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Warum kann ich plötzlich nicht mehr zunehmen?

Kategorie: Ernährung-Fitness » Expertenrat Ernährung, Diät und Abnehmen | Expertenfrage

03.03.2016 | 12:16 Uhr

Liebes Team,

bin nicht Muttersprachlerin, gebe mir sehr große Mühe.

Ich habe letztes Jahr im Mai angefangen nicht mehr so extrem viel zu essen.

Will heißen, ich habe angefangen nur noch 2 mal am Tag zu essen, und am Besten dann nichts mehr. Zu diesem Zeitpunkt brachte ich bei einer Größe von 1,62 glatte 63 Kilo auf die Waage.
 Mein Essverhalten war krass, so hab ich viel Süß gegessen, beinahe jeden Tag irgendwas in dieser Form, und manchmal 2 mal warm am Tag, auch ganz spät oft noch ne Suppe.

Im Mai sollte sich dann alles ändern, ich hatte zum Frühstück dann meist 1 Brötchen und ein Croissante, und so gegen 16:00 zum Beispiel ne Protion vom Asiaten ( lebe Fleischlos seit 2013) und/oder Nudeln mit Parmesan.

Ich gebe zu, ne Zeit hab ich es sogar so weit "übertrieben", dass ich sogar nur eine Mahlzeit am Tag gegessen hab, und ich erinnere mich sehr daran, dass ich öfters abennds mit Magenknurren ins Bett ging.

Komischerweise ging es ziemlich schnell, dass meine Kilos anfingen zu purzeln, so war ich im September dann bei (morgens 57.4) angelangt, was eigentlich auch so bleiben sollte.

Was jetzt passiert, kann ich mir nicht beschreiben.

Ich habe mein Essverhalten eigentlich nicht nochmal geändert, esse weiterhin 2 mal am Tag, gönne mir aber seit Wochen auch hier und da mal ne Kleinigkeit Schokolade, aber nehme sogar noch weiter ab!!!

Ich bin mittlerweile bei 55 Kilo angelangt, was mir keinen Spaß mehr macht.Ich hatte die letzten 14 Tage viel Stress, war beruflich viel unterwegs, konnte Tagelang immer nur Frühstück essen, und abends gab es dann bei einer Gastfamilie 2-3 Scheiben Graubrot gegen 18:00 Uhr.

Zugenommen habe ich seitdem aber nichts mehr. Vor Tagen habe ich mich total erschrocken, als ich morgens wach wurde, und aufeinmal 55 Kilo auf meiner Waage hatte.Warum sollte dies aufeinmal so leicht sein???

JETZT KOMMT MEINE ANGST:

Schon letztes Jahr, beschlich mich das Gefühl, was wäre, wenn meine Gewichtsabnahme GAR NICHT meiner DISZIPLIN geschuldet sei, SONDERN, ich zusätzlich einen schlimmen Tumor im Körper habe, DIESER dazu führt, dass ich jeden Monat mal so n Kilo verliere???

Die Angst hat sich total eingebrannt in meinen Kopf!!!

Meine Schwester gab mir vor Tagen am Telefon folgenden Rat, diesen ich aus Angst aber nicht umsetzen kann. Sie sagte mir, ich solle einfach ne Woche am Stück ganz viel essen, um zu testen, ob mein Gewicht dann wieder höher geht.

GENAU DAS kann ich aber nicht.

Ich habe Angst, dass das Gewicht DENNOCH nicht höher geht, und ich somit bestätigt habe, dass ich einen Tumor haben könnte.

Im Januar war ich zur Blutabnahme, da war alles soweit prima, und die Sono vom Bauch war auch prima! Urin auch!

Dennoch bleibt meine Angst.

Was ich nicht verstehe ist, dass ich manchmal in der Woche sogar mal sündige, zum Beispiel mit Fritten und Majo, und dann DENNOCH NIX aber auch gar nix zunehme???

Man kann sagen, dass ich seit Mai, seitdem ich BEWUSST damit angefangen hatte KEIN GRAMM mehr zugenommen hab.

Sowas ist doch unmöglich?

Ich leide seit 2014 an Hashimoto, aber muss KEINE Medikamente nehmen, da meine Stoffwechsellage im Blut laut meines Arztes noch okay ist.  Bin laut Arzt also noch nicht in einer Über oder Unterfunktion.

Was ich noch dazu sagen möchte, ich bin Jahrelang geschwommen. Ich bin von 2011 bis 2014 extrem viel geschwommen.

Sport mache ich zur Zeit keinen. Die wichtigste Frage die sich mir stellt ist, ob ich an Muskelmasse verloren habe, und es genau DESWEGEN so schwer ist, wieder an Gewicht zu bekommen? Überall lese ich, dass Muskeln schwerer als Fett sind.

