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Weinschorle

Kategorie: Ernährung-Fitness » Expertenrat Ernährung, Diät und Abnehmen | Expertenfrage

09.11.1998 | 08:11 Uhr

Seit einigen Jahren trinke ich eigentlich regelmäßig abends Weinschorle. 1/4 l Wein und 2 Flaschen Wasser kommen da sicher zusammen. Meine Frage: Ist es gesünder, Wein und Wasser zu mischen oder kommt es nur auf den Alkoholgehalt an? Ist es egal, ob ich 1/4 l Wein pur oder stark verdünnt trinke?

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12.11.1998, 10:11 Uhr
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Hallo Pia, <p>vielen Dank für Ihre Anfrage! <p>Wie Sie bereits in Ihrer Frage richtig überlegen, so kommt es letztlich auf die konsumierte Alkoholmenge an.
Dennoch kann z. B. Wein verdünnt mit Wasser (Weinschorle) zum einen den Vorteil haben, daß Sie es besser
vertragen (steigt nicht so schnell zu Kopfe, ist evtl. im Magen besser vertäglich), zum anderen kann eine
Verdünnung mit Wasser zu einem geringen Alkoholkonsum führen. <p>Sie schreiben jedoch, daß Sie durchschnittlich nicht mehr als ¼ L Wein trinken, was sich mengenmäßig generell
noch im Bereich des ?Akzeptablen befindet. Wenn Sie daher entweder die genannte Menge Wein lieber pur
genießen möchten oder gemischt, bleibt es schließlich bei der gleichen Menge konsumierten Alkohols. <p>Das zusätzliche Trinken von ca. 2 Liter Wasser am Tag ist in jedem Fall sehr begrüßenswert. <p>Leider gibt es keine generelle Angabe, ab wieviel L bzw. ml Alkohol die Gesundheit gefährdet ist. Die zu
vertretende Menge hängt sehr von individuellen physischen sowohl im weitesten Sinn auch psychischen
Parametern ab. <p>Grundsätzlich kann gesagt werden, daß männliche Erwachsene derzeit im Mittel 8 % ihrer Energiezufuhr durch
Alkohol decken. Dieser Befund ist ernährungsphysiologisch ungünstig. <p>Alkohol in größeren Mengen schädigt die Gesundheit (Hypertriglyceridämie (zu viele Triglyceride (Fette),
Bluthochdruck, Organschäden und Sucht) sowie den Bedarf an zahlreichen essentiellen (lebensnotwendigen)
Nährstoffen (z. B. Vitamine, Mineralstoffe). <p>Gerne gebe ich Ihnen nachfolgend Literaturempfehlungen speziell zu diesem Thema: <p>Feuerlein, W.: Alkoholismus - Mißbrauch und Abhängigkeit, Thieme, Stuttgart
Teschke, R., Lieber, C.S. : Alkohol und Organschäden, Witzstrock, Baden-Baden
Trojan, A.: Epidemiologie des Alkoholkonsums und der Alkoholkrankheit in der Bundesrep.D., Internist. Welt 8
(1980), 241-251. <p>Kürzlich las ich eine Bericht in der Ernährungsumschau (ernährungsfachspefische Zeitschrift) über Studien mit
moderatem (mäßigem)Alkoholkonsum gegen das Auftreten und die Sterblichkeit an koronaren Herzkrankheiten (z.
B. Herzinfarkt). Als moderater Alkoholkonsum wird dort von einer durchschnittl. Aufnahme von 20 bis 40 g Alk/Tag
berichtet,
was ca. 0,5 - 1,0 l eines Standardbieres, ca. 0,2 - 0,4 l Weiß- oder Rotwein oder 0,05 - 0,1 l eines 40%igen
Destillates entspricht. Bei Frauen jedoch wird von geringeren Mengen ausgegangen. <p>In diesem Bericht wird auch gesagt, daß man zur Zeit noch nicht festlegen kann, bei welcher Menge sich mögliche
schädigende Wirkungen bemerkbar machen. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, daß es nur sehr wenige
Untersuchungen über die gesundheitlichen Auswirkungen eines moderaten Alkoholkonsums gibt. Es wird keine
allgemeine Empfehlung zu einem regelmäßigen Alkoholkonsum gegeben. <p>Mit freundlichen Grüßen,
Tanja Ploch, vom Lifeline-Expertenteam

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