die Jahre verteilt. Bis 2019)

- Müdigkeit

- Rückenschmerzen(manchmal wochenlang! Fühlt sich an, als wenn einem die Wirbelsäule rausgerissen wird!)

- Ich kann kein Fleisch(Wurst,Hack,Huhn und Schwein), Käse mehr essen(Bekomme leichte Bauchkrämpfe, durchfall und fühl mich allgemein unwohl)

- Oft weißer Ausfluss

- Durchfall oder verstopfung

- Kälteempfindlichkeit (Kann kaum noch kurzärmlich rumlaufen 

-Gewichtsabnahme

2018 ist mir dann auch aufgefallen, dass sich die Krämpfe nun nicht nur bis in den Rücken, sondern bis in die linke Seite und den Oberbauch ziehen und nicht mehr alle drei Monate kommen, sonder alle paar Wochen! Meistens ein, zwei Wochen vor der Regel und mindestens drei Wochen danach. In dem Jahr hab ich dann auch zum ersten Mal etwas über Endometriose gehört und es trifft alles auf mich zu! Bis auf die starken Regelschmerzen (hab kaum welche. Und wenn ist es nur ziepen) und die Zwischenblutungen.

So, das war's von damals. Der aktuelle Stand ist, dass ich die letzten Wochen nichts bis auf Rückenschmerzen, Durchfall etc und die kälteempfindlichkeit hatte, beziehungsweise hab. 

 

Ich bedanke mich schon einmal für Ihre Antworten!

 

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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20.04.2019, 09:27 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Franziska,

zu einer Endometriose passen die geschilderten Beschwerden nicht. Eine Endometriose würde zyklusabhängige regelmäßig vor und während der Periode auftretende Beschwerden verursacchen, nicht aber zyklusunabhüngige Probleme in z.B. einem 3-Monatsrhythmus. Nahrungemittelunverträglichkeiten und Oberbauchbeschwerden gehören nicht dazu.
Ich würde zu einer umfassenden Abklärung beim Hausarzt/Internisten raten. Nach Gallensteinen, einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung, Nahrungsmittelallergien sowie einer möglichen entzündlichen Darmerkrankung sollte dabei geschaut werden. Eine Laboruntersuchung zum Zeitpunkt der akuten Beschwerden könnte aufschlussreich sein.

viele Grüße,
Dr. Grüne
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