Warum nehme ich plötzlich nicht mehr zu?

Esse ich immer noch zu wenig?

Vielen lieben Dank schon einmal für die Antwort.

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Bisherige Antworten
Experte-Eisen
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03.03.2016, 16:59 Uhr
Antwort von Experte-Eisen

Hallo!

Es ist im Prinzip ganz einfach: Essen Sie mehr als Sie verbrauchen, nehmen Sie zu, essen Sie weniger als Sie verbrauchen, nehmen Sie ab. Am besten Sie lassen sich bei einer Ernährungsberatung die Körperzusammensetzung und Ihren Kalorienbedarf messen, dann können Sie besser kalkulieren, ob Ihre Nahrungszufuhr passt. Dass Sie einen Tumor haben, halte ich für äußerst unwahrscheinlich, da dieser erst im Endstadium sich auf das Gewicht auswirkt und das würden Sie merken!

Herzliche Grüße

Dr. Eisen

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04.03.2016, 11:16 Uhr
Antwort

Lieber Herr Dr.Eisen,

vielen herzlichen Dank für ihre schnelle Antwort.

Herr Doktor, ich habe noch ein paar Fragen, ich hoffe dass das in Ordnung ist.

 

 

Warum ist es so schwer, ein Kilo dass man verloren hat wieder auf die Rippen zu bekommen?

Mein persöhnlicher Teufelskreis ist dieser hier:

Bringe zur Zeit 55.3 Kilo auf meine Waage.

Wenn ich jetzt zum Beispiel heute, warum auch immer, NICHT dazu kommen würde "vernünftig" zu essen, weiß ich jetzt schon, dass ich morgen früh NOCH WENIGER auf die Waage bringen werde!

Ist das denn normal?

Dass das so schnell geht?

Können sie mir dazu noch bitte etwas schreiben?

Stellen wir uns mal vor, ich würde heute nicht dazu kommen gut zu essen.

Dann wache ich morgen früh mit, sagen wir mal, 54.5auf.

Würde ich, warum auch immer, dann auch nicht vernünftig zum Essen kommen, hätte ich den Morgen dadrauf noch weniger!

Richtig?

Warum geht das so schnell?

Ich lese im Internet immer wieder von Menschen, die von einem Gewichtsstop schreiben!

Sowas gibt es aber bei mir gar nicht.

Ich verwette alles, wenn ich heute nicht vernünftig essen würde, dass ich morgen bei 54.Kilo auf der Waage wäre, und meine Hosen noch schlimmer rutschen würden.

Warum ist das so?

Warum gibt es bei mir mal KEIN GEWICHTSSTOP?

Ich hab mir eben einen Termin gemacht, in Köln, bei einer guten Ernährungsberatung, habe den aber erst Juni! :(

 

Vielen Dank für die Antwort!

 

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04.03.2016, 11:25 Uhr
Antwort

Ich bin es nochmal.

Warum würde ich es merken, wenn es ein Tumor wäre?

Habe im Internet gelesen, dass es durchaus Tumore gibt, diese auch am Anfang einer Krebserkrankung mit Gewichtsverlust einhergehen.

Was müsste ich denn noch für Symptome haben?

Das Einzige was ich hab ist, dass seit Jahren hinter meinem EISEN immer ein Pluszeichen steht. 145 sollte mal glaube ich haben, ich habe immer so 152!

Appetit habe ich immer sehr guten!

Ich friere in der Nacht eher mal, als dass ich schwitze.

Hab im Winter eher immer eine Wärmeflasche im Bett.

Sehe auch sonst gesund aus, und kann mich sportlich gut auspowern, habe also viel Energie!

 

Experte-Eisen
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06.03.2016, 19:11 Uhr
Antwort von Experte-Eisen

Hallo!

Kurzfristige Gewichtsschwankungen sind meist durch Flüssigkeitsschwankungen bedingt. Fett können Sie nicht innerhalb eines Tages in einer Größenordnung von ca. einem Kilo abnehmen. Ich würde zuerst nochmals den Hausarzt konsultieren, um eine eventuell vorliegende organische Ursache auszuschließen. Ohne körperliche Untersuchung kann keine sinnvolle Antwort gegeben werden, sondern nur Spekulationen!

Viele Grüße

Dr. Eisen

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06.03.2016, 20:20 Uhr
Antwort

Ich war ja im Dezember 2015 bei meinem Arzt.

Er nahm Blut ab, ein großes Blutbild, und er machte eine Sono meines Bauches.

Alles war prima. Er zeigte mir alles auf dem Monitor, hat mir sehr viel erklärt und sich sehr lange Zeit fur mich genommen.

Mein Blutbild war auch super.

