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Hormonwerte

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Frauenheilkunde | Expertenfrage

29.11.2021 | 12:47 Uhr

Sehr geehrte Experten,

folgende Blutwerte wurden vom Gynäkologen bestimmt.

LH 5,3 IU/l (2,4-12,6)
FSH 11,4 IU/l (3,5-12,5)
LH/FSH-Quotient 0,5
Prolaktin 266.0 mIU/l (102-496)
17ß-Östradiol (E2) 278.0 pmol/l (45.4-854.0)
Progesteron 0,7 nmol/l (0,2-2,9)
Testosteron 0,4 nmol/l (0,29-1,67)
DHEA-S 4,18 umol/l (1,65-9,15)

Dann steht auf dem Laborblatt noch:

Beurteilung Hormone: Leicht erhöhtes FSH in Anbetracht des Alters der Patientin ein ungewöhnlicher Befund, welcher auf eine beginnende Einschränkung der ovariellen Reserve hinweisen könnte. Die Parameter LH, FSH, Östradiol sowie AMH sollten ggf. frühzyklisch kontrolliert werden. Normogonadotrope LH-Wertlage. Normoprolaktinämie, Östradiol entspricht einer frühen Follikelreifungsphase und ist für den angegebenen Zyklustag (3. Zyklustag) adäquat. Anovulatorischer Progesteronwert. Die untersuchten Androgene geben keinen Hinweis auf eine signifikante Hyperandrogenämie.

Mein Alter ist 40. Die o.g. Werte liegen doch alle im Normbereich, was soll denn das dann mit der "Beurteilung der Werte", was das Labor da geschrieben hat?

Meine Probleme waren erst verkürzte Zyklen, dann hatte ich jetzt mehrfach zwischen 1 und dem 2. Zyklus bis zu 45 oder 50 Tage dazwischen....

Wie muss ich das jetzt verstehen? Was soll mir diese Beurteilung jetzt sagen?

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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29.11.2021, 21:08 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo

nur zu Beginn eines Zyklus ist ein Hormonstatus aussagefähig im Hinblick auf die Beurteilung der Eierstockreserve. Diese Blutentnahme scheint kurz vor dem Eisprung stattgefunden zu haben. Passt das?

viele Grüße
Dr. Grüne

 

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30.11.2021, 07:09 Uhr
Kommentar

Sehr geehrte Frau Dr. Grüne, 

die Blutabnahme hat genau am 3. Zyklustag stattgefunden. Dann wäre es ja passend, denn der Zyklus beginnt ja mit dem 1. Tag der Menstruation und am 3. Tag haben wir Blut abgenommen. 

Was bedeutet das dann jetzt, dass ich einen verfrühten Beginn der Wechseljahre habe?

Und kann man da auch neben Symptomen wie Zyklusstörungen (verlängerte Zyklen), auch Folgendes bekommen:

morgens Schwitzen, teilweise erhöhter Puls, nachmittags und abends dann aber wieder frieren, dazu Energielosigkeit, Gewichtzunahme, Schwindel?

Eigentlich hatte ich immer gedacht, dass es mit der Schilddrüse zu tun haben könnte. Mein zuletzt gemessener Tsh war noch im Normbereich mit 3,06. (Tabletten bekomme ich keine für die SD). Die Schilddrüse sieht im Ultraschall aus, wie Hashimoto hat der Nuklearmediziner gesagt. Allerdings habe ich keine TPO oder TG-Antikörper, habe aber auch schon eine andere Autoimmunerkrankung. Deshalb könnte es ja trotzdem passen...?

 

Expertin-Grüne
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30.11.2021, 22:35 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo

da stimmt dann aber etwas nicht - für diesen Zeitpunkt ist der Östrogenwert zu hoch.
Gab es vielleicht eine Zyste am Eierstock?

viele Grüße
Dr. Grüne

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01.12.2021, 05:32 Uhr
Kommentar

Sehr geehrte Frau Dr. Grüne, 

bei der Untersuchung 14 Tage zuvor gab es keine Zyste im Ultraschall. Davor hatte ich öfter mal 1, die aber nicht groß war. 

Können die o.g. Symptome auch damit zu tun haben?

Expertin-Grüne
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01.12.2021, 07:00 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo

ja, innerhalb von 14 Tagen kannsich das geändert haben. Der Östrogenwert passt jedenfalls nicht zu einem Zyklusbeginn ohne hormonbildende Zyste/Follikel am Eierstock.
Könnte es eine Zwischenblutung anstatt des Zyklusbeginns gewesen sein?

 
viele Grüße
Dr. Grüne
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01.12.2021, 10:10 Uhr
Kommentar

Sehr geehrte Frau Dr. Grüne, 

nein, diesmal hatte ich mal richtig meine Menstruation mit normalen Blutungen. Zuvor hatte ich eine ausbleibende Menstruation bzw. Schmierblutungen. 

Expertin-Grüne
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01.12.2021, 19:51 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo

vermutlich lohnt sich eine Hormonkontrolle in einem neuen Zyklus.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass eine hormonell aktive Zyste alles durcheinandergebracht hat und für die vorausgegangene Zyklusstörung verantwortlich war.

viele Grüße
Dr. Grüne

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