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Dauerblutungen u. starke Pillen Nebenwirkungen.

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Frauenheilkunde | Expertenfrage

06.08.2022 | 13:31 Uhr

Hallo,

Seit 3 Jahren leide ich an immer wieder kehrenden Dauerblutungen. Die Blutung kommt nicht richtig raus. Sie ist im Urin u. am WC Papier aber kaum in der Binde. Laut FA u. Krankenhaus ist meine Gebärmutter Kern Gesund.

Ich bin 39 Jahre alt u. habe Übergewicht.

Im ersten Versuch wurde mir von meiner FA die Antibabypille Desirett verschrieben nach bereits 3.Wochen Dauerblutungen mit starken Kopfschmerzen. Hier passierte 2 Monate zunächst garnichts es blieb wie es ist. Dann bekam ich auf einmal Schwallartige Blutungen mit Fieber und musste ins Krankenhaus zur Ausschabung. Bei der Nachkontrolle Blutete ich immer noch u. hatte erhöhte Leukozyten Werte im Urin weswegen mir Antibiotika verschrieben wurde. Die Desirett sollte ich nicht mehr nehmen. Nach diesem Besuch hörte die Blutung 2. Tage später auf. 1 Jahr lang ging alles seinen gewohnten normalen gang.

Dann fing es wieder an. Nach 3. Wochen Dauerblutungen ging ich wieder zum FA, diesmal bekam ich die Antibabypille Trigoa nach nur 4 Tabletten mit extremen Nebenwirkungen.

Trigoa:

Schwindel, Verschwommene Sicht, Unruhe, Herzrasen, Taubheitsgefühl in den Beinen u. Unterleib, Schwäche, vermehrtes Wasser lassen, leichter Juckreiz an den Beinen, Schlaflosigkeit, Druckgefühl im Unterleib, Angstzustände (Panikattacken), Druck auf Hals u. Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen, Atemprobleme, Durchfall, Kopfschmerzen, Druck auf beiden Schläfen.

Nach absetzen klangen bis auf Kopfschmerzen, Schmerzen u. Druckgefühl im Unterleib, Juckreiz & Schwindel alle Symptome wieder ab nur die Blutungen blieben etwa für weitere 3. Wochen dann stoppte die Blutung und es ging für cirka 1. Jahr wieder alles seinen gewohnten gang.

Und wieder das gleiche Spiel. Nach 2. Wochen Dauerblutungen ging ich wieder zum FA, diesmal bekam ich dann die Antibabypille Maxim nach cirka 1/2 Packung traten wieder extreme Nebenwirkungen auf.

Maxim:

Extreme Unterleibsschmerzen, Geschwollener/Aufegblähter Bauch, Geschwollene Füße u. Hände, Druckgefühl im Unterleib, Schwindel, Verschwommene Sicht, Unruhe, Herzrasen, Taubheitsgefühl & Schmerzen in den Beinen, Schwäche, vermehrtes Wasser lassen, leicher intim Juckreiz, Schlaflosigkeit, Angstzustände (Panikattacken), Schüttelfrost, Druck auf Hals u. Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen, Atemprobleme, Durchfall.

Und auch hier klangen bis auf Kopfschmerzen, Schmerzen u. Druckgefühl im Unterleib, Juckreiz & Schwindel alle Symptome wieder ab nur die Blutungen blieben. Habe sie gegen den Rat der FA abgesetzt, die mich davon überzeugen wollte das die Nebenwirkungen nicht von der Antibabypille kommen. 1. Woche Später Blutungen weg und wieder geht's es für circa 1. Jahr gut.

Nun habe ich Aktuell wieder das gleiche Problem. Seit 2. Wochen Dauerblutungen mit andauernden Kopfschmerzen u. das Blut fließt nicht richtig ab. Habe den FA gewechselt in der Hoffnung auf Hilfe. Fehlanzeige meines Erachtens. Er hat mir die Antibabypille Qlaira verschrieben. Ich habe die 1. Tablette sofort genommen. 3 Stunden später ging der Horror los.

Qlaira:

Schwindel, Verschwommene Sicht, Unruhe, Druckgefühl im Unterleib, Herzrasen, Taubheitsgefühl in den Beinen, Schwäche, vermehrtes Wasser lassen, starker Juckreiz überall besonders am Rücken, Schlaflosigkeit, Angstzustände (Panikattacken), Druck auf Hals u. Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen, Atemprobleme, Durchfall, Kopfschmerzen, Druck auf beiden Schläfen.

Ich habe in dieser Nacht kein Auge zugetan und mir den Rücken Blutig gekratzt. Der Absolute Horror. Erst 3 Tabletten mit 10mg Ceneterizin halfen am Ende.

Ich habe weiterhin Blutungen. Die Qlaira nehm ich nicht mehr ein. Nicht noch so ne Nacht.

In den Zeiten nach den Dauerblutungen kommt meine Periode immer Pünktlich und mit Normalen Blutungen.

Ich weiß mir keinen Rat mehr.

Hoffe man weiß hier Rat u. kann helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Elu

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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07.08.2022, 07:38 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Elu,

hormonell bedingte Blutungsstörungen lassen sich am besten hormonell behandeln - dazu kommt in erster Linie die Pille in Betracht.
Die vertragen Sie in verschiedensten Präparaten nicht.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Einlage einer Hormonspirale - auch darunter braucht man aber Geduld, bis anfägliche Zwischenblutungen abklingen.
Alternativ müssen Sie mit den Blutungen leben und es müsste evtl. mal eine Ausschabung erfolgen.
Besprechen Sie das mit Ihrem Frauenarzt.

viele Grüße
Dr. Grüne

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07.08.2022, 10:42 Uhr
Kommentar

Alternativ muss ich damit Leben ?

Ich bin nervlich jetzt schon am Ende. Ganz zu schweigen das meine Ehe imens darunter leidet.

Expertin-Grüne
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07.08.2022, 21:02 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Elu,

nicht alles lässt sich mit Medikameten bzw. Hormonen lösen.
Vielleicht sollten Sie mal eine Reha planen, um zu einem bessern Körper- und Lebensgefühl zurückzukommen.

Wenn Sie noch eine Pille versuchen (vielleicht zyklisch nur ein Gestagen?), dann sollen Sie sich vornehmen, dies eine Zeit lang durchzuhalten. Das große Spektrum Ihrer Beschwerden könnte viele zusätzliche Auslöser haben.

viele Grüße
Dr. Grüne

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07.08.2022, 21:20 Uhr
Kommentar

Durchhalten bei diesen Nebenwirkungen ? War gestern Abend wegen den Nebenwirkungen im Uniklinikum. Definitiv nicht mehr nehmen war die Antwort.

Allerdings viel mir vorhin ein das ich vor den Problemen wegen einer Nervenentzündung im Nacken 2-3 mal Täglich 800mg Ibuprofen genommen habe 2. Wochen lang.

Das des zu lang u. zuviel war weiß ich und Ärger mich selber drüber aber könnte das der Grund für das nicht richtig ablaufende Blut sein weil es ja Prostagladinhemmer sind ?

Denn auch schon 2021 bevor ich die Maxim bekommen hatte, hatte ich wegen starker Migräne recht viel Ibuprofen eingenommen. Danach kamen erst die Blutungsprobleme. Ich nehm nie wieder Ibuprofen wenn ja.

Expertin-Grüne
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08.08.2022, 06:57 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Elu,

die Einnahme von Ibuprofen kann auch ein Ansatz sein. Das wäre ja sogar günstig, weil Sie das Blutungsproblem dann ohne weitere Maßnahmen beherrschen könnten.

viele Grüße
Dr. Grüne

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