Und nu?

Ich denke einfach dass ich zu wenig esse?

Hab jetzt die letzten 5 Tage nur wieder 2 Mahlzeiten geschafft.

2 Toast zum Frühstück mit Rübenkraut, und gegen 16uhr einen großen Teller Nudeln mit Tomatensoße!

Hm, denken Sie jetzt, dass ich doch einen Tumor hab?

Den Schilddrüsenarzt hab ich im Juni erst wieder.

Wie gesagt, habe ja letztes Jahr GANZ BEWUSST angefangen WENIGER zu essen, damit ich dünner werde.

Mein Problem ist halt nur, dass ich mich wunder, wenn ich mal 1-2 Tage MEHR esse, oder auch mal SÜßigkeiten esse, dass ich nicht unbedingt zunehme.

Was sollte mein Arzt denn eventuell noch untersuchen?

 

LG

Experte-Eisen
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06.03.2016, 20:31 Uhr
Antwort von Experte-Eisen

Hallo!

Ich habe das Gefühl, dass Sie im Rahmen Ihres Abnehmens eine Essstörung entwickelt haben und eher psychologische Hilfe benötigen. Lassen Sie sich von ihrem Arzt beraten, wer Ihnen helfen könnte!

Viele Grüße

Dr. Eisen

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06.03.2016, 21:57 Uhr
Kommentar

Bin seit Jahren in Therapie, wegen einer Panik und Zwangsstörung, unter anderm leide ich an Krankheitsängsten.

Ich werde das Thema auf jeden Fall in meiner nächsten Therapiestunde ansprechen!

Mein Problem ist nicht das Essen.

Dadurch, dass ich letztes Jahr anfing bei niedriger Kalorienzufuhr abzunehmen, konnte ich einfach nicht glauben, dass es so "einfach" ist an Gewicht zu verlieren. Genau an dieser Stelle kam meine Angst dann mit ins Spiel.

Ein Gedanke, von wegen was wäre wenn zu meiner Diät noch ein böser Tumor ins Spiel gekommen ist? Ab dem Tag, wo dieser Gedanke kam, wuchs meine Angst, und ich fing an mich zu wiegen. Selbst wenn ich mal 2-3 Riegel Schokolade gefuttert hab, und nach TAGEN nichts davon auf meiner Waage gesehen habe, bin ich in Panik geraten.

 

Ich leide quasi unter vielen Ängsten, und werde das nochmal in der Therapie ansprechen. Vielen lieben Dank für die Hilfe. :)

 

LG

Experte-Eisen
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06.03.2016, 22:47 Uhr
Antwort von Experte-Eisen

Alles Gute!!!

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07.03.2016, 16:45 Uhr
Antwort

vielen lieben Dank!

Herr Doktor, eine Frage beschäftigt mich aber noch.

Ich lese überall immer wieder, dass ein Mensch um zuzunehmen "über" seinem  Tagesbedarf essen MUSS! Es müssen dann 7000 Kalorien sein!

Hm, jetzt kommt der Teil, den ich aber nicht verstehe. Als ich im letzten Jahr noch 63 Kilo wog, und irgendwann anfing immer weniger zu essen, manchmal auch mal nur eine Mahlzeit am Tag, warum sind meine Pfunde dann sooo schnell gepurzelt?

Auch beschäftigt mich noch eine andere wichtige Frage:

Ich kann mir auf gar keinen Fall vorstellen, dass ich die letzten Jahre jeden Tag, oder jeden 2ten Tag zu meinem Tagesbedarf über 7000 Kalorien am Tag MEHR gegessen haben soll, um auf meine 63 Kilo zukommen?

Klar hab ich im letzten Jahr noch "anders" gefuttert, aber 7000 Kalorien zu meinem Tagesbedarf? Niemals!

Also die Frage - warum ich dann irgendwann so ein Gewicht von 63 Kilo hatte?

Und die andere Frage jetzt: Wenn ich NUR zunehme, wenn ich pro Tag 7000 Kalorien ÜBER meinem Tagesbedarf esse - dann stehen die Chancen aber schlecht, denn ich weiß nicht, wo ich soviel Nahrung hernehmen soll.

Ich hoffe sie können mir folgen, bin nicht Muttersprachlerin, und kann mich schwer ausdrücken.

Vielen Dank!

Experte-Eisen
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14.03.2016, 15:46 Uhr
Antwort von Experte-Eisen

Hallo!

7000 kcal entsprechen einer Gewichtszunahme von rund 1 kg Fett und nicht der täglichen Zufuhr! Das heißt, wenn Sie 10 Tage lang täglich 700 kcal zu viel essen, nehmen Sie ca. ein Kilogramm zu.

Viele Grüße

Dr. Eisen

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